Seine Bücher machen süchtig!
Die Ostfriesenfalle ist spannend, von der ersten bis
zur letzten Seite und besticht durch die genaue
Beobachtung der Menschen.
Das sind die Leser und Fans ja bereits gewohnt,
trotzdem schafft Klaus-Peter Wolf es, noch eins "draufzusetzen."
Immerhin ist dies bereits der fünfte Fall für
Ann Kathrin Klaasen und Frank Weller.
Wieder wird der Leser sofort in die Handlung "hinein gesogen."
Die Achse Borkum - New York: Wie kommt Markus Poppinga ins Restaurant
Ben Ash in Manhattan? Eine Klassenkameradin will ihn dort gesehen haben.
Wie ist das möglich? Markus ist vor drei Jahren tot in
seiner Wohnung auf Borkum gefunden worden.
Seine Eltern haben ihn eindeutig identifiziert.
Die trauernde Mutter trägt die Überreste ihres Sohnes
an einer Kette um den Hals. Wer ist also der Mann,
dessen Asche zu einem bläulich schimmernden
Diamanten gepresst und in Herzchenform geschliffen wurde?
Dieser Frage geht das einzigartige und beliebte Duo Klaasen/ Weller nach.
Die Kommissarin ist dem Leser vertraut, symphatisch, nah.
Es sind die Figuren, die uns mitnehmen, auf diese spannende "Reise."
Besonders Ann Kathrin Klaasen überzeugt immer wieder,
hat sie profane Sorgen, wie wir. Da kann auch,
im Eifer des Gefechts, eine selbst gemachte Ostfriesentorte
auf den Boden klatschen und beim Kauf einer neuen Torte der Strafzettel
für das Falschparken schon unter dem Scheibenwischer kleben.
Mit diesem Kleinkram hält eine Klaasen sich jedoch nicht lange auf.
Sie hat Wichtigeres zu tun. Ihre bei Kollegen oft unpopulären Gedanken
bringen ihr Ärger ein. Dennoch lässt sie sich nicht ablenken, steuern, manipulieren.
"Der Gedanke, der ihr jetzt als einzig logische Schlussfolgerung
erschien, war so ungeheuerlich, dass sie es nicht wagte,
ihn jetzt und hier ungeschützt auszusprechen,
nicht einmal ihm väterlichen Freund Ubbo Heide gegenüber.
Sie brauchte Zeit, musste sich selbst erst einmal mit dem Thema befassen."
Klaus Peter Wolf klärt den Leser über alle Dinge auf,
die er wissen muss und greift auf die einzigartige Fähigkeit zurück,
mit Worten jonglieren zu können!
Dieses Buch kann man nicht wieder aus der Hand legen.
Es bereitet, im wahrsten Sinne des Wortes, schlaflose Nächte.
Fazit: Genial. Wir freuen uns auf den sechsten Fall
und scharren mit den Hufen.