Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sehr interessantes Gruselkino von Alejandro Amenábar, 13. März 2006
Alejandro Amenábars exzentrisch- leises Grusel Drama erinnert an die Mache alter Klassiker, wie z.B. "Wenn das Blut gefriert" oder "Gaslicht". Amenábars hommagiert auf diese Weise eindrucksvoll ein längst vergessenes Gruselkino, das auf die Atmosphäre, die Momentaufnahme und den Dialog setzt. Auf übertrieben ausgespielte Effekte wird gänzlich verzichtet. Nicole Kidman beweist hier erneut ihre schauspielerische Klasse und der Film lässt in einer kleinen Rolle Christopher Eccleston mitwirken. Eccleston sollte den meißten deutschen Filmfans nicht bekannt sein, aber in Großbritannien genießt er Kultstatus, seitdem er dort in der Kultserie Doctor Who, den Doctor spielte. Was „The Others“ besonders auszeichnet ist ein Ende, welches in dieser Form nicht zu erwarten ist. Fazit: Ich kann ich den Film, besonders in Anbetracht des Preises nur empfehlen.
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32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Geisterstunde der klassischen Art, 20. Dezember 2006
Ein altes, düsteres Herrenhaus, nebelumhüllt, willkommen zur Gespensteraufführung. Aber keine Angst, diese Aufführung schwimmt nicht im Fahrwasser von Machwerken wie "Haunted Hill" oder "Das Geisterschloss". "The Others" ist frei von Splatter und Effekten.
Der Film von Alejandro Amenábar kommt altmodisch auf leisen Sohlen daher. Die Handlung baut sich langsam auf. Ausführlich werden die Charaktere, eine strenggläubige Mutter (Nicole Kidman) mit zwei Kindern und die Dienerschaft eingeführt und der Tagesablauf im Haus veranschaulicht. Hierbei beeindruckt vor allen Kidman und Fionnula Flanagan (Haushälterin), die ihre Rollen glaubwürdig verkörpern und mit ihrer Darstellung entscheidend zu der spannenden und gruseligen Atmosphäre beitragen. Nun ist der Grat zwischen behutsamen Aufbau und Langatmigkeit sehr schmal und es ist deshalb durchaus nachvollziehbar, wenn der ein oder andere sich nicht für "The Others" erwärmen kann.
Nach und nach rücken abgelegene Zimmer und dunkle Ecken in den Mittelpunkt. Türen öffnen und schließen sich von selbst, Vorhänge entwickeln ein Eigenleben, Klaviermusik erklingt. Wenn Kidman den Phänomen auf den Grund gehen will und sich durch Gänge und Zimmer arbeitet, wird auf jegliche Musikuntermalung verzichtet. Nur ihr keuchender, angstvoller Atem ist zu hören. Momente, die je nach Gemüt beim Zuschauer durchaus den Herzschlag auf Trab bringen können.
Allmählich erfährt der Zuschauer parallel immer mehr von der Vergangenheit des Hauses und er glaubt der Kidman bei der Aufklärung der rätselhaften Vorkommnisse einen Schritt vorauszusein. Aber Vorsicht, der Regisseur spielt mit den Erwartungen der Zuschauer und präsentiert ein denkwürdiges Finale, das man sich auf keinen Fall durch das Lesen von so manchen Artikeln über "The Others" kaputtmachen sollte.
"The Others" ist ein im besten Sinne altmodisch inszenierter Mysterythriller, der seine Spannung nicht durch Splatter und Effekte, sondern durch eine düstere Atmosphäre und hervorragenden schauspielerischen Leistungen aufbaut.
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68 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Herrlich gruselig!, 30. Juli 2004
Ein viktorianisches Anwesen im Jahre 1945. Grace (Nicole Kidman) lebt mit ihren beiden Kindern Nicolas und Anne (die eine Lichtallergie haben, und deswegen immer alles dunkel sein muss) alleine auf dem großen Grundstück, da ihr Mann nicht vom Krieg zurückkehrte. Eines Tages stellt Grace drei Helfer für ihren Haushalt ein. Ab diesem Zeitpunkt häufen sich seltsame Ereignisse in dem Haus, und bald haben die Bewohner das Gefühl, dass sie nicht allein sind."The Others" ist diese Art von Film, der sich sehr von den üblichen Hollywood Blockbustern unterscheidet. Die Überzeugungskraft des Films liegt im Ungesehenen, im Unausgesprochenen, im Ungehörten. Der Horror wird nicht offen gezeigt, sondern es wird dem Zuschauer genug Spiel- und Freiraum gelassen, sich den Horror selbst im Kopf auszumalen. Ein weiterer positiver Aspekt ist die Tatsache, dass man wirklich keine Ahnung hat, wie der Film ausgehen könnte. Man hat zwar so seine Vorstellungen, aber ich bin mir zu 100% sicher, dass KEIN Zuschauer richtig liegen wird. Also genau die Art Film, die ich am meisten liebe. Nämlich die Art, wo man Ende da sitzt und sich nur noch denkt „oh mein Gott"... Stille ist ebenfalls etwas, das im Film eine sehr große Rolle spielt. Es gibt einige Szenen z.B. in leeren Räumen...jedes Geräusch und jegliche Art von Bewegung wird vermieden...und das ist mindestens (in diesem Fall sogar noch viel mehr) so beängstigend, wie der typische Messerfuchtelnde, Maskentragende Killer in den heutigen Horrorfilmen. Und „The Others" ist eben alles andere als typisch. Dieser Film lebt von der Dunkelheit, denn hier hat man vor Sonnenlicht und nicht vor Schatten und Düsternis Angst. Schaut es euch an, und ihr werdet verstehen was ich meine. Bei diesem Film gibt es mit Sicherheit nicht die herkömmlichen „thrills". Und diese vermisst man auch kein bisschen. Außerdem kommt es auch nicht auf ein furcht erregendes Horror-Makeup an. Vergesst einfach die konventionellen Tricks und Spezialeffekte, denn „The Others" weiß auf eine andere und ich möchte fast sagen neue Art zu begeistern. Ich meine...wenn einem bei ein paar simplen Fußschritten auf einmal vor Schreck beinahe das Herz in die Hose rutscht, spricht das nur für den Film, oder? Man fragt sich die ganze Zeit „was geht in diesem Haus vor sich?!", aber egal, was man sich ausmalt, am Ende wird man doch überrascht! Jedem Horrorfan kann ich dieses kleine Meisterwerk wirklich nur ans Herz legen, er ist sein Geld allemal wert!
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