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Ostpreußen: Geschichte und Mythos
 
 
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Ostpreußen: Geschichte und Mythos [Broschiert]

Andreas Kossert
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 448 Seiten
  • Verlag: Pantheon Verlag; Auflage: 4 (16. Februar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570550206
  • ISBN-13: 978-3570550205
  • Größe und/oder Gewicht: 19,8 x 12,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 147.648 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Andreas Kossert
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Es gibt viele Gründe, Andreas Kosserts Buch über Ostpreußen ausgiebig zu loben. Eine derart vielschichtige Darstellung möchte man einem erst fünfunddreißigjährigen Historiker gar nicht zutrauen. Über seine eigentliche Profession hinaus beweist Kossert auch Fähigkeiten als Gedächtnistheoretiker, Erinnerungsforscher, historischer Semantiker, Literaturhistoriker, vor allem aber als Dekonstrukteur von Mythen und Ideologien. Frei von den Ideologisierungen der Nachkriegszeit zeigt der Antitotalitarismus dieses Buches die Ankunft einer viel versprechenden neuen Historikergeneration.« (Süddeutsche Zeitung )

»Es gibt wohl keine Region Europas, deren Vergangenheit so in nationale Mythen gekleidet ist wie Ostpreußen. Dass dies auch Chancen bietet, belegt Andreas Kossert mit einer neuen, großartigen Gesamtdarstellung der Geschichte Ostpreußens.« (Berliner Zeitung )

»Unter der zahlreichen neueren Ostpreußen-Literatur ragt Andreas Kosserts Geschichtsschreibung deutlich hervor, weil er als erster die Historie Ostpreußens aus dem Spannungsfeld politischer Anspruchsbetrachtung herausholt.« (Nordkurier )

Kurzbeschreibung

Endlich ist der Blick frei für ein neues Ostpreußenbild.

Ostpreußens Kultur- und Geistesgeschichte haben ganz Europa bereichert. Doch in der Nachkriegszeit blieb Ostpreußen ein Mythos. Andreas Kossert erzählt die tausendjährige Geschichte Ostpreußens erstmals ohne die politisch bedingten Verzerrungen, die den Umgang mit Ostpreußen lange prägten. Erst das Auflösen nationalstaatlicher Perspektiven ermöglicht eine differenzierte Darstellung der faszinierenden Vergangenheit dieses Landes zwischen Weichsel und Memel.



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35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Danke für dieses Buch! 24. Februar 2006
Von Ulrich Hartmann TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Dieses Buch hat mir gerade noch gefehlt - so sehr, daß ich es in wenigen Stunden, bis nachts um halb drei, verschlungen habe, was einem bei einem Sachbuch nicht so oft passiert. Der Autor versucht, eine Geschichte Ostpreußens, jenseits der üblichen nationalistischen Verzerrungen, ob von deutscher, polnischer, litauischer oder russischer Seite, zu schreiben, meist sachlich im Ton und doch voller Liebe zu seinem Gegenstand. Er nimmt uns hinein in die Faszination über die reiche Kultur, die jenem scheinbar so abgelegenen Landstrich entsprossen ist (man staunt immer wieder, welche bekannten Persönlichkeiten alle aus Ostpreußen stammen!), und er stellt vor allem die große Vielfalt, die Begegnung deutscher, polnischer und baltischer Kultur, dar, die das Land prägte - bis sie durch den aufkeimenden Nationalismus erst geleugnet und dann zerstört wurde, wobei der Autor hier keine Seite von der Kritik ausnimmt.
Ein ganz wichtiges Buch, denn die Geschichte Ostpreußens ist ein Teil unserer deutschen Geschichte, gerade weil sie so ganz anders ist als die Geschichte Mittel- und Westdeutschlands, ein Teil, den wir um unserer selbst willen, aber auch wegen des Verhältnisses zu unseren Nachbarn, nicht vergessen dürfen.
Das Buch hat einen überschaubaren Umfang; die Darstellung ist deshalb stellenweise naturgemäß nur kursorisch. Erfreulich ist, daß die Bedeutung der Kirchengeschichte für die Geschichte Ostpreußens angemessenen Raum einnimmt. Der Autor scheint sich hier durchaus auszukennen, obwohl man sich über die Bezeichung "Laienpriester" für Gemeinschaftsprediger ein wenig wundert.
Landkarten vermißt man schmerzlich. Sie wären hilfreicher gewesen als die eher zufällig ausgewählten und in schlechter Qualität abgedruckten Bilder.
Ein Fehler, den ich entdeckt habe: Matthias Erzberger war kein Jude, auch wenn ihn seine Feinde wohl als einen bezeichnet haben. Aber ein historisches Werk ganz ohne Fehler gibt es wahrscheinlich nicht.
Alles in allem: dem Autor und dem Verlag ein großes Dankeschön für dieses Buch, zumal es auch noch in der "alten" Rechtschreibung gedruckt ist.
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31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Nach Marion Gräfin Dönhoffs diversen auf persönlichem Schicksal fußenden Klassikern, den Reiseberichten aus der Nachkriegszeit von Wolfgang Ignée, Christian Graf von Krockow und Klaus Bednarz haben sich historisch und politologisch umfassender und vielschichtiger zuletzt Jürgen Manthey und vor allem der 1970 geborene Historiker, Politologe und Slawist Andreas Kossert der Thematik angenommen.

