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Aber immer der Reihe nach: Hank Meyer, westdeutscher Privatdetektiv und Country-DJ, scheint sich im tiefsten Sachsen-Anhalt heftigst wohl zu fühlen. Jedenfalls säuft er sich dort zusammen mit seinen Kumpels, dem ebenfalls zugezogenen Nachrichtenredakteur Heuser und dem Heavy Metal begeisterten Kommissar Klepzig, um den Verstand und jagt zwischendurch Gewalttäter; oder versucht es zumindest.
Aktueller und erster literarisch verarbeiteter Fall: Gerda Lattke, erfolgreiche Funkhauskollegin aus dem Ersten Programm, wird tot aufgefunden -- mit einem Schlüpfer erwürgt. Ihr Sohn, gerade aus New Orleans auf Besuch, überzeugt Meyer mittels eines erklecklichen Geldbetrags, sich der Sache anzunehmen. Die Ermittlungen führen in den Sumpf der Stasi und in den von Louisiana. Und am Schluss ist klar: Vor der eigenen Vergangenheit weglaufen hilft nicht, irgendwann holt sie einen eh wieder ein. Also bleiben unsere wackeren Mannen daheim in "Dunkeldeutschland" und ihrer Stammkneipe treu.
Werte Zuhörer und Zuhörerinnen, bitte entschuldigen Sie den etwas saloppen Ton, aber nach über 200 Seiten Schnodderschnauze aus der Saale-Metropole muss man sich den Gebrauch der deutschen Sprache erst wieder erkämpfen. Zwar weiß Stefan Maelck durchaus eine Geschichte zu erzählen, er hat einen klaren, zynischen Blick für deutsch-deutsche Befindlichkeiten, aber irgendwann ist des Guten zu viel -- seine nicht wenigen zündenden Gedanken und Sprüche gehen im Klamauk-Dauerfeuer unter, seine durchaus lebensechten Figuren ertrinken in Klischees. Auch wenn mir ein Autor zutiefst sympathisch ist, der die Dame bei einem romantischen Tête-à-Tête Jackson Brownes Running On Empty auflegen lässt: Den nächsten Hank-Meyer-Krimi (der sich laut Klappentext bereits in Arbeit befindet) bitte etwas zurückhaltender. --Hannes Riffel
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Mord und Totschlag, Frauen und Stasi, Halle und Amerika,
Rezension bezieht sich auf: Ost Highway (Gebundene Ausgabe)
Mord und Totschlag, Frauen und Stasi, Halle und Amerika. Der Detektiv und Radiomann Hank Meyer verfolgt seinen Fall von der Saale bis zum Mississippi: Eine verdiente Heimatmoderatorin des Volkes wurde mit einem Triumph-Schlüpfer erwürgt, und Spuren führen bis zum Ku-Klux-Klan. Verzwackte, einst vom Geheimdienst der DDR mitverschuldete Verwandtschaftsbeziehungen sind schuld. Aber das knackt Hank erst nach unzählig vielen Drinks, Taxifahrten mit Duftbäumchen und Sumpftouren mit verrückten Ammis. Jede Menge coole Sprüche (teilweise ziemlich dicht gesät), schräge Vögel, Hessen-Beistand und schicke Zitate aus Country-Songs entschädigen für die etwas laxe Auflösung des Krimis. Darauf kommt es Meyer und Maelck nicht an. Stattdessen sollen Leserin und Leser Spaß haben - zum Beispiel an lustigen Telefonspielchen, Spätschäden durch Präsent 20 und Talkshows wie „Scheißosten".
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein sehr humorvoller Kriminalfall,
Von Oehler "290873" (Magdeburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Ost Highway: Ein Hank-Meyer-Roman (Taschenbuch)
Hank Meyer, ein Privatdetektiv aus dem Hessischen und gleichzeitiger Country- DJ, den es hauptberuflich nunmehr nach Halle in Sachsen- Anhalt verschlagen hat, wird von Jens Lattke beauftragt den Tod seiner Mutter Gerda Lattke, einer erfolgreichen ostdeutschen Radiomoderatorin, die mit einem Triumph-Schlüpfer erwürgt wurde, aufzuklären. Mit Hilfe seines Kumpels Heuser, eines ebenfalls zugezogenen Nachrichtenredakteur aus Hessen und dem Heavy Metal begeisterten Kommissar Klepzig begibt sich Meyer nunmehr auf die Suche nach dem Mörder. Diese Ermittlungen offenbaren Meyer und Heuser schließlich ein Familienschicksal, in welchem auch die Stasi ihre Finger im Spiel hatte und führen sie bis in die Sümpfe von Louisiana.So weit so gut. Stefan Maelck versucht in diesem Buch zwar und teilweise gelingt es ihm auch ganz gut, eine spannende Kriminalgeschichte zu erzählen, aber für Nicht- Country- Fans ist diese auf Dauer dann doch etwas anstrengend. Diese ständigen Zitate und Querverweise auf irgendwelche Countrytexte sind für mich jedenfalls ziemlich mühsam gewesen. Dagegen war aber der Humor, den Stefan Maelck in seinem Buch nicht nur dem Privatdetektiven Meyer, sondern auch dessen Kumpel Heuser und vor allem dem Kommissar Klepzig zuteil werden ließ einfach genial. Solch ein schwarzhumoriges und Komasaufendes Ermittlertrio habe ich bisher wirklich noch nicht kennen gelernt und geben deshalb diesem Buch eine ganz eigene Note. Der eigentliche Mord an der erfolgreichen Radiomoderatorin Gerda Lattke findet schließlich, obwohl dieser anfangs sehr offensichtlich scheint, dann doch ein überraschendes, nicht unbedingt vorhersehbares Ende. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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