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Oscar Wilde im Kreuzverhör
  
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Oscar Wilde im Kreuzverhör [Unbekannter Einband]

Merlin Holland
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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: München, Blessing, (1. Januar 2003)
  • ASIN: B002EPNR2C
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
erschütternde Einblicke 6. Januar 2004
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Herzstück des Buches sind die Protokolle des Verleumdungsprozesses gegen Lord Queensbury - den Vater von Bosie - den Wilde zu führen versuchte. Nach einer informativen Einleitung des Enkels vonm Wilde, kann man Zeuge werden, wie Wilde sich langsam in sein Verderben redet. Der sehr gute und streckenweise leider geniale Verteidiger des Lords steht ein total überforderter Rechtsbeistand Wildes gegenüber, der hauptsächlich schweigt.

Besonders interessant fand ich zu lesen, wie Wilde gesprochen hat. Er soll ja im Gespräch noch besser gewirkt haben als in seinen Werken. Leider kommt er recht überheblich mit seine vielen Bomonts rüber, die zwar die Zuhören zum Lachen, das Gericht aber gegen ihn einnehmen.

Leider fehlen die Protokolle des anschließenden Strafprozesses gegen Wilde, aber vielleicht werden die auch einmal veröffentlicht. Durch die vielen Namen im Prozess führen die sehr guten Fußnoten. Es ist schon traurig, wie ein Genie hier untergeht. Er war eben für das damalige England zu exotisch.

Wer am Leben von Wilde interessiert ist, wird das Buch interessant finden. Vorher sollte man jedoch "Dorian Gray" gelesen haben, zu dem hier Wilde lange befragt wird. Er muß dann Passagen erklären. Eigentlich unglaublich.

Für Wilde-Einsteiger scheint mir das Buch zu speziell. Die sollten erst etwas aus seine Werken lesen.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hohes Gericht 6. Februar 2006
Von Skatersally TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Audio CD
Ende des 19. Jahrhunderts kam es zwischen dem Schriftsteller Oscar Wilde und dem Marquis von Queensberry zu einem Gerichtsprozess. Wilde klagte den Marquis wegen Verleumdung an. Zuerst schien es zugunsten Wildes auszugehen, doch dann kam ein Wendepunkt, der alles zu einer Tragödie machte. Der damals schon sehr erfolgreiche und bekannte Dichter begann sehr selbstsicher und eloquent seine Aussage mit dem ihm eigenen Witz. Allerdings gelingt es dem Verteidiger des Marquis dennoch, übliche Tätigkeiten des Alltags und der Gästebewirtung als Beweise der Homosexualität des Klägers umzudrehen. Nicht zuletzt stützt er die Verteidigung auf das damals erschienene Buch „Das Bildnis des Dorian Gray“. Plötzlich sieht sich Wilde selbst als Beklagter und wird schließlich zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt.
Geschrieben wurde dieses Hörspiel von Merlin Holland, dem einzigen Enkel von Oskar Wilde. Dem Hörer wird das auf wahren Gegebenheiten beruhende dreitägige Geschehen im Gerichtssaal sehr nahe gebracht und durch die passenden Nebengeräusche hat man das Gefühl, man sei dabei. Die Sprecher Marcus Kiepe (Wilde), Ulrich Noethen (Verteidiger Carson) und andere geben eine erstklassige Vorstellung. Insgesamt füllen die zwei CDs 90 Minuten, in denen nicht ein Moment langweilig wirkt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von "temole"
Format:Audio CD
Das Hörspiel handelt von dem Prozess gegen den ursprünglich von Oscar Wilde angeklagten Vater seines Liebhabers, der sich dann aber in dramatischer Weise gegen Oscar Wilde selber richtet und in seiner Verurteilung endet.
Anfänglich zeigt sich Oscar Wilde noch selbstsicher und über allem stehend. Der Gegenanwalt beabsichtigt aber von Anfang an nicht die Verteidigung seines Clienten sondern die Verurteilung von Wilde. Plötzlich kippt die Stimmung Wildes dramatisch als er in die Ecke gedrängt wird. Er wird unsicher und teilweise aggressiv. Die Aufmerksamkeit des Zuschauers, der bisher eher amüsiert den Ausführungen Wildes gelauscht hat, wird gepackt und lässt bis ihn zum Ende nicht mehr los.
Jede Rolle der Sprecher sind hervorragend besetzt; man sieht die Figuren bildlich vor sich im Gerichtsaal.
Das Hörspiel macht einen süchtig es immer wieder zu hören.
Es ist auf jeden Fall auch für Oscar Wilde Laien zu empfehlen, obwohl eine vorherige Auseinandersetzung mit ihm und seiner Zeit sicherlich hilfreich ist.
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