Kosserts neues Buch hat in seine Betrachtungen auch polnische, litauische und russische Quellen einbezogen. Dabei wird deutlich, daß Ostpreußen auch im kollektiven Gedächtnis dieser Nachbarvölker eine besondere Rolle spielt. Hören Polen und Litauer von Tannenberg – das polnische Grunwald und litauische Žalgiris – so denken sie in erster Linie an den polnisch-litauischen Triumph über den Deutschen Orden im Jahre 1410 und nicht wie die Deutschen an Hindenburgs Sieg in der Schlacht von 1914 gegen die russischen Armeen. Auf allen Seiten überwog eben bis 1989 eine einseitige, nationale Geschichtsschreibung. Hiervon unterscheidet sich Kosserts Darstellung, da sie Ostpreußen als wesentlichen Bestandteil nicht deutscher, sondern europäischer Geschichte ansieht. Losgelöst von nationalen Deutungsmustern präsentiert der junge Autor ein vielschichtiges Land, das mit seiner Widersprüchlichkeit und seinem Facettenreichtum fasziniert.

So führt uns der 1970 geborene Historiker, Politologe und Slawist in 15 Kapiteln durch die wechselhafte Geschichte Ostpreußens angefangen von seiner ersten Besiedelung durch die dem Land seinen Namen gebenden baltischen Pruzzen, seiner Christianisierung durch den von polnischer Seite ins Land gerufene deutsche Orden, der für 300 Jahre die gestaltende Kraft in der Region war. Aus polnischer Lehenshoheit entbunden fiel es später an Brandenburg, wurde Teil des Königreiches Preußen und im 18. Jahrhundert durch die Pest stark entvölkert durch Kolonisten aus der Schweiz, der Pfalz, Nassau und Salzburg neu besiedelt. Nach Eingliederung des Ermlandes 1772 infolge der 1. Teilung Polens nahm die ostpreußische Landwirtschaft einen starken Aufschwung. In Königsberg mit seiner Universität als Mittelpunkt blühte im 18. und 19. Jahrhundert das deutsche Geistesleben.

Der Autor eröffnet einen neuen Blick auf Ostpreußen. So war diese Kulturlandschaft seit der Zeit des Deutschen Ordens keineswegs ausschließlich deutsch geprägt, sondern vom Süden her immer auch polnisch und – was oft vergessen wird – vom Norden her im Bereich des Memellandes auch litauisch. Das Zusammenleben multilingualer Menschen funktionierte in diesem multiethnischen Ostpreußen zu Zeiten preußischer Liberalität und Toleranz. Erst zur Bismarckzeit nach Gründung des Deutschen Reiches setzte eine Germanisierungspolitik ein, die alle nichtdeutschen Bevölkerungsteile zurückdrängen wollte. Die fatalen Folgen dieser und erst recht jener Politik während der nationalsozialistischen Zeit sieht man recht gut, wenn man die instruktive Karte von 1920 im vorderen Buchteil mit jener nach 1991 am Ende des Buches vergleicht.

Kosserts Schreibstil ist trotz aller aus zahlreichen Quellen gründlich recherchierten historischer Fakten und gelegentlicher Wahlstatistiken flüssig. Der Text wird immer wieder aufgelockert durch Zitate aus Gedichten (u.a. für das berühmte Ännchen von Tharau), Briefen und zeitgenössischen Gesangbüchern (mit dem ermländischen Herz – Jesu – Lied) sowie zahlreiche illustrative Schwarzweißabbildungen von Gemälden, Urkunden, Postkarten und Fotografien. Den positiven Gesamteindruck rundet der geschmackvolle farbige Schutzeinband mit Motiven Königsbergs und der Niddener Düne ab.

