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Otherland. Bd.1: Stadt der goldenen Schatten [Gebundene Ausgabe]

Tad Williams , Hans-Ulrich Möhring
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (162 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 26,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

Juli 2004
Otherland: Die Welt, in der die Phantasie Realität wird – und sich das größte Abenteuer aller Zeiten ereignet … Mit „Stadt der goldenen Schatten“ beginnt die ultimative Fantasy-Saga der Gegenwart: Millionenfach verkauft und zuletzt auch als Hörspiel ein überragender Erfolg, ist Tad Williams’ „Otherland“ an erzählerischer Wucht und phantastischem Ideenreichtum nur mit J. R. R. Tolkiens „Herr der Ringe“ zu vergleichen.

Ausgezeichnet mit dem CORINE 2004 Future-Preis


-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Otherland. Bd.1: Stadt der goldenen Schatten + Otherland Bd.2: Fluss aus blauem Feuer + Otherland Bd.3: Berg aus schwarzem Glas
Preis für alle drei: EUR 80,85

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 919 Seiten
  • Verlag: Klett-Cotta /J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachflg; Auflage: 7. Auflage (Juli 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3608934219
  • ISBN-13: 978-3608934212
  • Größe und/oder Gewicht: 22,7 x 15,4 x 6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (162 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 35.661 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Tad Williams, der bisher vor allem durch seine Fantasy-Romane auffiel, legt mit Otherland seinen ersten Abstecher in den Bereich der Science-fiction vor. Otherland, mit großem Werbeaufwand in den Markt gedrückt, dürfte jedoch vor allem Tad-Williams-Fans ansprechen.

50 Jahre in der Zukunft schaut die Welt auch nicht viel anders aus als heute, sieht man einmal davon ab, daß ein Teil der Menschheit einen großen Teil seiner Zeit in virtuellen Welten verbringt. Ein großer Teil der Menschheit? Nein, nur die, die es sich leisten können, natürlich. Wie gesagt, viel hat sich nicht geändert. Nicht jeder Bereich des weltumspannenden Datennetzes steht jedem Benutzer offen, nur wer das virtuelle Äquivalent eines teuren Anzugs trägt und die Online-Gebühren bezahlen kann, wird überhaupt erst in die besseren Gegenden eingelassen.

Renie Sulaweyo ist nicht so privilegiert, obwohl sie an einer südafrikanischen Hochschule den Umgang mit der virtuellen Realität lehrt. Als ihr kleiner Bruder während eines Ausflugs in für ihn eigentlich gesperrte Bereiche der Datenwelt aus unerklärlichen Gründen ins Koma fällt, bleibt ihr nichts anderes übrig, als auf unkonventionelle Hilfsmittel zurückzugreifen, um nach einer Rettung für ihn zu suchen. Ihr Schüler, der Buschmann !Xabbu, einer der letzten Vertreter der Ureinwohner Südafrikas, hilft ihr dabei. Bei ihrer Suche haben sie die Vision einer fabelhaften goldenen Stadt, die für kurze Zeit in der virtuellen Realität erscheint. Diese Vision erscheint nicht nur ihnen, sondern auch anderen Menschen, die ebenfalls versuchen, das Rätsel der goldenen Stadt zu lösen.

Unterdessen teilen immer mehr Kinder das Schicksal von Renies Bruder. Womit wir bei der Weltverschwörung wären, dem Zentralen Bösewicht und Kern der Handlung. Eben diese Verschwörung, die sich die "Bruderschaft des Grals" nennt, und aus den mächtigsten Männern der Welt gebildet wird, benötigt die Kinder für Otherland, ein von ihnen erschaffenes gigantisches Simulationsnetzwerk. Otherlands virtuelle Welten wirken dermaßen realistisch, daß Benutzer sie praktisch nicht mehr von der Wirklichkeit unterscheiden können. Die Ziele der Verschwörung werden nicht explizit benannt, aber der Leser kann es sich leicht zusammenreimen: uneingeschränkte Macht und Unsterblichkeit, das Übliche eben. Den Weltuntergang planen sie ebenfalls.

Fazit: Bleibt Williams zu Beginn noch recht konservativ und plausibel was die technischen Möglichkeiten seiner Zukunftswelt angeht, begibt er sich mit fortschreitender Seitenzahl zunehmend auf das Gebiet der Fantasy. Eine böse, außerweltliche Kraft steckt im Kern der Bruderschaft, und von den verschiedenen virtuellen Welten, durch die seine Charaktere stolpern, wirkt eine phantastischer als die andere.

