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Oskar Kokoschka: Exil und neue Heimat 1934-1980 [Gebundene Ausgabe]

Klaus A. Schröder , Antonia Hoerschelmann
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

16. April 2008
Zu Unrecht steht das Spätwerk Oskar Kokoschkas (1886-1980) im Schatten seines expressionistischen Frühwerks. Denn wie der späte Picasso erweist sich auch Kokoschka nach 1945 als Maler von großer Aktualität, die sich etwa in einer Gegenüberstellung mit der jüngeren Generation, wie der Malerei von Baselitz, Lüpertz und Immendorf, bestätigt.Der Band unternimmt mit Textbeiträgen ausgewiesener Kokoschka-Experten eine profunde Neubewertung seiner späten Kunst. Besondere Schwerpunkte bilden die Schaffensjahre des 1934 nahezu 50-jährigen Künstlers im Prager Exil, seine Zeit in England und Schottland nach der Flucht vor den Nationalsozialisten im Jahr 1938 sowie Kokoschkas Werk ab 1953 in seiner neuen Heimat, der Schweiz. Ebenso umfangreich wird die Reisetätigkeit des Künstlers anhand von zahlreichen Skizzenbüchern und den herausragenden Städtebildern aus ganz Europa veranschaulicht. Eingehend werden seine politischen Arbeiten, Porträts und Stillleben, aber auch seine Bühnenbildentwürfe für das Theater untersucht. Ein letzter Höhepunkt in Kokoschkas Schaffen: seine künstlerische Auseinandersetzung mit existenziellen Fragen zu Tod und Leben. Ausstellung: Albertina, Wien 11.4.-13.7.2008

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 328 Seiten
  • Verlag: Hatje Cantz Verlag; Auflage: 1 (16. April 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 377572155X
  • ISBN-13: 978-3775721554
  • Größe und/oder Gewicht: 28,2 x 23,8 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 539.258 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Die furiosen Freiheiten des Altersstils sind keine Tattrigkeit, sondern kluge künstlerische Konsequenz.« FAZ

Über den Autor

Klaus Albrecht Schröder studierte Kunstgeschichte in Wien; von 1988 bis 1999 Direktor des Wiener Kunstforums; seit 1996 Präsident der Interessensgemeinschaft österreichischer Museen und Ausstellungshäuser (IMA); seit 1999 Direktor der Albertina, Wien. Herausgeber und Verfasser zahlreicher Publikationen und Beiträge zur österreichischen und internationalen Kunstgeschichte, Kunstsoziologie und Ästhetik.

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Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Das vorliegende Kunstbuch befasst sich mit dem Spätwerk des österreichischen Malers, Grafikers, Illustratoren und Schriftstellers Oskar Kokoschka (1886-1980).
Anhand von Texten von Artur Rosenauer, Werner Hofmann, Edwin Lachnit, Katharina Erling und Gunhild Bauer wird zunächst das Spätwerk des Künstlers neu bewertet und anschließend visuell präsentiert.
Nie verlassen hat Kokoschka das Gegenständliche und sein Hauptthema, den Menschen. Er bewahrte in einem wesentlichen Bereich seiner Bilder trotz turbulenten Zeiten einen tiefen Humanismus.
Kokoschka hatte einst in Wien studiert. Dort trat er mit Bildnissen und Illustrationen zum Teil zu eigenen Dichtungen hervor. Von 1919-1923 war er Professor an der Kunstakademie in Dresden. Nach zahlreichen Reisen lebte er ab 1933 in Wien, übersiedelte 1934 nach Prag, emigrierte 1938 nach London und lebte ab 1953 am Genfer See. Den umfangreichen biografischen Daten Oskar Kokoschkas von Gunhild Bauer zu Ende des Buches lassen sich Einzelheiten entnehmen. Die Werke des Künstlers wurden 1937 als " entartet " aus der öffentlichen Sammlung in Deutschland entfernt, bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass dieser Maler zu dem bedeutendsten Künstlern des deutschen Expressionismus zählte. In seiner von leidenschaftlicher Unruhe bewegten Kunst wirkt der österreichische Barock fort.
Kokoschka schuf Portraits; Landschafts- und Stadtbilder von suggestiv gesteigertem Ausdruck.
Dem Katalog enthält Kunstwerke aus der Zeit zwischen 1934- 1980, untergliedert in 1934-1938 Prag; 1938-1953 England; 1953-1970 Villeneuve; 1970-1980 Villenneuve- " Morgen und Abend ".

In Prag und London beschäftigte sich Kokoschka vor allem mit Allegorien, aber auch mit politischen Satiren, Portraits und Städtebilder ( " Florenz, Ausblick vom Maelli-Turm ", 1948, S. 149; " Rom, Kolosseum ", 1949, S. 151; etc.) In England hatte Kokoschka während des Krieges viele Aquarelle, Landschaften (Seite 91 ff) sowie Baum- und Blumenstudien (S. 108 ff) gemalt. Beeindruckende Akt-Skizzen (S.171 ff) stammen aus dem Jahr 1953. Das monumentale Bild " Amor und Psyche ", 1950-1955( S. 193) greift die Darstellung in Apuleius Metamorphosen auf. Amor und Psyche wenden sich einander zu. Ein wunderbares Werk.
Die Gemälde aus den letzten Jahren seines Lebens zeigen u.a. das Vergängliche. Kokoschka sagt: " Wenn ein Künstler fähig ist , der Wahrheit so ins Gesichts zu sehen, dass er das Vergängliche begreifen und trotzdem ihm Form geben kann(...), dann hat er mehr getan, als jedes Wort tun kann." ( Das schriftliche Werk, Bd. III, S.111).

Im Buch sind 320 Abbildungen, davon 280 farbig enthalten.

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