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Otto von Bismarck.
 
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Otto von Bismarck. [Taschenbuch]

Theo Schwarzmüller
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 159 Seiten
  • Verlag: Dtv (April 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423310006
  • ISBN-13: 978-3423310000
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 1,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 536.420 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Mit seiner Vorstellung eines gemeinsamen deutschen Nationalstaates beeinflußte er die deutsche Geschichte nachhaltiger als viele andere Politiker. Und obschon seine Amtszeit über hundert Jahre zurückliegt, ist Otto von Bismarck immer noch einer der bekanntesten deutschen Staatsmänner. Selbst wer sonst wenig an Geschichte interessiert ist, kennt seinen Namen. Bismarck verdient Respekt dafür, daß er als Kanzler Deutschland in einer unruhigen historischen Phase den Weg gewiesen hat.

Bismarcks spannendes Leben zwischen 1815 und 1898 kann man anhand dieser Biographie nachvollziehen. Man lernt ihn als ambivalenten Mann kennen, der einerseits von Beginn an Deutschland nur in einem europäischen Zusammenhang sah, andererseits jedoch ein überzeugter Anhänger der Monarchie war. Ein Demokrat war Bismarck nicht, für ihn diente die Demokratie nur der Absegnung autoritär getroffener Entscheidungen. So stand Bismarck der Revolution von 1848, die einen Staat "von unten" durch das Volk begründen wollte, sehr ablehnend gegenüber. Für ihn konnte die Reichsgründung nur "von oben" durch die Adligen geschehen. Auf der anderen Seite wiederum begründete er in den späten Jahren seiner Amtszeit mit Renten- und Krankenversicherung die Basis des bis heute hochgeachteten deutschen Sozialsystems, das allen Bürgern gleichermaßen zu Gute kommt.

Das Buch selbst kommt in sehr ansprechendem Gewand daher: ein modernes Layout und eine durchgehend farbige Bebilderung entsprechen so gar nicht der sonst eher langweiligen Aufmachung politischer Biographien. Gemälde, Karikaturen und Karten sind ebenso hilfreich wie die vielen Anmerkungen, die historische Sachverhalte erklären, zeitgenössische Kommentare oder weiterführende Buchempfehlungen enthalten. So vermittelt der Band auf sehr schöne und immer inhaltlich fundierte Weise den Geist von Bismarcks Zeit.--Joachim Hohwieler

Kurzbeschreibung

Otto von Bismarck (1815 - 1898) gilt als Begründer des deutschen Nationalstaates. Der verehrte und gehaßte »Eiserne Kanzler«, dem die Deutschen bei weitem die meisten Denkmäler errichtet haben, war aber weit mehr als das: ein Stratege, der erkannte, daß der Nationalstaat nur in einem internationalen Beziehungsgeflecht überleben kann, und ein Autor von hohem literarischem Rang.

100. Todestag am 30. 7. 1998


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Vor dem Kauf einer geeigneten Bismarck-Biographie habe ich mir in einem Buchgeschäft alle dort vorrätigen Bücher zum ersten Reichskanzler einmal genauer angeschaut, um die beste Wahl zu treffen. Ein allzudicker Wälzer sollte es nicht sein, vielmehr ein kleines informatives Taschenbuch mit dem Wichtigsten. So fiel meine Wahl auf dieses, und nach dem Lesen erachte ich es noch immer für sehr gut.

Neben den interessant beschriebenen Lebensabschnitten Ottos von Bismarck (s.u.) fällt einem beim ersten Blick sofort die äußerst ansprechende Aufmachung auf. Nahezu kaum eine Seite ohne ein Bild, Stich, Gemälde, Karrikatur und Anderem. Dazu immer am unteren Ende jeder Seite abgetrennt vom eigentlichen Text Anmerkungen, Zitate, Begriffserklärungen zum gerade Beschriebenen.