Hier ist der Autor in seinem Element, und das Buch wird an diesen Stellen auch deutlich spannender als beispielsweise auf den ersten paar hundert Seiten, in denen Renie dem Buschmann !Xabbu, und damit gleichzeitig dem Leser, ein paar Lektionen darüber erteilt, wie Tad Williams' Vorstellungen von virtueller Realität funktionieren.

Hier erzählt uns der Autor wenig Neues über ein Thema, das in der SF ja schon des öfteren behandelt wurde. Zwar zeigt er später, daß er durchaus einige nette Einfälle hat, aber die Vorbereitungsphase gerät deutlich langweiliger als nötig.

Die Charaktere sind Williams Stärke, sie haben sehr menschliche Schwächen und Bedürfnisse, und gerade der Kontrast zwischen dem spirituellen, naturverbundenen !Xabbu und Renie, die ganz praxisnah versucht, einfach nur ihre Familie durchzubringen, zeigt dies deutlich. Leider sind die Protagonisten auf mindestens vier getrennte Handlungsstränge verteilt, die alle um die Aufmerksamkeit des Lesers kämpfen.

Otherland. Stadt der goldenen Schatten ist der erste Teil einer Tetralogie. Da mag es kaum überraschen, daß am Ende des ersten Bandes ein ganzes Knäuel von unaufgelösten Handlungsfäden übrig bleibt. Überraschen könnte es aber, daß auch sonst kaum etwas passiert ist. Nicht, daß Williams seine 912 Seiten nicht gefüllt hätte, aber während die diversen Protagonisten versuchen, zum Kern der Verschwörung vorzudringen, bleiben sie leider meist Spielball des Geschehens. Nur selten bietet sich ihnen eine neue Einsicht oder gar die Möglichkeit, zu handeln. Immerhin, am Ende des Buches kommen sie alle zusammen und stellen fest, daß sie gemeinsame Ziele haben. Aber das war's dann auch schon, die Kernhandlung ist kaum ein Stück weiter vorangetrieben worden und der Leser fragt sich, worauf das wohl alles hinauslaufen wird.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann man Otherland. Die Stadt der goldenen Schatten wohl nur Tad-Williams-Fans empfehlen. Zwar spricht Otherland durch seine vielen verschiedenen Charaktere theoretisch eine breite Leserschicht an -- hier findet jeder jemanden, mit dem er/sie sich identifizieren kann --, aber der erste Band für sich genommen bietet kein besonders befriedigendes Leseerlebnis, und auch der hohe Preis (etwa 200,- DM für alle vier Bände) dürfte manche abschrecken.

Der Verkauf von Otherland wird durch eine große Werbekampagne, auch im Internet, unterstützt. Aber auch wenn es dort behauptet wird, Otherland ist sicherlich nicht der Herr der Ringe des 21. Jahrhunderts -- dazu ist es nicht bahnbrechend genug, und Cyberpunk ist es auch nicht, dazu sind die Charaktere zu stark in Gute und Böse polarisiert und die Geschichte mit zu vielen Fantasy-Elementen durchsetzt. --Michael Matzer

