...... nur 4 Sterne, ansonsten ist die Musik von Jimi Tenor herrlich uneinordbar bis intelligent tanzbar. Ich versuch es mal für die Neueinsteiger hier am Lesepult: orchesterunterstützter indischer Souljazz mit einer gehörigen Portion Humor.
Humor? Ja nun, wie anders ist das Aufeinandertreffen, das Zwiegespräch von PRINCE-schem Gesangsgebaren, indischer Sitar und Brachialgitarre zu werten, verwoben mit Soundexperimenten und souligem Chor? Ein Leadinstrument? Mit viel Wohlwollen: Querflöte und Trompete. Wohl dosiert natürlich alles eingesetzt, wie es ein feinfühliger Maler an einem zarten Bild einplant. Aus eigenem kompositorischem Tun heraus, weiß ich, daß man für solch einen Instrumentierungsplan ganz schön mutig sein muß, und/oder auch den "Schalk im Nacken" hat!
Wie das zusammenpaßt? eigentlich gar nicht, aber man kommt aus dem schmunzelnden Staunen nicht heraus! Wer sich nach dem schrillen experimentellen Orchestraleinstieg auf der CD geschockt auf das Schlimmste gefasst macht (und den Kauf schon bereut) wird prompt mit "versöhnlichem" dissidentenhaftem Groove aufgefangen. Nach diesem tollen Intro sind alle Sinne auf wachsten Pegel geschaltet und man darf gleich darauf wohlverdient in sanften Relax-Sound hinüberdämmern, während "Prince" stöhnt, wie wohl er sich fühlt, untermalt von indischer Geige ....
Dann dockt eine Hardrockgitarre an Manhatten Transfer Chor an und irgendwie wird ein Folterkeller live zugeschaltet .....
Unglaublich.
Neugierig geworden?