Wie heißt es so schön im Volksmund: Aller guten Dinge sind drei! Stimmt zwar nicht immer, aber hier trifft es sozusagen den Nagel auf den Kopf. Wer Karen Blixens -Afrika, dunkel lockende Welt- gelesen hat und davon begeistert und hingerissen war, der wird sich auch Sindey Pollacks Verfilmung des gleichnamigen Stoffs mit Meryl Streep und Robert Redford angeschaut haben; und war dabei genau so hin und weg wie bei dem Genuss des Buches. Ausser Redford und Streep hatte der Film noch einen dritten Hauptdarsteller: Die Musik. John Barrys Soundtrack zum Film ist so einzigartig wie wunderschön. Einmal gehört geht er einem für Jahre nicht mehr aus dem Kopf. Glaubt man, dass diese Musik nur im Gleichklang mit überbordenden Bildern faszinierender Landschaften funktioniert, täuscht man sich. Barrys Kompositionen stehen für sich allein. In der Version von Joel McNelly und dem Royal Scottish National Orchestra ist das ein Ohrenschmaus der Güteklasse 1A. Lehnen sie sich zurück, schließen sie die Augen, drehen sie den Regler der Anlage auf Maximum und tauchen sie ab. Ganz tief hinein in die dunkel lockende Welt Afrikas, in jeden gelesenen Satz des Buches und jede Sequenz des Films. Ein unvergleichliches Ereignis. Vielleicht eine der besten Filmmusiken aller Zeiten, so unvergesslich und betörend wie Blixens Romanbeginn: Ich hatte eine Farm...