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Otto von Habsburg. Die autorisierte Biografie [Gebundene Ausgabe]

Stephan Baier , Eva Demmerle
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

16. Oktober 2007
Die Biografie auf aktuellstem Stand zum 95. Geburtstag:

Otto von Habsburg, noch zu Lebzeiten Kaiser Franz Josephs geboren, ist der älteste Sohn des 2004 selig gesprochenen österreichisch-ungarischen Kaisers Karl und dessen Frau Zita. Vom Kaisersohn in Wien wurde er zum Vorkämpfer des paneuropäischen Gedankens: Sein faszinierendes Leben umspannt fast das gesamte 20. Jahrhundert, dessen Höhen und Tiefen, Schrecken und Hoffnungen, die er erlebt und mitgestaltet hat. Aus der Heimat vertrieben, von den Nazis verfolgt, von den Kommunisten bekämpft, setzte sich Otto von Habsburg unermüdlich für die Freiheit und die Einheit Europas ein. In Österreich, Deutschland und im Europa Parlament gleichermaßen verehrt wie angefeindet, ist Otto von Habsburg heute ein unverzichtbarer Zeitzeuge und eine kompromisslose und international gefragte Stimme im politischen Weltgeschehen.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
  • Verlag: Amalthea-Verlag; Auflage: 5 (16. Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3850024865
  • ISBN-13: 978-3850024860
  • Größe und/oder Gewicht: 23 x 16,2 x 5,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 406.319 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Stephan Baier, Journalist und Sachbuchautor, war mehrere Jahre Otto von Habsburgs engster politischer Mitarbeiter, sein Assistent am Europäischen Parlament in Straßburg und Pressesprecher.Eva Demmerle, geboren 1967, Studium der Wirtschaft, Geschichte, Politik und Katholischen Theologie in Bonn. Tätig in verschiedenen Funktionen im Europäischen Parlament in Straßburg und Brüssel. Heute u. a. Pressesprecherin von Dr. Otto von Habsburg. Veröffentlichungen.

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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Aufregende Lebensgeschichte 8. September 2003
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ich bin mir nicht sicher, ob es das Verdienst der Authoren war, das mich zum Weiterlesen veranlasst hat, oder ob es nicht doch einfach an der aufregenden Lebensgeschichte Otto's lag.

Denn zum Teil bekommt man beim Lesen den Eindruck, die Authoren hätten den Kalender Otto's zur Hand genommen und nur abgeschrieben, was dort zu lesen stand. Da beschränkt sich der Inhalt ganzer Kapitel darauf, wen Otto auf welcher Reise wann getoffen hat und wie viele Zuhörer zu seinen Vortragsveranstaltungen gekommen sind. Das ist langweilig.

Spannend wird es aber immer dann, wenn Otto's Leben wieder eine gravierende Veränderung erfahren hat, beispielsweise, wenn die Habsburg-Krise im Detail beschrieben wird und man erfährt, was Otto zur Unterzeichnung der Verzichtserklärung bewogen hat. Das sind die Sachverhalte und Lebenseerfahrungen, die Otto von Östereich von anderen, zumindest in seiner Eigenschaft als Politiker unterscheidet. An diesen Stellen hätte man sich noch mehr Details und Insider-Kenntnisse gewünscht, anstatt den Anspruch zu verfolgen, auch noch die letzte kleine Vortragsreise nach Winnipeg oder Tumbuktu zu erwähnen.

Manche mögfen sich in diesem Buch auch eine genauere Darstellung der Lebensumstände Otto's zu Zeiten der Monarchie gewünscht haben, also Berichterstattung vom Hofe à la Siggi-Kitsch. Dazu ist dies aber das falsche Buch. Denn es ist in erster Linie eine Biografie über den Politiker Habsburg und nicht über den Kaisersohn.

