Robert Dachs gibt uns, erneut, eine Ahnung davon, was er über Oskar Werner weiß.
Eine Ahnung davon, was er über ihn vielleicht noch zu sagen hätte.
Eine Ahnung davon, was er über ihn schreiben kann und noch könnte.
Dachs als Werner-Kenner zu bezeichnen ist nach dem Lesen diese Buches keine Kunst.
Dachs als Werner-Versteher zu erkennen und sehen bedeutet aber mehr: Es bedeutet zugleich auch auf dem Weg dazu zu sein, selbst ein klein bisschen Oskar Werner-Versteher zu werden. Diesen Weg sind viele, egal ob Zeitgenossen oder Nachgeborene, nie wirklich gegangen. Jedoch wurden und werden all jene überschwänglich belohnt, die sich auf den "Unbestechlichen", den "Treuen" und vor allem den einzigartigen "Menschen" Werner einlassen.
"Die Abgründe eines Giganten" treffen jeden, zumindest jeden unbedarft feinfühligen Menschen, unerwartet im Innersten.
Jeden feinfühligen Leser, der Werner "schon kennt" - und Dachs vielleicht auch, treffen die Kapitel und Seiten und Zeilen erwartet, aber nicht minder zutiefst.
Robert Dachs schrieb, schreibt und wird hoffentlich(!) weiterhin bewegend schreiben.