Fast eine Freudsche Fehlleistung: das Werk von Fritz Wunderlich. Das Werk ist immer noch von Bach. Wunderlich verkauft sich gut, dann wird eben alles ausgegraben, was der Sänger je eingespielt hat.
Nun war Fritz Wunderlich sicher zu Beginn seiner Karriere ein ausgezeichneter Bach-Sänger, aber die Qualität einer Interpretation eines Werkes hängt bestimmt nicht nur von derjenigen eines einzigen Sängers ab. Angesichts der vorhandenen Konkurrenz zum Osteroratorium, sei es nun Parrott oder Herreweghe oder Suzuki wiegt die Mitwirkung von Wunderlich nicht den Umstand auf, dass heute Bach deutlich anders interpretiert wird als in den sechziger Jahren.
Wunderlich-Fans, es gibt deren viele, werden dies sammeln, andern seien die anderen Interpreten empfohlen.