Pressestimmen

»Irgendwo im Nirgendwo Doch, es gibt noch Bücher, deren Lektüre Bedürfnisse wie Hunger oder Müdigkeit vergessen macht. Eines davon hat der amerikanische Autor Tad Williams geschrieben, der nebenbei auch Drehbücher und Comics veröffentlicht: "Otherland". Vollmundig angekündigt als "Herr der Ringe des 21. Jahrhunderts", erscheint mit Stadt der goldenen Schatten der erste Band einer Tetralogie, die gleichzeitig "Cyberspace-Saga", Thriller und Fantasy-Roman sein will. Und tatsächlich weiß der Autor seine komplexe Materie ungeheuer packend zu gestalten. Angesiedelt in einer nahen Zukunft handelt die Geschichte von mysteriösen Krankheitsfällen unter jugendlichen, die den Großteil ihrer Zeit im Cyberspace verbringen. Haben skrupellose Kriminelle ihre Seelen geraubt und wenn ja, was haben sie damit vor? Diese Fragen versucht eine junge Informatikdozentin zu klären, deren Bruder ebenfalls im Koma dahindämmert.. Bei ihren Abenteuern im Computernetz stößt sie bald auf Anzeichen einer weltweiten Verschwörung. Gekonnt verwendet Williams zur Ausgestaltung dieser unwirklichen Wirklichkeiten das naheliegende Material, das von ägyptischer Mythologie über "Alice im Wunderland" bis zum "Herr der Ringe" und zurück reicht und daher natürlich in seinem schillernden Spiel mit Symbolen und Archetypen weniger durch Subtilität als durch die Macht der halluzinatorischen Bilderflut überzeugt. Dummerweise hielt es der Autor nicht für nötig, zu einem Schluß zu kommen. So enden dramatisch eingeläutete Erzählstränge irgendwo im Nirgendwo und werden, so Williams will, irgendwann im zweiten, dritten oder vierten Band wieder aufgenommen. Aber mag man bis ins 21. Jahrhundert auf ein Buch warten, das auf der Stelle verschlungen werden will?« Gunnar Lützow (Berliner Morgenpost, 19.07.1998) »Eine Dichterlesung im alten Stil war das nicht, was da im Theaterhaus über die Bühne ging. Eher der Auftritt eines Popstars. ... Die Kids jedenfalls hat Tad Williams im Sturm erobert.« Rolf Spinnler (Stuttgarter Zeitung, 15.10.1998) »Ritter des Virtuellen Gral im Netz: Eine großangelegte Cyberspace-Saga von Tad Williams Renie Sulawayo ist Dozentin an der Technischen Hochschule in Durban. Sie bringt ihren Studenten den kreativen Umgang mit der Virtuellen Realität näher. Die längst üblichen Neuronalverbindungen mit dem Netz vermitteln Sinneseindrücke wie im wirklichen Leben. Sogar virtuelles Essen und Trinken ist möglich. Da man sich autodidaktisch sehr viel Wissen über das Netz aneignen kann, gibt es keine überfüllten Hörsäle mehr, und Renie unterrichtet nur einen einzigen, äußerst talentierten Studenten. !Xabbu ist von seiner Abstammung her ein Buschmann. Diese kleinwüchsigen Ureinwohner Afrikas sind im Aussterben begriffen, und !Xabbu will für die Nachwelt eine Computersimulation entwickeln, die sein Volk wenigstens virtuell am Leben erhält. Renies dreizehnjähriger Bruder Stephen ist, wie alle Kinder seines Alters, besonders von den Abenteuerspielen im Netz angetan. Übertroffen wird diese Lust am Spiel höchstens noch von der Möglichkeit, sich in fremde Systeme hinein zu hacken. Von einem dieser Ausflüge kommt Stephen allerdings nicht mehr zurück. Er liegt seitdem im Koma. Renie stellt zusammen mit dem schamanisch begabten !Xabbu Nachforschungen an. Dabei findet sie heraus, das Stephen nicht das einzige Opfer dieser ?Krankheit? ist. Kurz darauf werden sie und ihr Vater beinahe Opfer eines Bombenanschlags ... Mit ?Otherland - Stadt der goldenen Schatten? wird der erste Band einer vierteiligen Cyberspace-Saga vorgelegt, der äußerst vielversprechend ist. Tad Williams hat, so paradox das für die Science-fiction klingen mag, mit diesem Werk Neuland betreten und womöglich sogar eine eigene Subgattung begründet. Dazu bediente er sich, wie in der Postmoderne üblich, mehrerer Stilmittel und Vorbilder. Was die Grundlagen seiner Welt angeht - vom Netz bis hin zum Cyberspace - stand wohl eindeutig William Gibson Pate, für den soliden Aufbau der Geschichte aber liegen die Wurzeln am entgegengesetzten Ende des Science-Fiction-Spektrums. bei J.R.R. Tolkien. Der geniale, obgleich naheliegende Kunstgriff: Williams nutzt die von Drehbüchern her entlehnte Schnitt-Technik, um in fesselnder Manier scheinbar völlig unabhängig voneinander exisitierende Erzählfäden aufzurollen und deren Protagonisten zuletzt doch noch auf eine Ebene, nämlich die Netzebene zu bringen. Dabei gelingt es ihm derart überzeugend, die »Wirklichkeiten« zu verwischen und für überraschende Wendungen zu sorgen, daß man auch als Leser die »Verrückbarkeit« virtueller Dimensionen nachvollzieht. Ein@ horizonterweiternder Vorzug i der weltumspannenden Netzebene ist zu- dem´ daß die Haupthandlungsträger aus nies Südafrika stammen. Am Ende bleiben zwei Fragen offen: Wie ist Paül jonas aus den ?wirklichen? Schützengräben im Jahre 1918 in die virtuelle Realität gelangt? Und wie werden neun lndi dualisten mit den über- mächtigen Hütem des Grals fertig, obwohl sie mit dem Rücken an der virtuellen Wand stehen und einen Verräter unter sich haben?