Nach langer Zeit erschein endlich eine neue Platte von Steve Morse, einem der besten Gitarristen weltweit... Also schnell besorgt, um mal reinzuhören.
Wie gewohnt spielt Steve alle möglichen Stilrichtungen mit einer Leichtigkeit, die seines Gleichen sucht. Ob Country, klassische Musik oder einfach nur knallharten Rock mit schnellen Soli, für jeden Geschmack ist was dabei. Jedoch fällt auf, dass es irgendwie an Frische fehlt, was seine Solokünste auf diesem Album betrifft. Im Vergleich zu vorherigen Alben wie "Split Decision" oder noch früheren Publikationen fehlt der gewisse WOW-Effekt. Auch das virtuose Spiel fehlt einem irgendwie, bei dem man früher Gänsehaut bekam.
Schade ist auch, dass man fast schon denken kann, dass die Künste des Bassisten Dave LaRue hier in den Vordergrund gestellt werden. In jedem Stück findet man ein klasse Basssolo, begleitet von Solobruchstücken des eigentlichen Künstlers dieses Albums, welche jedoch nicht grade sehr kreativ wirken.
Ein kleiner Höhepunkt stellt aber der Bonustrack dar. "Rising Power" zeigt ansatzweise, was Steve Morse ausmacht. Fantastische Solokunst, umwickelt von härteren Riffs und melodischen, ruhigen Passagen, die für Abwechslung sorgen. Live ist Steve Morse einfach ein Gitarrengott. Auf diesem Album wird sein Können und Spielfreude leider nicht so gut gezeigt.
Alles in allem hätte ich mir eine Platte mit mehr Gänsehaut oder WOW-Effekten gewünscht, nachdem man so lange auf neues Material warten musste.