Beschrieben wird des Junkers Herkunft aus Schönhausen, seine Zeit als Jurastudent in Göttingen mit Karzerstrafen und Schulden, seine Mißbilligung der Revolution 1848, sein weiterer Aufstieg in der Politik, besonders der Außenpolitik. Die Zeit von seiner Ernennung zum preußischen Ministerpräsidenten an zur Lösung des Verfassungskonfliktes was die Heeresreform anbelangte wird besonders hervorgehoben. Recht gut beschreibt der Autor Schwarzmüller den Konflikt mit Frankreich vor der Reichsgründung und Bismarcks Eingreifen durch die Veröffentlichung der umformulierten Emser Depesche.

Der Zeit nach Bismarcks Entlassung 1890 bis zu seinem Tode 1898 wurde ein ganzes Kapitel gewidmet, darin vorhanden natürlich die bekannte Karrikatur "Der Lotse geht von Bord". (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hervorragend 27. Dezember 2004
Von Bernhard Nowak TOP 1000 REZENSENT
Neben Volker Ullrichs Biographie über den Reichsgründer ist dies das lesbarste Werk über Otto von Bismarck. Zunächst zeichnen sich alle dtv-portraits durch Lesbarkeit und besonders durch Übersichtlichkeit aus. Erläuterungen - z.T. farbig unterlegt - und zahlreiche Abbildungen illustrieren den Text. Schwarzmüller ist eine lesbare Biographie gelungen, die keinesfalls den Vergleich mit den Standardwerken von Eyck oder Gall zu scheuen braucht und die großen Zusammenhänge erläutert. Dies gelingt sonst nur Volker Ullrichs Bismarck-Biographie (bei rororo) und der soeben erschienenen Lebensbeschreibung von R. Schmidt (Kohlhammer). Der Werdegang des "weißen Revolutionärs" wird ebenso deutlich dargelegt wie das Wirken des preußischen Ministerpräsidenten und späteren Bundes- und Reichskanzlers. Dabei wird ebenso auf seine Außen-, wie auch Innen- und Sozialpolitik eingegangen.Während die Außenpolitik insgesamt das Wohlwollen des Autors findet ("Nach 1871 erlebten die Menschen eine Epoche des Friedens, was nicht zuletzt Bismarcks Außenpolitik zu verdanken war"), wenn er auch hier konzediert, dass die Politik des Reichskanzlers immer komplizierter und schwieriger geriet - insbesondere was das schwierige Verhältnis zu Rußland anging, so kritisiert er Bismarcks Innenpolitik, vor allem seinen Kulturkampf, sehr deutlich und kompetent. Auch die Verfolgung der Sozialdemokratie sei nicht nur ein Fehler gewesen; die Willkürmaßnahmen hätten kontraproduktiv gewirkt, waren "'psychologisch und politisch ein schwerer Fehler" (S. 125). Sein Freund-Feind-Denken prägte langfristig die deutsche politische Kultur. Seine Sozialpolitik, Neuland in Europa, knüpfte an patriarchalische Traditionen an. Der Staat als "Fürsorgestaat" sollte bei den Arbeitern Dankbarkeit erzeugen und so der Sozialdemokratie den Boden abgraben. Schwarzmüller hält sich damit an das traditionelle Bismarck-Bild. Er wird weder überschwenglich "verehrt" noch als "Dämon" gesehen, wie dies Willms getan hat. Schwarzmüller argumentiert (wohltunend)differenziert und ausgewogen und verwendet neueste Sekundärliteratur, die im Anhang übersichtlich zusammengefasst ist.

Diese Biographie ist unbedingt - vor allem neben der von Volker Ullrich - zu empfehlen, wenn man sich einen ersten Überblick über das Wirken dieses wichtigen Politikers machen möchte. Gut geeignet auch für Referate.