« Ulrich Karger (Der Tagesspiegel, 06.09.1998) »In einem andern Land Der amerikanische Fantasy-Autor Tad Williams erobert mit einer monumentalen Geschichte das Internet. Der «Innere Distrikt» heisst die virtuelle Stadt. Zehn Millionen Einwohner hat sie die Mächtigen der Erde. Denn nur Reiche können sich die teure Rechenzeit für eine Simulator-Figur leisten, welche sie in der Mega-City standesgemäss repräsentiert. Stephen, ein südafrikanischer Teenager, verschafft sich mit einem Hacker-Trick Zugang zum Distrikt. Ihn lockt der schillernde Klub «Mister J´s», Doch nicht Vergnügen wird ihm in der labyrinthischen Villa zuteil, sondern Unheil. Irgendetwas, irgendjemand packt sein Hirn. Nicht einmal der Notfall-Ausstiegsknopf hilft. In der realen Welt liegt Stephen fortan im Koma. Ein Geheimbund geht um im Netz, ein virtueller Drache frisst die Kinder der Welt. «Otherland», Fantasy-Vierteiler des Amerikaners Tad Williams, zeigt die Abgründe der Virtual Reality 21. Jahrhundert. Nächstens erscheint auf Deutsch Teil eins, «Stadt der goldenen Schatten». Über 900 Seiten lang ist der erste Teil, denn «Otherland» ist ein monumentales Projekt. Williams, 41, der mit früheren Romanen zwei Millionen Auflage erzielte und die US-Buch-Top-Ten eroberte, wird von Kritikern «Der Tolkien der 90er» genannt. John Ronald Reuel Tolkien, mythenforschender Oxfordprofessor, publizierte 1954/55 die Trilogie «Der Herr der Ringe». Die Hobbits, kindlich-fröhliche Zwerge, und ihr Kampf gegen die Schwarzen Reiter des finsteren Reichs Mordor, davon handelt Tolkiens Kunstepos. Es ist bis heute der Standard der Fantasy-Literatur. Und es ist mehr als tausend Seiten lang. Fantasy-Leser schätzen verzweigte Geschichten, in denen man sich mit allen Gefühlen, mit Abenteuerlust und Gruseln über lange Lesestunden hinweg einrichtet. Gut und Böse im Clinch, auch in Williams´ gigantischer, intelligent konstruierter und vielschichtigen Geschichte geht´s darum. Dass der Kalifornier seine Story im Netz ansiedelt, ist nur logisch; er ist Teilhaber einer Firma, die mit Multimedia und interaktivem Fernsehen geschäftet. Die Netzwelt hat in Williams´ 21. Jahrhundert viel Gewicht gewonnen. Simulations-Apparaturen imitieren Realität zu einem hohen Grad. Wasser etwa gaukeln sie einem mit allerlei Sensoren und «neurokanularen Implantaten» so sinnlich vor, dass man es nass und kalt über die Hand fliessen spürt. Kein Wunder, sind in den ersten Jahren der neuen Technologie viele Leute umgekommen. Das Nichts scheint real, doch es löscht nicht den realen Durst. Der Fortschritt hat aber durchaus Vorteile. Viele Leute halten sich elektronische Assistenten. Der kranke, ans Bett gefesselte Junge Orlando etwa gebietet über einen spinnenbeinigen «Agenten» namens Beezle, der ihm Informationen im beschafft, Botengänge im Netz erledigt, in der schnoddrigen Sprache eines New-Yorker Taxifahrers kommuniziert und - eigentlich so etwas wie se in bester Freund ist. Orlandos Mutter ahnt nichts von dem digitalen Faktotum. Ebenso fantasievoll sind andere Gestalten, die Williams ersonnen hat. Zusammen mit Renie, der Schwester des komatösen Stephen, wird der junge Buschmann !Xabbu aus dem Okawango-Becken, vertraut mit alten Menschenmythen, zum Streiter gegen die alptraumhaften Bösen. Der Avatar Thargor ist ein Söldner aus dem Computerspiel, mit einem Runenschwert bewehrt, stets zum Kampf bereit. Der Soldat Paul Jonas scheint direkt von den Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges in den virtuellen Raum geraten. Dann ist da der «Alte Mann», Anführer der Netz-Geheimloge. Er hat nicht nur die Fähigkeit, Distrikt-Besucher in einer Art Zentralnervensystem-Hypnose seelisch und geistig gefangen zu nehmen. Seine Häscher schwärmen auch ins reale Leben aus, legen Bomben, verwischen Spuren in Computersystemen, töten Widersacher. Der alte Mann tritt am liebsten als Osiris, Mumiengott des Alten Ägypten, auf den Bildschirm. Seiner Entourage bleibt nichts anderes übrig, als den Kult mitzumachen. Sie lebt ohnehin in steter Angst, den Krokodilen vorgeworfen zu werden. Den realen vielleicht, vielleicht aber auch den fiktiven. Der Unterschied verwischt sich. Tolkien im Zeitalter der Virtualität.« Thomas Widmer (Facts, 20.08.1998) »Bestseller-Autor Tad Williams schildert Phantasiewelten im Cyberspace, die ideenreich, spannend und gleichzeitig so berauschend sind, wie es bisher nur Tolkien gelungen ist.« (Online Today, 01.08.1998) »Dieser Cyber-Roman ist eine rasante Fahrt durch Träume, reale Welt und virtuelle Szenen, so spannend erzählt, das jede Station schon genug Stoff abgäbe für eine eigene Science-fiction.« (Konr@d, 01.08.1998)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von arfe
Format:Taschenbuch
Ich habe mir die Otherland-Serie geholt, weil sie mir von verschiedenen Seiten empfohlen wurde und insgesamt wurden diese hohen Erwartungen nur teilweise bestätigt.

