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Ostpreußens Schicksalsjahre 1944-1948
 
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Ostpreußens Schicksalsjahre 1944-1948 [Gebundene Ausgabe]

Ruth Kibelka
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 358 Seiten
  • Verlag: Aufbau-Verlag; Auflage: 2 (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 335102505X
  • ISBN-13: 978-3351025052
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 13,4 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.083.417 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ruth Kibelka
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der Titel des Buches ist leicht irreführend. Ruth Kibelka behandelt nicht das Schicksal Ostpreußens als Ganzes, sondern beschränkt sich auf das Memelland und das Königsberger -- heute Kaliningrader -- Gebiet. Auf die beiden deutschen Territorien also, die nach dem Zweiten Weltkrieg als einzige an die UdSSR angeschlossen wurden. Der heute zu Polen gehörende südliche Teil Ostpreußens bleibt dagegen ausgeklammert.

Die Autorin setzt eine Zäsur im Jahre 1948. Das hat gute Gründe. Ihr geht es weniger um Flucht und Vertreibung als vielmehr um die Frage, warum sich die sowjetische Besetzung in diesen beiden Gebieten so unterschiedlich auf die deutsche Bevölkerung auswirkte. Warum wurden die Königsberger 1947/48 vertrieben, während zum gleichen Zeitpunkt die Mehrzahl der Memelländer aus Deutschland in ihre Heimat zurückkehren durfte? Und hätte es für die damaligen Entscheidungen Alternativen geben können?

Gestützt auf russische Akten arbeitet Kibelka nun erstmals die differenzierten Situationen der deutschen Einwohnerschaft des Memellandes und des nördlichen Ostpreußens detailliert heraus. Sie beschreibt den unterschiedlichen Sowjetisierungsprozess der Gebiete und zeigt, dass die Besatzungsbehörden zunächst noch über keine verbindliche bevölkerungspolitische Konzeption verfügten. Erst im Herbst 1947 war das Schicksal der Deutschen nördlich und südlich der Memel endgültig besiegelt.

Bislang wurde die Situation der Zivilbevölkerung in Ostpreußen meist als reine Leidensgeschichte geschrieben, ohne den Handlungsspielraum der Deutschen und den gesellschaftspolitischen Hintergrund der nachfolgenden Besatzungszeit näher auszuloten. Dieses Defizit wird mit der vorliegenden Studie beseitig. Die Leiden der Bevölkerung werden freilich auch von Kibelka nicht verschwiegen. Sie schildert sehr eindringlich die Gräueltaten der Roten Armee, die Beutezüge der "Trophäenkommandos", und die "Säuberung" der Gebiete durch die Geheimpolizei. Auch damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels deutsch-russischer Geschichte. --Stephan Fingerle

Kurzbeschreibung

Die Geschichte der Ostpreußen, die die Nachkriegszeit in Kaliningrad und im Memelgebiet erlebten, war lange nahezu unbekannt. Ruth Kibelka schildert erstmals die Umbrüche jener Jahre aus der Perspektive der Betroffenen. Nach der Eroberung Ostpreußens durch die Rote Armee war die Zivilbevölkerung der Willkür der Sowjets ausgesetzt. Aus Königsberg wurde Kaliningrad. Mehrere zehntausend Deutsche starben den Hungertod, Deportation und Zwangskollektivierung waren an der Tagesordnung.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Eine Beschreibung der Zeit in Ostpreussen und dem Memelland vom Zeitpunkt des Einmarsches der sowjetischen Armee bis zur Ausweisung der Deutschen. Dabei wurden viele neue Quellen ausgewertet, der Anhang ist sehr umfangreich und beeindruckt durch den Umfang, in dem auch polnisch-, litauisch- und russischsprachige Dokumente von der Autorin ausgewertet wurden. Über das Thema des behandelten Zeitabschnitts hinaus bietet das Verstehen andersartiger Verwaltungs- und Denkabläufe Gelegenheit, heutige Vorgänge in dieser Region besser verstehen zu können. Besonders wenn man im westlichen Teil Deutschlands aufgewachsen ist, bietet dieses Buch eine Chance, anders geprägte Denkmuster in ihrer Tiefe zu begreifen.
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