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Ostpunk! too much future
 
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Ostpunk! too much future

Carsten Fiebeler , Michael Boehlke    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 7,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Regisseur(e): Carsten Fiebeler, Michael Boehlke
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Englisch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Indigo
  • Erscheinungstermin: 28. März 2008
  • Produktionsjahr: 2006
  • Spieldauer: 93 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000WPJN38
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 20.546 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Dokumentarfilm über die Punkszene der DDR: Ein Musik- und Gesellschaftsporträt.

Produktbeschreibungen

OSTPUNK!-TOO MUCH FUTURE

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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr gutes Zeitdokument 5. November 2010
Von Frank F. TOP 500 REZENSENT
'Hippiekultur, dett war für mich datt Allerletzte.' Dieses ist eines der Zitate, das innerhalb der Dokumentation ausgesprochen wird. Der Vergleich zum Anfang der Westdeutschen Punkbewegung liegt natürlich nahe. Nicht zuletzt wurde im Westen 1976/77 stark gegen das Hippiedenken rebelliert. Der Schlag aus der Hose entfernt und mit Songs wie Zurück zum Beton gegen das Ökodenken gesteuert. Weit weg vom Thema, es geht schließlich um den Punk in Ostberlin. Die Doku lässt die damaligen Beteiligten, die in den frühen Punkbands der DDR aktiv waren, zu Worte kommen. Weit weg vom geschliffenen Spät-DDR Sound der Skeptiker wurde in der Anfangszeit des Punks in der DDR unverblümter unkonventioneller 2 Akkorde Punk gespielt.

Der Film zeigt, dass es nicht einfach für die Punks in der DDR war, da sie zweifelsohne zu den Staatsfeinden Nummer Eins gehörten und demnach für ihre Äußerungen in Erziehungsheime gesteckt wurden. Punk im Osten, war im Gegensatz zum Punk im Westen ein gewagtes Unterfangen. Was nachträglich den Westpunk, eher als ein Spiel der Auflehnung erscheinen lässt, da es keine derartigen Konsequenzen gab, wie es in der DDR der Fall war.

Lobenswert ist, dass z.B. Nina Hagen unerwähnt bleibt. Eine Sache die die Macher der Reportage auszeichnet, da sie die Basis des DDR Punks beleuchtet und nicht den Kommerz.

Der Ostpunk ist genauso leise gegangen, wie er gekommen ist, heißt es innerhalb eines Interviews. Des weiteren wird erwähnt, dass die Obrigkeit kein Mittel gegen ihn fand und den Punk deshalb unterwanderte.

Sehr interessantes Zeitdokument, das sich auf Bodenständige Aussagen von Bodenständigen Ex Punks stützt.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ingmar
Der Film behandelt ein hochspannendes Thema: Punk- Rock in der DDR!
Denn: ja, es gab ihn wirklich; und in machen Gegenden der DDR hatte er zeitweise durchaus viele Anhänger!
Schon in den 70er Jahren bildeten sich hier die ersten Bands, mit Namen wie "Schleimkeim", "Betonromantik", "Wutanfall", "Planlos", u.a.m., die auf diese neue Musik durch das Hören von West- Radio aufmerksam geworden waren.
Von Anfang an waren diese Bands und ihr provokatives Outfit und rebellisches Verhalten für die Stasi ein Dorn im Auge; verstießen diese Bands und ihre Anhänger doch gleich gegen mehrere Staatsbürger- Doktrinen und Gesetze. Auf jeden Fall waren sie ganz und gar nicht staatskonform, völlig unangepasst, individualistisch und teilweise tatsächlich sogar kriminell, und galten als asozial.
Den Punks ging es darum, gegen die vielen staatlich verordneten Zwänge und Verpflichtungen in der DDR zu protestieren: FDJ, Angepasst sein, Arbeitszwang, Verbot, so zu leben wie man wollte, sich entsprechend zu kleiden, und vor allem die entsprechende Musik zu hören; Militärdienst.
Der Staat tat alles, um diese Jugend- Bewegung zu ersticken: Jugendliche kamen in Jugendgefängnisse, Erziehungsanstalten, wurden früher zum Militär einberufen, wurden von der Stasi beobachtet und schließlich unterwandert (es gab leider genügend "Verräter" unter den Punks, die sich bereitwillig als IM's anwerben ließen!). Manche kamen gar für Jahre ins Gefängnis! Einige wurden in den Westen abgeschoben.
Wirklich bemerkenswert ist, dass sich viele der Punk- Bands nicht haben unterkriegen lassen; sie haben ihr Ding weitergemacht, trotz, oder gerade wegen der staatlichen Repression.
Allerdings war Punk immer nur eine Sub- Kultur. Die große Revolultion musste so ausbleiben. Nichtsdestotrotz protestierte man auf seine Art; z.B. auch durch Ungehorsam und durch Ausleben seiner eigenen Kultur.
Allerdings haben die Punks durch ihre Verweigerungs- Haltung und ihren Kampf gegen das Regime, den sie (allerdings weitgehend friedlich) aufnehmen mussten, weil sie von diesem sehr stark verfolgt wurden, auch während Demonstrationen, die "Wende" in der DDR begünstigt und auch aktiv unterstützt!

Der Film porträtiert 6 bekannte ehemalige Mitglieder von Punkrock- Bands (z.T. machen sie noch immer Musik), und zeichnet ihren höchst unterschiedlichen WEg nach; dabei ist einer Türsteher (mit krimineller Vergangenheit) geworden; Einer ist Gerüstbauer; Einer engagiert sich gar politisch im Stadtrat; Cornelia Schleime ist gar stark beachtete Künstlerin, vor allem Malerei, geworden, die vor einiger Zeit sogar eine Professur auf Lebenszeit für Kunst ausgeschlagen hat (!!!); ....

Viele der Protagonisten haben sich bereits von ihrer Vergangenheit disstanziert; dem Punkrock sind sie aber jeder auf seine Art ncoh irgendwie verbunden geblieben. Alle erzählen davon, was es bedeutete, in der DDR Punkrocker zu sein.

Der Film besteht hauptsächlich aus Interviews und Statements der Protagonisten. Manchmal wird etwas Musik gespielt, und einige Bilder über Punks in der DDR gezeigt.
Leider ist der Film dadurch so ziemlich langweilig geworden, obwohl sich an dessen Entstehung einige Punkrocker beteiligt hatten.
Ich hätte mir mehr szenische Sequenzen gewünscht. Auch sind die Aussagen der Protagonisten in den Interviews oft relativ belanglos.
Das ist schade. Denn sonst wäre dem Zuschauer noch viel bewusster gemacht worden, was es bedeutete, Punkrocker in der DDR zu sein!

Für Kenner oder Teilnehmer der Punk- Szene in der DDR wird der Film wenig Neues zeigen.

Der Film bietet noch einige Extras: einige Songs (mittlerer Qualität), einige (ziemlich belanglose), zusätzliche Interviews, Fotos.

Nichtsdestotrotz ein interessantes Dokument über und von Punkrockern aus der DDR; vor allem für Leute, die sich dafür interessieren, aber noch nichts über diese Thematik wussten!
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