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Ostende: 1936, Sommer der Freundschaft [Gebundene Ausgabe]

Volker Weidermann
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (28 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

8. März 2014
Stefan Zweig reist mit seiner Gelieb-ten Lotte und der Schreibmaschine an, Joseph Roth kommt trotz Schnapsverbot, um Ferien mit seinem besten Freund zu machen und zu schreiben. Er verliebt sich ein letztes Mal: in Irmgard Keun, die bloß wegwollte aus dem Land der Bücherverbrenner. So sonderbar die Freundschaft zwischen dem Millionär Zweig und dem be-gnadeten Trinker Roth ist, so über-raschend ist die Liebe zwischen Roth und der jungen, leidenschaft-lichen Keun. Es kommen noch mehr Schriftsteller nach Ostende. Sonne, Meer, Getränke – es könnte ein Urlaub unter Freunden sein. Wenn sich die politische Lage nicht täglich zuspitzte, wenn sie nicht alle verfolgt würden, ihre Bücher nicht verboten wären, wenn sie nicht ihre Heimat verloren hätten. Es sind Dichter auf der Flucht, Schriftsteller im Exil. Präzise, kenntnisreich und mitreißend erzählt Volker Weidermann von diesem Sommer kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, in dem Zweig, Roth und Keun noch einmal das Leben feiern, wie es nur die Verzweifelten können.

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Ostende: 1936, Sommer der Freundschaft + Das Buch der verbrannten Bücher + Lichtjahre. Eine kurze Geschichte der deutschen Literatur von 1945 bis heute
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer&Witsch (8. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462046004
  • ISBN-13: 978-3462046007
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 12,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (28 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.515 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Auf knapp 160 Seiten ist so ein beeindruckendes Stück Zeit- und Kulturgeschichte entstanden.«, Christine Westermann, vigo, 01.07.2014

»[Weidermann] zieht [...] kundig, beredt und mit der Kunst, Atmosphären zu erzeugen in die Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts hinein.«, Deutschlandradio Kultur, 06.05.2014

»Liebevoll und vorsichtig malt [Weidermann] sich und uns aus, wie es gewesen sein könnte in diesem Sommer des Abschiednehmens.«, Elke Heidenreich, Stern, 13.04.2014

»Weidermanns genauer Blick und sein großer Kenntnisreichtum machen den Band höchst lesenswert – ein bewegendes, durchaus melancholisches Sonderkapitel unserer Literaturgeschichte.«, WDR 3, 26.03.2014

»[...] ein faszinierendes Buch [...], das die zwar sehr heitere, aber eben ganz und gar nicht sorglose Atmosphäre dieses Sommers nachzeichnet, dabei glänzend recherchiert ist und hochinformativ [...].«, Die Welt, 22.03.2014

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Volker Weidermann, 1969 in Darmstadt geboren, studierte Politikwissenschaft und Germanistik in Heidelberg und Berlin. Er ist Literaturredakteur und Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und lebt in Berlin. Von ihm erschienen bei Kiepenheuer & Witsch: Max Frisch. Sein Leben, seine Bücher (2010), Das Buch der verbrannten Bücher (2008) und Lichtjahre (2006).

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Felix Richter TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Sie sind schon ein seltsames Paar, die zwei Freunde, die unterschiedlicher nicht sein könnten, der erfolgsverwöhnte, kontrollierte Stefan Zweig und der stets am Rande des Bankrotts entlang lavierende Alkoholiker Joseph Roth, radikaler Pazifist der eine, "begnadeter Hasser" der andere. Zweig, dem Verpflichtungen gegenüber anderen Menschen eigentlich ein Greuel sind, ist die Aufgabe zugefallen, seinen Freund vor sich selbst zu schützen, was im Wesentlichen heißt, ihn von der Flasche fern- und zum Schreiben anzuhalten, ein nahezu aussichtsloses Unterfangen, zumindest was das Trinken angeht (er wird einige Monate vor Kriegsbeginn daran zugrunde gehen).

