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"Unser Erdöl, unsere Diamanten", hat der Kora-Spieler Toumani Diabaté einmal über seine an Bodenschätzen arme Heimat Mali gesagt, "liegen in unserer Musik vergraben." Und Oumou Sangaré darf als ihre strahlendste weibliche Vertreterin gelten.
Sie schöpft aus den musikalischen Traditionen des fruchtbaren südlichen Teils ihrer Heimat, der Wassoulou-Region. Deren stark hypnotische Tanzrhythmen hat Sangaré zu einem unverwechselbaren Sound gebündelt, in dessen Mittelpunkt der Kamalengoni, eine lebhaft gezupfte sechssaitige Harfe, steht. Dazu beschwört die Sängerin in ihren Texten gleichermaßen leidenschaftliche Liebe wie weibliche Selbstbestimmung und wendet sich gegen die Bitterkeit weit verbreiteter Polygamie. Dieses Engagement hat Sangaré im Jahr 2001 den Musikpreis der UNESCO eingebracht.
Jetzt liegt mit Oumou die erste Veröffentlichung seit 1996 vor: Eine Kollektion, die zwölf von Sangarés besten sowie acht neue, bisher unveröffentlichte Songs enthält. Das Ergebnis ist eine erfrischende Mischung aus verträumten Balladen und rhythmischem Speed, in denen auch in Westafrika populäre Stile wie Funk, Rhythm and Blues oder Afro-Beat anklingen. "Yala" z. B. ist mit scharfen, aber unaufdringlichen Bläsersätzen versehen, die an die Arrangements des US-Saxofonisten Pee Wee Ellis auf Worotan erinnern. Und in "Djorolen" wie auch in "Ne Bi Fe" werden leichtfüßige elektronische Beats ausgerollt, über die Sangaré einen warmen, melancholischen Gesang legt: Mali goes Trance. Dabei verliert Sangaré jedoch nie den Boden unter ihren Füßen. Der erdige malische Groove bleibt spürbar. Und es ist unmöglich, sich der Faszination der Sängerin zu entziehen. Diamanten für die Ohren! --Roman Rhode
Produktbeschreibungen
2CD Incl. Remix Of "Djorolen"