Meiner Meinung bietet der Stoff von Otherland sehr großes Potential, dies zeigt sich in der glaubwürdigen, sehr detaillierten Darstellung dieses ‚Universums’ und der verstrickten, wendungsreichen Handlung.

Der Fehler Williams liegt jedoch bei der Länge der Bände: Die Auflösung aller Fragen erwartet den Leser erst nach >3000 Seiten. Zeitweilig durchreisen die Protagonisten ohne erkennbaren Grund (es wirkt recht beliebig, alles andere als zielstrebig) verschiedene 'Welten', wobei jeweils ~100 Seiten zu lesen sind nur damit ein Schlüsselereignis stattfindet, welches die Handlung weiter bringt. Es wird dabei zur Regel, dass die Charaktere aussichtlosen Situation (mal wieder) ganz knapp entkommen. Das an sich ist kein Problem, macht eher das Buch spannend, verliert aber nicht erst beim 10. Mal an Glaubwürdigkeit. Auflockerungen bieten hierbei der Wechsel der Perspektive, oft mehrmals je Kapitel. Dadurch wird immens Spannung an manchen stellen durch cliffhanger aufgebaut, kann aber auch zum Teil nerven, da an einer spannenden Stelle zu einem anderen Handlungsstrang gewechselt wird, der für den Leser zum Teil alles andere als interessant in diesem Moment ist. Gut gelungen sind die Nachrichten-Einschübe zu Beginn jedes Kapitels, diese versetzen einen vor allem zu Beginn der Bücher in die Welt von Otherland.

Fazit: Otherland ist lesenwert, für alle, die in eine sehr detaillierte, fantastische und zukunftskritische Welt kombiniert mit einer interessanten Kernhandlung eintauchen wollen und nicht vor den zum Teil langen ‚Durststrecken’ in der Mitte der Reihe zurückschrecken.
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72 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überlegen Sie gut, bevor Sie anfangen!!! 8. November 2001
Von H. Heneke
Format:Gebundene Ausgabe
Vor ein paar Stunden habe ich den vierten Teil von Williams' monmentalem Cyper-Epos beendet, allerdings in englischer Sprache. Daher möchte ich jeden warnen, der mit dem Gedanken spielt, mit "Stadt der Goldenen Schatten" zu beginnen: Die Otherland-Tetralogie verlangt dem Leser viel Kraft und Durchhaltevermögen ab, weil man nach dem Ende des erstens Teils wie süchtig nach Auflösung der Geschichte verlangen wird. Wer es bis dorthin schafft, wird nicht umhin können, den Rest auch zu lesen, egal wie oft man das Buch auch für immer weglegen möchte.

