Wie die Erfahrungen sich gleichen: auch ich hatte diesen Film irgendwann in meiner Kindheit mal gesehen - und nie vergessen!!! Der cholerische Geschäftsmann Bertrand Barnier ist absolut seine Paraderolle, weshalb de Funès das Bühnenstück, auf dem dieser Film basiert, von 1959 bis 1972 immer wieder gespielt hat (da wär man gern dabei gewesen). Die Verwicklungen der Handlung sind haarsträubend, das Tempo aberwitzig, die Dialoge spritzig und die Besetzung göttlich. Besonders Claude Gensac und Agathe Natanson als seine Gattin und Tochter bieten eine herrliche Folie: zwei komplett oberflächliche Spatzenhirne, die de Funès trotzdem andauernd an der Nase herumführen. Nacherzählen zu wollen, worum es in diesem Film geht, ist vollkommen überflüssig, denn in Wirklichkeit geht es doch darum: daß de Funès von einer Ohnmacht in die nächste fällt, einen Wutausbruch nach dem anderen bekommt, daß seine Mimik in raschester Abfolge wilden Triumph, fassungsloses Erstaunen, schadenfrohe Arglist, blanke Verzweifung, maßlose Empörung, geschmeidige Freundlichkeit und alle übrigen Gemütsbewegungen zeigt, zu denen ein normaler Mensch vielleicht in seinem ganzen Leben, aber niemals in so kurzer Zeit fähig wäre, ohne einen Herzinfarkt zu erleiden.
Übrigens: ich habe diesen Film vor etwa anderthalb Jahren verliehen und jetzt erst wiederbekommen. Es gab immer noch einen Freund, der ihn unbedingt auch sehen mußte...