Zweig hat Roth nach Ostende eingeladen, wo er den Sommer 1936 verbringt. Hier hat sich eine kleine Gruppe von deutschsprachigen Schriftstellern zusammengefunden, denen der Nationalsozialismus die Heimat geraubt hat; Egon Erwin Kisch, Arthur Koestler, Irmgard Keun, Hermann Kesten und Ernst Toller gehören dazu. Während Deutschland und die Welt unaufhaltsam auf die Katastrophe zusteuern, haben sie hier eine kleine Idylle gefunden, die meisten von ihnen zum letzten Mal, in der sie diskutieren, schreiben, hoffen und, allen voran die frischverliebten Roth und Keun, trinken können.

Liebevoll und mit großem Detailwissen beschreibt Volker Weidermann die komplizierte Freundschaft zwischen den Stefan Zweig und Joseph Roth. Mit einfachen, knappen Worten zeichnet er ein atmosphärisch dichtes Bild zweier Menschen, die sich trotz der immer deutlicher werdenden Aussichtslosigkeit ihrer Situation Charakterstärke, Motivation und Kreativität bewahren können, und ihres kleinen, aber feinen und bei all den Widrigkeiten erstaunlich lebensfrohen Freundeskreises.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckend 18. Juni 2014
Von HeikeM TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Im belgischen Küstenort Ostende treffen sich im Sommer 1936 Stefan Zweig und Joseph Roth, um dort gemeinsam die Ferien zu verbringen. Ich kenne die Biografien der beiden Literaten und habe immer wieder Probleme, mir diese beiden völlig unterschiedlichen Männer als Freunde vorzustellen. Joseph Roth zähle ich zu meinen Lieblingsautoren und auch Stefan Zweigs Werk schätze ich sehr. Die Runde wird durch Irmgard Keun, Hermann Kersten, Ernst oller und Egon Erwin Kisch komplettiert. Sie sind Emigranten, weil sie – bis auf Irmgard Keun – Juden sind, weil ihre Bücher in Deutschland nicht mehr verlegt werden. So nah sie sich im Geiste sind, so sehr unterscheiden sie sich in ihrem Leben. Ost-Jude, West-Jude, Nicht-Jude, armer Jude, reicher Jude, Trinker und Pazifist, Liebende, Lebende, Verzweifelte sind sie. Und sie sind Freunde, wenn auch diese Freundschaft, insbesondere die zwischen Zweig und Roth, argen Belastungsproben ausgesetzt ist.

Diesen Roman habe ich sehr genossen. Ich fühlte mich Roth, Zweig und den anderen so nah, wie ich es durch das bloße Lesen ihrer Biografien nie war. Beeindruckend dabei ist, das Volker Weidermann mir dieses Leseerlebnis auf nur 160 Seiten bescherte. Es gibt keine überflüssigen Worte oder Dialoge und schon gar keine Längen. Die Urlaubsidylle ist jedoch nur scheinbar. Das wird sehr deutlich, wenn man von jedem der Protagonisten mehr Hintergrundinformationen erhält. Dieser Rückzugsort ist wie ein Mantel des Schweigens, der ihre eigentlichen Sehnsüchte verhüllt. Sein besonderes Flair hat Ostende nur durch die Gemeinschaft.