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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Bereits seit einiger Zeit erlebt - glücklicherweise - ein ausgesprochen leserfreundlicher Trend in der Geschichtswissenschaft seine renaissance: Biographien sind zunehmend wieder "en vogue". Geschichte wird somit, trotz Stirnrunzeln in der Gilde der Anhänger der Strukturgeschichte, auch für den historisch interessierten Laien wieder greifbarer, bei manchen Personen und deren Betrachtung sogar richtiggehend spannend. In der lebensbeschreibung Theo Schwarzmüllers über den ersten deutschen Bundes- und reichskanzler (jawohl: er war auch der erste Bundes-Kanzler, allerdings des "Norddeutschen Bundes" [1866-1870]!)nun treffen zwei Faktorenaufeinander und ergänzen sich in nahezu idealer Weise. Da ist zum einen der im Mittelpunkt stehende Mensch, den es vorzustellen gilt,dessen Namen in unserem fall jeder schon einmal begegnet sein dürfte un der per se Interesse weckt: Otto von Bismarck, der Reichsgründer des zweiten deutschen Kaiserreichs. Zum anderen gelang es Dr. Theo Schwarzmüller, der vor wenigen Jahren mit seiner Biograhie über den in der Großelterngeneration überaus populären (und heute wegen seiner Affinität zum NS-Regime nicht unumstrittenen) Feldmarschall von Mackensen auch außerhalb der Historikerzunft Aufsehen erregte, ein Portrait des "eisernen Kanzlers" zu entwickeln, das sich lohnt, unter den bevorstehenden weihnachtlichen Gabentisch gelegt zu werden. Schwarzmüller glückte ein Buch, das hervorragend zu dem (be-) herrschenden Zeitgeist der Schnellebigkeit und des Zappens paßt, mag man dazu stehen, wie man will, aber es ist nun einmal so. Dahinter steckt indes keine Kritik, im Gegenteil. Dem Autor gelingt es durch eine abwechslungsreiche Kombination von flüsseig-flottem Text, sehr vielen, auch farbigen und von einer gewissen ironischen Rafinesse zeugenden Bildern und mittels unterlegter Kästchen optisch hervorgehobenen und somit augenfreundlich aufbereiteten Zusatzinformationen, den Leser beispielsweise durch den Filz der Bündnissysteme zu lotsen und so im wahrsten Sinn des Wortes bei Laune zu halten, denn wie schon ein bedeutender deutscher Dichter sagte: Bücher sollen informieren, sie solle aber vor allem eines: unterhalten! Dazu trägt vor allem bei, daß uns Bismarck nicht nur als der je nach Standpunkt entweder verteufelte Machtmensch oder Macchiavellist oder, so der Gegenpol, als sakrosanktes nationales Symbol vorgestellt wird - wiewohl der Politiker selbstverständlich im Vordergrund steht -,sondern auch die Einblicke in sein Privatleben als Ehemann oder "verkrachter Regierungsreferendar". Schwarzmüllers "Bismarck" ist nicht das große wissenschaftliche Opus, von denen es gerade im gedenkjahr 1998 zu seinem 100.Todestag ohnehin manch lesenswertes gibt, aber das will es auch gar nicht sein. Das, was wir hier über sein politisches Denken und seine Diplomatie, über den Zusammenhang der drei Einigungskriege von 1864, 1866 und 1870/71, über den "Kulturkampf" gegen die katholische Kirche sowie über sein Bestreben, die "Socialdemokratie" mittels "Sozialistengesetze" und Sozialversicherung in die Schranken zu weisen, erfahren, ist für eine erste, und dabei fundierte Begegnung mit dieser "denkbar interessantesten Figur" (Theodor Fontane) vollkommen ausreichend. Schwarzmüller selbst berichtet über ihn aus einer Position "wohlwollender Neutralität" heraus, wahrt Distanz und Objektivität, kritisiert ohne zu kritteln. Ohne in Oberflächlichkeiten zu verfallen wird insgesamt ein knappes und zutreffendes Bild vermittelt, das sich einerseits auf das Wesentliche konzentriert, andererseits Einzelheiten nicht untergehen läßt und das dennoch historiographischen Ansprüchen genügt - was vor allem die studiosae und studiosi unter der Leserschaft erfreuen dürfte: komprimiert und trotzdem übersichtlich, informativ-prägnant, aber dennoch nicht überladen; das, was man gelesen hat, bleibt größtenteils auch "hängen". Was will man mehr?
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