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Oscar Wilde
 
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Oscar Wilde [Gebundene Ausgabe]

Richard Ellmann
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 868 Seiten
  • Verlag: Piper Verlag GmbH; Auflage: 2. Aufl., 24. Tsd (Dezember 1997)
  • ISBN-10: 3492031749
  • ISBN-13: 978-3492031745
  • Größe und/oder Gewicht: 22,8 x 15,6 x 5,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 96.689 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Richard Ellmann beleuchtet in seiner Biographie das ganze Panorama der dekadenten viktorianischen Žra und ihrer prominenten Zeitgenossen, als deren Schlsselfigur Oscar Wilde gelten kann.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hervorragend! 27. März 2006
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Wunderbar, zum Teil auch humorvoll geschreibene Biografie eines Dandy-Schriftsteller-Genies, dass seiner Zeit weit voraus war und daher wohl ein Opfer seiner Zeit werden mußte.Ellman kommt seinem Objekt sehr nahe, spart auch nicht mit Kritik, läßt sich manchmal aber auch zu Vermutungen hinreißen, die nicht vollständig belegt sind, aber in seinen Augen wahrscheinlich zu dem Bild passten, dass er sich von Oscar Wilde machte. Zum Ende hin, wenn es dann darum geht den Untergang zu beschreiben hat der Leser sich bereits "verliebt" und empfindet die Demütigungen und die Verzweiflung geradezu körperlich. Niemand kann sich vorstellen, wie es für Wilde gewesen sein muss, sein ganzes Leben, seinen gesellschaftlichen Status, die meisten seiner Freunde und was am schlimmsten wog, seine schriftstellerische Inspiration zu verlieren.
Eine Biografie der Superlative, absolut empfehlenswert!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Aphorismen sind eine Stärke des berühmten Autors. Und nur selten liegt er so falsch wie in der Überschrift dieser Rezension. Denn was Oscar Wilde in seinem Leben passiert ist, ist natürlich lesenswert, es schlägt sogar die meisten Romane, sogar die von Oscar Wilde selbst.

Was den Dichter zu einem so besonderen Menschen macht, ist die Kunst der Selbstinszenierung. Wie vor ihm vielleicht nur bei Byron kann man zwischen dem Werk und dem Künstler nicht immer unterscheiden. Ein weiterer Aphorismus zeigt, dass dies ihm selbst bewusst war: "Ich habe mein ganzes Genie in mein Leben gesteckt, in meine Werke nur mein Talent." Entstanden ist so dann wirklich eine außergewöhnliche Biographie. Die allerdings so tragisch endet, wie eine Erfolgsgeschichte durch eine unerwartete Wendung im Leben nur enden kann. So bleibt am Ende nur eine Ruine von Mann, aus der Heimat vertrieben und jedes Ruhmes entkleidet. Des Ruhmes, den er so früh erworben hatte, und der vielleicht auch dazu beigetragen hat, dass er am Ende über einen kleineren Mann, als er es war, gestürzt ist.

Richard Ellmann beschreibt die Biographie und die Zeit, in der Wilde lebte, bis ins Detail. Ganz nebenbei bleiben dann auch viele der Mythen auf der Strecke, mit denen sich der Dichter selbst umgeben hat. Das alles ist gut zu lesen, es hat auch in der Form die Qualität eines guten Romans. Die Kapitel sind mit den schon beschriebenen Aphorismen überschrieben, was eine großartige Idee ist, da sich Wilde hier oft selbst zu übertreffen scheint. Dazu gibt es dann noch einige unschlagbar skurrile Photos aus der damaligen Zeit zur Ergänzung.

Mag Byron am Anfang des englischen 19. Jahrhunderts stehen, so steht Wilde an seinem Ende. Und diese beiden vereint nicht nur dieses Jahrhundert. Sondern auch die Tatsache, dass die beiden besten Biographien, die ich bisher lesen konnte, genau über diese beiden Männer handeln. Daher: Eine Empfehlung ohne jede Einschränkung.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
"Ich habe einen ganz einfachen Geschmack,
von allem nur das Beste"
(Oscar Wilde)

Oscar Wilde (1854-1900) ist ein Name, der die Leichtigkeit des Seins, die Vielfältigkeit der Beziehungen, die Tiefe der Erotik und das Fluide der Dauer verkörpert. Er ist am 16.10. geboren im Sternkreis der Waage. Er ist Renaissance-Mann, denn alles Leben ist Kunst und wie ein Maler eine leere Leinwand sein Leben nennt, ist es für Wilde das Leben selbst, welches seiner Farbe bedarf. Eine Welt, die von ihm erschaffen eine immerwährend idealistische ist. Liberal in den Auffassungen und doch voller Prinzipien, Pionier auf jedem Gebiet und verliebt in die paradoxe Form der gebundenen Unabhängigkeit, Oscar Wilde verkörpert dies alles in seinem Leben. Und noch vielmehr in seinen Werken. Hohe Ideale, Ästhetik und sein sinnliches Verlangen nach Nähe überträgt er seinem Dorian Gray. Oscar Wilde ist von der Venus regiert, seine venusischen Qualitäten sind hellenistisch: Schönheit, Klugheit, Einheit. Und doch ist der Venus-Mann der eigentliche Cupido, wenn er den gewüschten Kuss Salome gierig verlangend bis zum Tode gönnt.

Wilde selbst fühlt sich wie der Gott des Lichts, wie Apoll steht er da, gepaart mit der Intelligenz und starken Vernunft. Und doch auch voller Leidenschaft. Wie Apollo, der erst spät auf den Pantheon kam, gewinnt er mit Leichtigkeit die Musen der Musik, der Kunst, des Tanzes und des Lichts. Doch nicht nur scheinen wie Helios genügt ihm, er will gesehen werden. Das Licht repräsentiert spektral die Zahl sieben, Apollos heilige Zahl und so ist Oscar Wilde in allem die Personifizierung erleuchteter Eigenschaften.
Wilde ist der Aktive im Leben, der die Verwechselung als Spass erkennt (siehe Bunbury), der die Weisheiten der Welt in Aphorismen packt, der Liebe in welcher Form auch immer seiner gegensätzlichen Gesellschaft offenbart. Sich selbst zu lieben, hält er für die größte Romanze, lebenslang. Sein Bonvivantismus kann bis ins pathologische wie im Teleny reichen, seine Phantasie ist hyperaktiv und seine Liebe zur Kunst und zum Leben grenzt an eine Art Performance, die ihn selbst zur Künstlichkeit verändert. Sein Leben nimmt er als Leichtgewicht, das Motto des ewigen Lebens wird zum Motto der ewigen Lebendigkeit, seine zahlreichen Talente sind ohne Spezialisierung, was er anfasst wird Gold, Gold, dass in anderen Neid erzeugte.

Angeklagt und verurteilt im Jahre 1895, zwei Jahre Haft in Reading und dann die Zeit in Paris. Einsam, allein, krank und dann tot zur Jahrhundertwende. Er war ein neuer Don Quijote, sein Leben war eines nach Wunsch und Vorstellung, dass Ende die Konfrontation mit der Realität, der Vorhang der befohlenen Vernunft fiel vor sein der Schönheit zugewandtes Talent. Nimmt man die griechische Herkunft talenton, das lateinische Synonym Talentum ist man bei Gewicht oder Waagenschale, wieder bei der Waage, das Symbol des Sternzeichens des Oscar Wildes. Der Kreis schliesst sich zum Ende eines Mannes, den das Blubbern unter der Oberfläche niemals interessierte. Ein Mann als personifizierte Idee der Schönheit. Ein großer Dichter, ein Genius.
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