Williams' Charaktere, auch die Nebencharaktere, sind vielschichtig, ungewöhnlich und interessant. Williams selbst hat sich seit Memory, Sorrow & Thorn literarisch weiterentwickelt und präsentiert dem geneigten Leser amtosphärisch dichte Phantasie-Welten, bisweilen sogar in einem recht sprachgewaltigen, bildhaften Stil. Außerdem ist seine Sicht der nahen Zukunft, der des Informationszeitalters, stimmig und nachvollziehbar, wenn auch nicht in allen Aspekten wünschenswert. Trotz Cyberpunk & SF bleibt Williams größtenteils im Rahmen der Vorstellbarkeit, zumindest was das RL (Real Life) angeht. Das mögen alles gute Gründe sein, sich des Werkes anzunehmen, und jedem, der die nun folgenden Kritikpunkte für weniger relevant hält, kann ich die Lektüre nur wärmstens ans Herz legen.

Deutliche Schwächen gibt es im Plot, oder vielmehr bei der Aufrechterhaltung des Spannungsbogens. Am Ende des ersten Teils sind die meisten Fragen gestellt - unsere Hauptcharaktere befinden sich mittem im Getummel einer immer verrückter werdenden Geschichte: Welche Rolle spielt der mysteriöse Mr. Sellars ? Wer ist der verlorene Paul Jonas, der sich selbst nich zu kennen scheint ? Welche Ziele verfolgt die mysteriöse Gralsbruderschaft, ein weltweites konspiratives Konsortium aus Industriemagnaten, und ihr Kopf, der reichste und älteste Mann der Welt - Felix Jongleur ? Und was hat das alles mit dem Zustand von Renies (eine der Hauptakteure) Bruder zu tun ? Der Leser hat, wie die Charaktere, viele dunkle Vorahnungen, aber nur wenig Greifbares in der Hand.

Als Leser hofft man, einige Antworten in Teil 2 zu erhalten... und wird bitter enttäuscht. Dieser ist der schwächste der vier Teile. Die Akteure werden durch eine Vielzahl virtueller Welten geschleudert, die Anlehnungen an Märchen, Mysterien, Sagen und Geschichte in sich vereinigen. Diese sind für sich Kleinode schrifstellerischer Imagination, doch als man sich dem Ende zweiten Teils nähert, hat man zwar viele dieser Welten mit den Charakteren bereist - mehr oder weniger willentlich -, aber immer noch keine wirklichen Antworten. Das Prinzip "Trenne die Gruppe und beschäftige den Leser damit, wie sich die Teilgruppen wiederfinden" hat Williams dabei deutlich überstrapaziert, und den nach Aufklärung lechzenden Leser gleich mit: Es kostet Kraft, diesen zweiten Teil zu beenden - weniger wäre deutlich mehr gewesen.

Leider geht es auch in Teil 3 nicht viel besser weiter. Immer mehr Fragen, immer mehr Verwirrung bis Williams - endlich - im letzten Drittel wieder zur Sache kommt. Langsam verknüpfen sich die Handlungstränge, und damit passen auch die einzelnen Mosaiksteine endlich zusammen. Der Übergang zum letzten Teil ist fast nahtlos, und hier geht es nun wirklich los. Williams treibt die Handlung extrem schnell voran, und jagt von einem zum anderen Höhepunkt - man möchte während keiner der 900 Seiten das Buch zur Seite legen. Harte Arbeit wird belohnt - es gibt endlich die ersehnten Antworten, und alles ist noch viel, viel unglaublicher, als man bisher vermuten konnte.