Für mich war es sehr interessant, ein wenig an den Gedanken und Gefühlen dieser literarischen Gemeinschaft teilhaben zu können.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein trügerischer Frieden 8. März 2014
Von Amazon Kundenrezensionen TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ostende, ein feudales, aber recht günstiges Seebad im neutralen Belgien im Jahr 1936. Hier treffen sich im Sommer Schriftsteller, deren Bücher man in Deutschland verbrannt hat und die damit den größten Teil ihres "Marktes" verloren haben. Eine Rückkehr in das nationalsozialistische Deutschland (oder in das austrofaschistische Österreich - siehe Stefan Zweig) ist unmöglich); somit bleibt nur das Exil.
Für Stefan Zweig, den erfolgreichsten dieser Schriftsteller, ist es bereits "der zweite Juli". Er verbrachte bereits den Juli 1914 in Ostende; er erlebte die überstürzte Abreise der Gäste knapp vor dem Kriegsausbruch.
22 Jahre sind seither vergangen; Zweig ist weltberühmt und diszipliniert; sein Freund Joseph Roth ebenfalls genial (und schwer alkoholkrank). Eine sonderbare Freundschaft, ja Liebe verbindet die beiden Männer. Zweig finanziert Roth, der immer in Geldnöten ist (auch weil sein größter Erfolg - "Radetzkymarsch" - in Deutschland verboten ist). Sie lesen sich gegenseitig aus ihre Schaffen vor; ja, sie schreiben sogar manchmal für den anderen (der das Geschriebene dann umarbeitet).
Und dann kommt noch eine schöne, schwierige, selbstbewusste Frau nach Ostende: Irmgard Keun. Auch ihre Bücher sind - obwohl sie keine Jüdin ist - in Deutschland verboten ("Asphaltliteratur"), ebenso die von Egon Erwin Kisch, der unweit von Ostende im Hotel wohnt. Irmgard Keun und Joseph Roth verlieben sich ineinander. Kein Mensch kann das verstehen - aber die beiden verbindet (auch) das Trinken. Die Freundschaft zwischen Zweig und Roth ist nicht mehr so, wie sie einmal war...
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5.0 von 5 Sternen Die Tragik verfolgter jüdischer Autoren
Der biographische Roman ‚Ostende‘ von Volker Weidemann ist ein vielschichtiges Werk. Das Wort ‚Roman‘ kennzeichnet das Buch zu ungenau. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Tagen von Jaroschek veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Beeindruckend und beklemmend gut!
Mit seinem besonderen Schreibstil gelingt es Volker Weidermann auf ganz spezielle Weise ein beeindruckendes und zugleich beklemmendes Bild jener - nicht nur für Schriftsteller... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Begae veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Ostende
ich bin enttäuscht von Ostende. Ich hatte etwas anderes erwartet.
Mich interessiert die Geschichte, die sich um den 1. und 2. Weltkrieg rankt. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Elke veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein "dunkler Sommer" inmitten einer belgischen Strandidylle
Der Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung Volker Weidermann widmet sich in seinem jüngsten dokumentarischen Roman “Ostende, 1936″ der Freundschaft... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Klara Fall veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Lebensfäden, die sich in Ostende 1936 kurz verknoten
Ist es ein Buch über Stefan Zweig, ist es eins über Joseph Roth, vielleicht über deren Beziehung oder ist es eins über die Schriftsteller der Emigration nach... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Martin Kasperzyk veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Nettes Buch
Ein nettes Buch, schnell zu lesen, literarisch nicht sehr anspruchsvoll, interessant dann, wenn man aus beruflichen Gründen mit den genannten Persönlichkeiten (Keun,... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von k.o.b.k. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Erzählungen eines grossen Europäers
Dieser Bericht über den 1. Weltkrieg aus seiner Sicht und eigenen Erleben, der Ausbruch des Krieges wie ihn Künstler erlebten, und ihre Verbindungen fast... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von ihimmelreich02 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Nette Lektüre für den Urlaub
Ch. Westermann hatte das Buch in "FRAU TV" besprochen und geschwärmt. Aber wie sich oftmals zeigt, sind Geschmäcker verschieden. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von K. Rudolph veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen ganz ok
Fand es ganz lustig, allerdings nicht so gut wie gedacht. Geschmäcker sind eben verschieden, würde es nicht unbedingt noch mal bestellen.
Vor 3 Monaten von Bettina Decker-Pillen veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Ostende 1936,. Sommer der Freundschaft
Männer und Frauen inzwischen bekannt und berühmt in Literatur und Politik, jüdisch oder politisch durch das Naziregime verfolgt, treffen sich noch einmal auf... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Zölzer,Dr. Harald veröffentlicht
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