Fazit: Wer sich umfassend über die wechselhafte Geschichte Ostpreußens informieren will, ist mit dem trotz akribischer Recherche gut lesbarem Buch bestens bedient. Das umfassende 395 seitige Werk sucht seinesgleichen. Kossert hat einen Meilenstein gesetzt, an dem kein anderer Autor zukünftig unbeeindruckt vorbeigehen kann.

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40 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein überfälliges Buch 25. Oktober 2005
Format:Taschenbuch
Andreas Kosserts "Ostpreußen - Geschichte und Mythos" ist eine außerordentlich kluge, geradlinige und fast liebevoll geschriebene Gesamtdarstellung der wechselvollen Geschichte dieses bis heute mit diffusen Sehnsüchten überfrachteten Landes.

Kossert leistet endlich einmal das, was viel zu viele Historiker vor ihm versäumten: Er betrachtet Ostpreußen weder durch die linke noch durch die rechte Brille, und er macht sich auch nicht "den deutschen" oder "den polnischen" Blickwinkel zu eigen, sondern zeigt dem Leser eine großartige, facettenreiche Kulturlandschaft, die für Deutsche, Polen und Litauer (die übrigens meistens vergessen werden - auch dies ist eine Leistung dieses Buches!) über viele Jahrhunderte zum wesentlichen Bestandteil ihrer kulturellen und nationalen Identität geworden ist.

Was Andreas Kossert hingegen nicht beabsichtigt, ist, die verschiedenen nationalen Mythen zu bedienen, die sich um Tannenberg/Grunwald, Nemmersdorf usw. ranken. Im Gegenteil: Es geht ihm darum, die objektive Geschichte Ostpreußens von diesen Mythen zu trennen, da sie es waren, die einer in die Zukunft weisenden Betrachtung dieses wunderschönen Landstrichs immer im Wege standen.

So mag der Untertitel des Buches leider manchen auf die falsche Fährte locken, wie das bei "Media-Mania" der Fall gewesen zu sein scheint. Wer sich an alten, deutschen Mythen berauschen möchte, sollte dieses Buch tatsächlich lieber nicht kaufen.

Das schmälert den Verdienst Andreas Kosserts jedoch keinesfalls. Er hat eine im besten Sinne zeitgemäße, moderne Geschichte Ostpreußens verfasst, die endlich den Weg frei räumt für einen unverkrampfteren und damit ehrlicheren Blick auf die Vergangenheit und die Gegenwart dieses Land im Herzen Europas.

Ein überfälliges, ganz ausgezeichnetes Buch.

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Ausgezeichnet!
Wer mal alles über Ostpreußen wissen will, findet in diesem Buch alles genau erklärt und beschrieben: vom Anfang der Geschichte Ostpreußens bis zum Ende und... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Claudine veröffentlicht
Ostpreußen, Geschichte und Mythos
Dieses Buch müßte zum Schulbuch erklärt werden, um Generationen aufzuklären, wie irrsinnig Kriege sind... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. April 2010 von Uta Schambien
Pflichtlektüre für Ostpreusseninteressierte
Kossert hat eine ausgezeichnete Geschichte Ostpreussens von den Anfängen bis zur Gegenwart vorgelegt. Gut lesbar, detailreich, fundiert und umfassend. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Dezember 2009 von MTG
Ursprung und Ende einer preussischen Provinz
2005 erschien in jetzt 3.Auflage beim renommierten Siedler-Verlag eine umfangreiche und realistische Darstellung der Geschichte Ostpreußens aus der Feder von Andreas Kossert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Dezember 2008 von Dr. Eberhard Scharffetter
Wertvoll
Ein wertvolles, ein notwendiges Buch. Es dient den Fakten. Nur die zählen. So ist Kosserts Werk frei von aller emotionalen Überladung. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Juli 2007 von J. Rave
Hier lebten einst Ännchen und Immanuel!
Andreas Kossert befasst sich detailliert mit der Geschichte Ostpreußens und hütet sich erfreulicherweise davor landsmannschaftliche Töne anzuschlagen, stattdessen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Dezember 2005 von Helga König
Von Mythos keine Spur
Das könnte spannend sein, ist es aber nicht. Andreas Kossert mag ein großartiges Historiker sein und über die wissenschaftliche Richtigkeit seiner Fakten muss an... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Oktober 2005 von Media-Mania
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