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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine Art Schutzprogramm,
Von Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen (#1 HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 50 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Osterie d'Italia 2010/11: Über 1.700 Adressen ausgewählt und empfohlen von SLOW FOOD (Gastronomische Reiseführer) (Taschenbuch)
Aufschlussreicher als jeder Klappentext ist der dreiseitige Dialog zwischen Paola Gho und Carlo Petrini zum zwanzigsten Geburtstag ihres Restaurantführers. Als sich die beiden vor zwei Jahrzehnten im Cantarelli in Samboseto trafen, kamen sie auf die Idee, solche Lokale gegen die aufkommende Nouvelle Cuisine und Fast Food Kultur zu schützen. Auch wenn das Cantarelli überlebte, ohne im Führer der Slow Food Vereinigung Aufnahme gefunden zu haben, haben die Erfinder dieses Gastroführers einen wichtigen Beitrag zur Rettung einer bedrohten Kultur geleistet. Sie sind aber auch selbstkritisch genug, um zu erkennen, dass der Erfolg des Buches bestimmte Trends beschleunigte, die ihnen eigentlich nicht behagen. Denn ein Modell-Ambiente kann so stark zum Zwangsvorbild werden, dass Geselligkeit und Einfachheit zu kurz kommen. Sie wünschen sich deshalb für das 21. Jahrhundert, dass ein bestimmter Stil wiederbelebt wird, der soziale Netzwerke fördert und eine Trattoria zum zweiten Zuhause macht. Statt nur auf Speisen, Weine, Öle und Mineralwasser zu schauen, sollte wieder mehr berücksichtigt werden, ob jemand zur Gitarre greift oder Geschichten über die Pokale und Wimpel in der Vitrine erzählt. Oder vielleicht sollten in künftigen Ausgaben wieder ehemalige Rubriken auftauchen wie: "Ich habe Lust auf..." oder "Zu finden bei..." Und junge Köche dürfen getrost dazu ermuntert werden, nebst Traditionsgerichten vermehrt Experimentelles anzubieten. Man kann also gespannt sein, wie sich dieser beliebte Gastroführer weiterentwickelt.Wie lässt sich ein Restaurantführer bewerten, in dem über 1'700 Betriebe vorgestellt werden? Denn selbst die reiselustigsten und gefräßigsten Leser können die Beurteilungen der zahlreichen Mitarbeiter nicht persönlich überprüfen. Also gehen wohl die meisten Kritiker so vor wie ich. Sie suchen sich im umfangreichen Register Regionen und Küchen aus, die sie bereits kennen. Dann vergleichen sie die Eindrücke anderer mit den eigenen und hoffen, dass Tagesschwankungen keine allzu große Rolle spielten. Da ich acht Jahre in Italien lebte und arbeitete, hatte ich immerhin den Vorteil, etliche der vorgestellten Betriebe bereits zu kennen. Aber wie stark Kritiken auch von Gefühlen beeinflusst werden, merkte ich auf Seite 624. Denn nie hätte ich erwartet, auf mein zweites Zuhause während meiner Romjahre zu stoßen. Und so erfuhr ich, dass Gabriella und Giuseppe noch immer in Amt und Würde sind, Marco, dem ich gegen Naturalien die ersten Gitarregriffe beibrachte, nun die Gäste betreut und Giuseppe weiterhin römische Spezialitäten empfiehlt. Leser ohne persönlichen Bezug zu dieser Trattoria erfahren außer der Adresse auch die Ruhe- und Ferientage, die offizielle Anzahl der Plätze, die Preisspanne, die Möglichkeiten der Bezahlung und die Klassiker bei den Primi, Secondi, Beilagen und Desserts. Zudem trifft er auch bei dieser Osteria-Beschreibung auf ein Symbol, das auf interessante Geschäfte in der nahen Umgebung aufmerksam macht. Ob Giuseppe kulinarische Banausen, die löffelweise Parmesan über die Spaghetti vongole schütten, noch immer höflich auf andere Lokale aufmerksam macht, steht allerdings nicht. Da ich es nicht besonders mag, wenn ich bei einem Restaurant- oder Hotelführer Dutzende von Symbolen im Kopf behalten oder dauernd blättern muss, gefiel mir die Beschränkung auf ganz wenige Zeichen. Schön und außergewöhnlich fand ich, dass bei der Emilia-Romagna auf drei Seiten Adressen von Imbissbuden aufgeführt sind, wo man leckere romagnolische Piadina bekommt, wofür das Synonym Sandwich nun wirklich eine Beleidigung ist. Beispielhaft finde ich zudem das ausführliche kulinarische Lexikon, das auf vierzig Seiten alle wesentlichen Begriffe der italienischen Küche kurz und knapp erklärt. Mein Fazit: Vom Umfang und Gewicht her alles andere als handlich enthält dieser Führer so viele empfehlenswerte Adressen, dass seine Besitzer mit große Wahrscheinlichkeit in jeder Region eine Osteria finden, die ihnen in guter Erinnerung bleibt. Und wer trotz sorgfältiger Recherchen der vielen Mitarbeiter auf eine Niete stoßen sollte, macht einfach die Erfahrung, dass in einer Küche dieser Art noch immer Menschen stehen, deren Tagesform sich nicht voraussagen lässt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
amerikanisiert und teuer,
Rezension bezieht sich auf: Osterie d'Italia 2010/11: Über 1.700 Adressen ausgewählt und empfohlen von SLOW FOOD (Gastronomische Reiseführer) (Taschenbuch)
Unsere Reise ging vom Brenner bis nach Sizilien. Wir besuchten großteils nur durchschnittliche Osterien - tendenziell überteuerte und von amerikanischen Touristen heimgesuchte Restaurants (wahrscheinlich gibt es einen ähnlichen Reiseführer auch auf Englisch). Das Verhältnis zwischen Qualität und Preis hat des öfteren einfach nicht gepasst - war unverhältnismäßig (kleine Hauptspeisen EUR 20,0, welche nur aus Gemüse bestanden). Nur selten haben wir tatsächlich eine Osterie (nach dem Wortbegriff und eigenen Vorstellungen) vorgefunden - wenn dies jedoch der Fall war, so hat es zu 100 % gepasst. Das Problem ist, dass man sich als Ortsunkundiger auf den Führer verläßt und seine Augen nicht für anderes offen hält (wenn der Hunger schreit, so ist man für jeden Tipp dankbar ;o)). Man verläßt sich auf den Vorschlag. Es ist kein 100% reiner 5-Sterne-Führer. Osterie d'Italia 2010/11: Über 1.700 Adressen ausgewählt und empfohlen von SLOW FOOD (Gastronomische Reiseführer)
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unverzichtbar,
Rezension bezieht sich auf: Osterie d'Italia 2010/11: Über 1.700 Adressen ausgewählt und empfohlen von SLOW FOOD (Gastronomische Reiseführer) (Taschenbuch)
Dieses Buch wird,wie auch seine älteren Jahrgänge,wieder unser wichtigster Begleiter auf der nächsten kulinarischen Reise nach Italien sein. Besonders im Piemont, Venetien und Friaul haben wir viele Osterien etc. gefunden, zu denen wir immer gerne zurückkehren. Wir sind von den Empfehlungen noch nie enttäuscht worden! Ein Navi oder google maps sind beim Auffinden der Adressen sehr hilfreich, denn die Ortsangaben sind in Italien oft nur Bereichsangaben. Slow Food hat noch viele andere sehr informative Reiseführer für Italien herausgegeben. Ein wunderbarer Verein für Genießer!
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