Wer gewillt ist, sich auf diese lange, faszinierende Reise nach Otherland zu begeben, wird im vierten Teil endlich für die Mühen entschädigt. Und wenn man die letzte Seite umdreht, beschleicht einen der allbekannte Wehmut, dass diese grandiose Geschichte nun zu Ende ist.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Techno-Fantasy mit Phantasie 30. November 2004
Format:Gebundene Ausgabe
Tad Williams legt hier ein äusserst spannendes Abenteuer vor. Er schafft es gleich von Anfang an, eine Neugier aufzubauen, die einen in der Roman-Welt und der darin enthaltenen virtuellen Welt gefangen hält. Ein absolut internationales Buch, Williams hat sich offenbar Mühe gegeben, die Protagonisten gleichmässig auf die Kulturen zu verteilen.
Wer sich schon selbst Gedanken über die weitere Entwicklung der Computer und den damit verbundenen Möglichkeiten gemacht hat, wird hier sicher einige seiner Ideen wiederfinden.
So wurde der derzeitige Stand der Technik konsequent weitergedacht und endet in einer virtuellen Welt, die an der Schwelle zur Perfektion steht.
Dieses Buch wird viele ansprechen. Sowohl die Computerspieler, die hier ihre Träume wahr werden sehen, wie die Kulturkritiker, die befürchten, das die menschliche Kommunikation verkümmert. Kritikern als auch Techno-Jüngern wird Stoff über tausende von Seiten gegeben, um ihre eigenen Gedanken und Fantasien zu vervollständigen oder auch zu hinterfragen. Die technologischen Unterschiede zwischen Nord und Süd nehmen zu, angesichts der Komplexität und Realitätsnähe dieser Welten scheint es für viele zunehmend auch eine Alternative zur realen Welt. Die Grenzen zwischen Mensch und Maschine verschwimmen.

In diesem Rahmen bewegen sich die Helden und Bösewichte um einander zu bekämpfen. Und dieser epische Kampf findet in der Realität als auch in der Virtualität statt. Die Fülle von Figuren lässt einen gerade am Anfang ab und an den Überblick verlieren.
Leider gelange ich im zweiten und vor allem im dritten Band stellenweise zur Einsicht, hier mussten Seiten gefüllt werden. M.E. hätten es drei Bände genauso getan. Die Geschichte hätte nichts dadurch verloren. Das bleibt aber einer der wenigen Kritikpunkte in diesem sonst sehr faszinierenden Werk. Vielleicht hat es das Zeug zu einem Klassiker.

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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Klasse Buch
ICh habe mir das Hörbuch nun schon zum xten mal angehört.
Nun wolte ich das Buch das noch ausfürlicher ist lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 25 Tagen von Riedel Tobias veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen In der Kürze liegt die Würze
Nachdem ich Band Eins zufällig gelesen hatte, war ich natürlich neugierig auf die weitere Handlung. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Pangur veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Völlig überbewertet
Es ist schlicht falsch, Williams mit Tolkien zu vergleichen. Otherland ist eine nette Idee - aber auch nicht mehr. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Nicolas veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Kaufempfehlung!
Dieses Buch ist zwar anfangs sehr verwirrend, bis man mal dahinter gekommen ist, wie alles zusammen hängt, aber dafür liefert es einem eine Atemberaubende Story. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Sascha Jaap veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Uninspiriert
Die "Otherland"-Serie ist nach dem populärem Schema vieler Fortsetzungsromane geschrieben - kreiere eine fantastische Welt, überlege Dir einen zentralen Konflikt und... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Veruschka veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen otherland
Absolut empfehlenswert. Richtig spannende Geschichte kann es nicht aus der Hand legen. Otherland soll auch 2014 in die Kinos kommen also schnell lesen......
Vor 6 Monaten von nico veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Faszinierende Sogwirkung
Die wohl umfangreichste Erzählung über ein Leben im virtuellen Raum ist Tad Williams Monumentalwerk »Otherland«. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von W. R. Frieling veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen sehr spannende Cybergeschichte
Das erste Buch das ich von Tad Williams gelesen habe war "Die Stimme der Finsternis". Dieses Buch hat mich damals erst auf diesen Autor gestoßen. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von frannyfranky veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Gähnende Langeweile
Die Otherland Serie ist das erste, was ich von Tad Williams gelesen habe.
Oder besser gesagt, das erste, was ich begonnen habe zu lesen, denn fertig geworden bin ich damit... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Elia veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Gute Geschichte aber zu kompliziert geschrieben
Also die Story ist absolut genial da gibt es gar keine Frage, aber 90% vom Buch sind in komplizierte Schachtesätze verpackt, das es teilweise schwerfällt der Story zu... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Bullyide veröffentlicht
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