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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wichtige Details zur Erkenntnis 26. Juli 2011
Von Klaus Grunenberg VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Was eine Biographie ist und was sie sein soll, das kann man hier und da lesen. Hier, in diesem Werk aber
sind zwei Menschen am Wirken, die eine Arbeit unternommen haben, die sich über eine gewisse Zeit,
eine lange Zeit hinstreckt. Und der hier Beschriebene, Otto von Habsburg nämlich, mag mitgeholfen haben,
so scheint es manchmal. -
Das wäre legitim, um nicht zu sagen wünschenswert gewesen. Gut, so sei es, wie es will, und das auch nur
zum Anfang meiner Rezension und zum besseren Verständnis dessen, was geboten wird.
Es wird in einigen Jahren, genauer im Jahr 2014 wieder viel und ausführlich über den Beginn des ersten
Weltkrieges geredet, gesendet und geschrieben werden und somit ist es fast unerlässlich, dass man/frau
dieses Buch hier liest. -
Kann man/frau sich Österreich zur Zeit Bismarcks, also nach dem kurzen aber heftigen deutsch-österreichischen
Krieg, als Beute Deutschlands vorstellen?
Gewiss hätte es so kommen können, denn der deutsche (preussische) Sieg war überzeugend (auch wegen der
neueren Waffentechnik !). Man hat sich aber arrangiert und eine Art unverbrüchliche Freundschaft gestartet
gegen mögliche und kommende Feinde.
Das muss man sich immer vor Augen halten, die Feinde, also Krieg hatte man immer vor Augen, bewusst.
Dann der Beginn des 1. Weltkrieges, der alles schon früher Wackelnde im "Donaubecken" (!)zum Einsturz brachte.
Was hätte rechtzeitig dagegen geholfen, eine konstitutionelle Monarchie vielleicht nach englischem Muster?
Und hätte man nach Kaiser Joseph II, dem Sohn Maria Theresias, eventuell eine andere Gangart einnehmen sollen?
Mit Metternich, nach dem gemeinsamen Sieg gegen Napoleon I, wurde auch das Haus Habsburg wieder machtbewusst,
kam es nicht zu einem wünschenwerten Ausgleich zwischen Volk und Kaiser, zwischen Volk und Adel und die gewohnte
Übernahme von kirchlicher, von katholischer Macht-und Kraftentfaltung gegenüber dem Volk griff wieder. -
Und dann später nach dem ersten Weltkrieg das Chaos, das den Deutschtümelnden, den Aufbegehrenden, vor allem den
zu kurz Gekommenen die Möglichkeiten erst einräumte, sich zu entfalten. Wir wissen es und haben es erfahren und
leiden heute noch darunter. -
Und nun dieses Buch, das, kurz gesagt, "zu Munde" reden könnte, wie man so schön sagt und auch meinen könnte, das
trotzdem in seinen Zeilen und zwischen ihnen und vor allem in den abgedruckten Briefen das enthält, was heute wichtig
ist zu wissen:
hier war einer, der stemmte sich gegen das entstehende größtmögliche Risiko, um nicht den Ausdruck "das Böse"
zu gebrauchen. Aber wir wissen nicht, wie wir an dieser und jener Stelle damals gehandelt und gedacht hätten.
Jedem, aber auch jedem, also auch Otto von Habsburg, allen also, auch einem einfachen Landwirt in Franken, wie
meinem lieben Schwiegervater damals, sei heute noch gedankt, dass sie Unheilvolles nämlich und kein "Heil" (!)
vorausgesehen haben, das dann wirklich kommen musste, wie es kam.- Nur, es hatte nichts genutzt.
Wie sagen wir es unseren Kindern, was geschehen ist? In den geschriebenen Zeugnissen wie diesen und immer wieder
darüber sprechen, das ist wichtig.-
Allein in den veröffentlichten Briefen zwischen Otto von Habsburg und dem österreichischen Kanzler Schuschnik
kurz vor dem deutschen Einmarsch in Österreich unterstreichen den fast naiven Wagemut Ottos und die klare Sicht
des Kanzlers. Wieder einmal wurde ein quasi aussichtsloser Plan entworfen und dann zur Seite gelegt, wie wahrscheinlich
Jahrzehnte oder Jahrhunderte zuvor auch, denn ein langsames Vergehen von Macht ist nicht irgendwie zufällig.
Vielleicht hätte man doch nicht so intensiv auf eine katholische Karte setzen sollen unter allem wohlwollenden
Vorbehalt. Es ist ja sowieso eigenartig, Otto von Habsburg, der die Realität so hart am eigenen Leib erfahren hat,
er lebte ganz bewusst ein hochromantisches Leben, als tragischer Held sozusagen, doch immer voller Wagnis bis ins
hohe Alter sich kümmernd um Volk, Haus und Familie neben der Arbeit für Europa (hochromantisch schon allein deshalb,
weil er einen Vater hat, der nunmehr im Gebet angerufen werden kann, wer hat das schon!). -
Ottos Vater, Kaiser Karl und seiner mutigen Frau, einer übrigens faszinierenden früheren Schönheit, lagen es am Herzen,
einiges wieder gutzumachen, was, wie es unlängst ein Rezensent einer Tageszeitung schrieb, im Bund mit dem Papsttum
nicht immer gerade eine glückliche Hand bewies (Feuilleton, Frankfurter Allgemeine Zeitung,"Ein bisserl Absolutismus
wagen" vom Samstag, 16.Juli 2011). Der Rezensent drückt sich dabei sehr drastisch aus, was ich nicht wiederholen möchte.
Deswegen wäre es meiner Meinung nach klüger gewesen, nicht auf eine Seligsprechung von Kaiser Karl zu spekulieren, denn
hier scheint mir das Risiko ebenfalls etwas zu hoch gewesen zu sein. Jedoch es stört mich nur einwenig. Meine von
Jugend auf gefühlte oder besser gesagt, von mir geförderte Preussen-Liebe jedoch habe ich schon eine Zeit lang an das
echte Deutschtum abgegeben, es befindet sich im Herzen Österreichs, in der Liebe zum Erreichten, in unserer schönen Kultur
und in unserem Miteinander.
Otto von Habsburg war ein guter Deutscher.
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