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Otello: Tragödie
 
 
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Otello: Tragödie [Taschenbuch]

Unbekannt
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 112 Seiten
  • Verlag: Reclam (1. Januar 1995)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150000211
  • ISBN-13: 978-3150000212
  • Größe und/oder Gewicht: 14,7 x 9,6 x 0,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 96.431 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Othello, das heißt Liebe und Hass, Verrat, Verzweiflung, naives Vertrauen und Tod.
Othello, Moor von Venedig zieht Neider magisch an. Einer davon ist Jago, der mit listigen Lügen einige gegen Othello aufhetzt und alles so aussehen lässt, als ob Othellos Frau Desdemona ein Verhältnis mit Cassio hätte. Und Othello glaubt den trügerischen Beweisen. Wut, Verzweiflung und Hass begleiten das Ende des Buches, als Othello sich an allen rächt - schließlich an sich selbst.

Dieses Buch zeigt unheimliche Tiefe, wunderschöne, imposante Texte und ein unglaublich verstrickte Story. Von Anfang an des Buches herrscht bereits eine düstere Stimmung, bereits in Szene 1 plant Jago Othello zu vernichten und langsam, ganz langsam spinnt er immer mehr Fäden, bis sein Plan schließlich perfekt ist.
Mich persönlich erschreckt diese Kälte, mit der Jago Cassio und seine eigene Frau Emilia gegen seinen Feind ausspielt und Emilia schließlich auch tötet. Und mich erschreckt die Naivität mit der Othello seinem Fähnrich Vertrauen schenkt.
Dieses Buch ist faszinierend erschreckend.
Und deshalb empfehle ich es wirklich jedem. Es regt sehr zum Nachdenken an und ist einfach lesenswert

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Der Mohr von Venedig. So der Untertitel eines Schauspiels, welches den Erfolg eines Schwarzens erzählt, nämlich Othellos Erfolg, der unterminiert wird durch eine latente Eifersucht von Jago, der in das gleiche Mädchen, Othellos spätere Frau verliebt ist.

Was muss ein Schwarzer machen in einer Gesellschaft von Weißen? Er muss gegen seine Andersartigkeit kämpfen, er muss sich beweisen und mehr können als alle anderen, um an die Spitze zu kommen. Er, Othello, ist nicht hineingeboren in diese Gesellschaft Veneziens sondern muss sich mit seiner Minderwertigkeit auseinandersetzten und diese im Erfolg besiegen. Und nichts anderes als ein Sieg ist seine Liebe zu und seine Heirat mit Desdemona, die als Weiße und Hübsche ihm den Erfolg eines Mannes gibt. Und Jago weiß um diesen Zustand und nimmt die Schwäche Othellos als übertragene Stärke und spielt ein Ränkespiel um Eifersucht, die nicht minder seine Minderwertigkeit, gefühlt und tatsächlich darstellt, nämlich nicht die Gunst Desdemonas gewinnen zu können. Diese liebt Othello über alles und über alles muss nun Jago Othello seinerseits die Wucht der Eifersucht einpflanzen, damit Othello sich nun seinerseits in der Liebe zusätzlich minderwertig fühlen muss. Und damit nimmt das Schicksal seinen Lauf. Nämlich die vermeintlich grobe Haltung von Schwarzen, nicht gesehen im Erfolg von Othello, nimmt ihn gefangen, er wird vom Schwarzen zum eifersüchtigen Neger, der sich nicht im Zaum hat. Und der auf der Höhe seiner Eifersucht nur noch in der Lage ist, Desdemona zu töten. Er tötet auch seine Eifersucht, zementiert damit seine Minderwertigkeit, hier nicht mehr als eigenes Gefühl, sondern tatsächlich als Mörder.

"Was nicht zu retten, laß dem falschen Glück,
Und gib Geduld für Kränkung ihm zurück.
Zum Raube lächeln, heißt den Dieb bestehlen,
Doch selbst beraubst du dich durch nutzlos Quälen."

Kein Rat konnte Othello helfen, er war verstrickt in die vorgestellte Wirklichkeit.

Weiterhin ist es Stück über Sein und Schein. "Ihre Taten haben Ihren Worten auch nicht zugehört" , da zeigt man sich und denkt doch anders, oder in einem seiner Sonette taucht es wieder auf "Wie Eva's Apfel wirst du sein, entspricht dein Wesen nicht dem schönen Schein."

Das Stadttheater Aachen hat den Mohr in weiß und als Weißer auftreten lassen. Deutlich abgehoben von allen anderen, herausragend, Siegertyp. Und nur in der Sprache vom Neger war klar, dass er als schwarzer Emporkömmling agierte. Und schwarz wurde er, als er Desdemona ermordete. Ein Chiasmus erster Klasse. Ohne die eigentliche Tragik zu verlieren, nämlich das Gefühl der Minderwertigkeit, wurde nur die Haltung vom Kampf um den Sieg getauscht gegen den Strudel der Eifersucht. Wunderbar. Shakespeares Othello, im November 1604 in London uraufgeführt, 400 Jahre später genau so aktuell.

Shakespeare schreibt in seinen Sonetten von eternal lines, von ewigen Zeilen, die ihn überdauern. Wie wahr! Ein Genie!
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othello 5. August 2010
Von sady
Format:Taschenbuch
dieses werk macht wieder einmal deutlich, wie manipulierbar wir doch sind.
eigentlich erschreckend wie manche menschen das zu ihren gunsten nützen.
alles in allem ein wunderbares werk für einen nachmittag, welches material liefert
mehrere nachmittage darüber nachzudenken und mit anderen zu diskutieren. einfach lesenswert, wie fast alle shakespear werke
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