In "Out" gelingt es der Autorin sehr gut, die deprimierenden Lebensumstände (Nachtarbeit in einer Lebensmittelfabrik, kein funktionierendes Familienleben, wenig Geld, keine erkennbare Lebensfreude) der 4 Hauptpersonen zu beschreiben. Das alles ist dermaßen trostlos, dass man sich eine Veränderung - irgendeine - bald sehnlicht wünscht. Frei nach dem Motto: Das kann doch nicht alles sein im Leben!
Als dann eine dieser 4 Frauen ihren Mann im Streit umbringt, ist dies nicht das erschütternde Ereignis, sondern eher eine willkommene Abwechslung im tristen Alltag. Mit Hilfe ihrer Kolleginnen am Fließband wird die Leiche in handliche Teile zerlegt und entsorgt. Und weil das gar nicht so schlimm war und man Geld gut brauchen könnte, beschließen die Frauen, ein Geschäft daraus zu machen. Gegen Bezahlung zersägen, zerschneiden und zerhacken sie Leichen, die von einem "Geschäftspartner" dann in eine Müllverbrennungsanlage verbracht werden. Dass sie im Laufe ihrer Tätigkeit dabei mit gefährlichen Gestalten zusammentreffen, verwundert nicht.
"Out" ist zwar durchaus spannend und auch gut geschrieben. Aber die Geschichte ist schon sehr abstrus, die Beschreibungen wenig appetitlich und der Schluss einfach nur blöd. Insgesamt schon lesenswert... aber macht nicht wirklich Lust auf mehr von der Sorte.