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Produktinformation
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Doch diese Furcht erweist sich als unbegründet. So schnell gehen einem Tad Williams nicht die Ideen aus: Martin Desroubins und Paul Jonas verschlägt es wieder in die virtuellen Abgründe von Otherland, das unter dem Einfluss von John Dread allerdings einigen Schaden genommen hat. Renie Sulaweyo, !Xabbu und Felix Jongleur müssen sich in einer verzerrten Märchenwelt zurechtfinden, die nicht mit Otherland in Verbindung steht. In der wirklichen Welt wird John Dread von einer ausgesprochen beharrlichen Polizeibeamtin verfolgt. Und über allem schwebt der drohende Zusammenbruch des Otherland-Systems, der den Tod all jener zur Folge haben würde, die sich darin aufhalten.
Die große Meisterschaft der Otherland-Saga besteht darin, dass es Tad Williams bei aller Komplexität gelingt, sämtliche Handlungsfäden sicher in der Hand zu behalten und zu einem runden Abschluss zu führen. In Band 2 und 3 mochten gelegentlich Zweifel aufkommen, ob diese überschäumende Ideenflut noch einzudämmen sei. Am Ende von Band 4 bleibt vor allem das bewundernde Gefühl zurück, wie nahtlos sämtliche Puzzleteilchen zusammenpassen.
"Wenn Sie mich fragen, ist das das langweiligste, überflüssigste Buch in der Geschichte dieses Teils der Galaxis", stöhnte Tad Williams nach sechsmaliger Überarbeitung des letzten Bandes von Otherland. Seine Leser werden ihm widersprechen. Lauthals. --Felix Darwin
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Viel ist schon geschrieben worden zu den vier Büchern, dass ich nicht wiederholen möchte. Ich möchte nur kurz beschreiben, was mir an diesen Büchern so viel Spaß gemacht hat, dass ich es die letzten vierhundert Seiten von Seite zu Seite bedauert habe, das Buch enden zu sehen.
Williams spielt mit literarischen Vorbildern, dass es eine wahre Freude ist & nebenbei reizt, kurz etwas nachzulesen; oder -wenn es denn möglich wäre- in den ein oder anderen Film hineinzuschauen. Dieses Spielen meine ich durchaus wortwörtlich: unübersehbar sind bspw. im zweiten Band die Anspielungen auf den Zauberer von OZ; aber aus gut wird böse: man denke nur an den furchtsamen Löwen und den Mann aus Blech, der sich ein Herz wünscht (und erinnert Emily 22813 nicht sehr an die von Judy Garland gespielte Dorothy Gayle?).
So geht es in allen vier Bänden in einem fort: die Anspielungen auf Homer, Shakespeare, E.A. Poe, Lewis Carroll, J.R.R. Tolkien, die griechische und ägyptische Mythologie, die Artus-Saga, Parzifal, Dante Alighieri uswusf. sind unübersehbar. Zum Teil weist Tad Williams auch mit einem ganzen Lattenzaun darauf hin. Aber er übernimmt eben nicht nur: er spielt, er verändert - trotz der vielfältigen Anspielungen und Hinweise wird Otherland nicht vorhersehbar, weil es ‚anders' ist.
So gibt es in diesem Buch viele verbindende Hinweise, denen nachzugehen Spaß macht, die zu entdecken mir viel Freude bereitet hat. (nur weil ich es nicht lassen kann: nehmt z. B. die Zahl „9" und ihre Bedeutung für dieses Buch: Tolkien; die neun großen Götter der ägyptischen Mythologie; die Gralsbruderschaft usw.) Als letztes Beispiel vielleicht noch: Florimel ist sicher, das Gedicht aus der „gurnemanzschen Sammlung" zu kennen: Gurnemanz ist der alte Gralsritter aus dem Parzifal - von hier führt eine Spur zu Wagner & zur Bedeutung der Musik für die vier Bände, aber auch zu Stanley Kubrick.
Zu Stanley Kubrick führen viele Spuren: Dread weckt Erinnerungen an „Uhrwerk Orange", deshalb eben auch nur fast ein Happy-End; der „himmlische Lichtfluß" erinnert an Hal („Öffne das Schleusentor") und damit an „2001: Odyssee im Weltraum" und von hier geht die Spur zurück ... Nein, Schluß - sonst ist kein Ende zu finden.
Ich hoffe, niemanden abgeschreckt zu haben, denn vermutlich kann Otherland gelesen werden, ohne diesen Spuren nachzugehen, aber glaubt mir: es macht viel mehr Spaß -um es mit Lewis Carroll zu sagen- dem Kaninchen hinterherzustürzen, ohne zu bedenken, wie um alles in der Welt man wieder herauskommen kann.
grossartig!
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