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Our Love to Admire
 
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Our Love to Admire

Interpol Audio CD
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (39 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de Redaktion

Die Freude steckt im Detail. Auf ihrem dritten, erneut imposanten Album Our Love To Admire sind sich Interpol zwar treu geblieben und tauchen wieder düstere Post-Punk-Sounds ein, die wie der Soundtrack für vom Schicksal Geschlagene klingt. Hymnen, deren Melodien einem noch Tage durch den Kopf rauschen, fehlen auf dem Werk der vier gut gekleideten Männer aus New York City. Auffällig aber ist die satte Produktion, für sich Interpol den vielseitigen wie erfahrenen Rich Costey (Philip Glass, Jimmy Eat World, Jurrasic 5, Muse, Franz Ferdinand, The Mars Volta) ins legendäre Electric Ladyland Studio holten, wo Patti Smith zeitgleich Twelve aufnahm. Auffällig ist auch der verbesserte Gesang von Paul Banks, der anscheinend keine Kokainberge mehr abbaut. Seine keine Geschichten erzählenden Texte bleiben weiterhin kryptisch, rätselhaft und so frei interpretierbar wie ein Bild. Und da fragt ja auch niemand den Maler nach dem Sinn. Passend zu einer verstärkten Opulenz, dass Interpol auf Our Love To Admire dicker und voller auftragen, ist der verstärkte Einsatz von Keyboards oder einer Oboe. Das Album hat mehr flächige Sounds, weniger kantige und mehr flirrende Gitarrenklänge, was sich am stärksten zu Anfang beim sakralen „Pioneer To The Falls“ und beim finalen Beerdigungssong „The Lighthouse“ verdeutlicht. Songs, die das Album wie zwei Pole umschließen, und dazwischen wandert der Hörer durch viele Minuten der Ernsthaftigkeit und Schwermut, die ohne die übergroßen Gesten des britischen Pendants The Editors auskommt.

--Sven Niechziol

kulturnews.de

Warum haben eigentlich so viele Fans befürchtet, bei Interpol würde nun die Experimentierfreude ausbrechen? Bassist Carlos D. gibt nicht mehr den Hitler-Lookalike, sondern mit Schnurrbart und Löckchen einen preußischen Adeligen. Ein kleiner Fortschritt - und fast schon die größte Veränderung bei den New Yorkern. Ansonsten bekommt der geneigte Interpol-Fan auf "Our Love to admire" alles, wofür er die Anzugträger liebt: düstere Ohrwurmepen, perfekt durchgestylte Dynamik und wunderbar kryptische Texte. Erstmals haben Interpol ihre Songs von Anfang an mit Keyboards gebaut, doch die Soundspielereien werden ganz dezent in den Hintergrund geschoben und können bei Bedarf auch ganz ignoriert werden. Paul Banks variiert weiter seinen Gesang, croont auf "Pioneer to the Falls" fast wie Jim Morrison. Der letzte Teil des Albums könnte Traditionalisten dann fast revolutionär vorkommen: "Wrecking Bell" klingt mit Blasorchester aus, ganz am Ende steht die zerschossene Wave-Symphonie "The Lighthouse". Aber selbst der dogmatischste Fan muss sich vor diesen Innovatiönchen nicht fürchten. Ganz klar: Interpol zählen auch 2007 zu den relevanten Bands. (cs) www.kulturnews.de

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