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Oryx and Crake [Gebundene Ausgabe]

Margaret Atwood , Barbara Lüdemann
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 380 Seiten
  • Verlag: Berlin Verlag; Auflage: 1. (1. Januar 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3827000149
  • ISBN-13: 978-3827000149
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 13,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 259.317 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Während wir uns im wirklichen Leben noch vor dem fürchten, was Margaret Atwood in ihrem Science-Fiction-Roman Der Report der Magd beschrieben hat -- dem Heraufziehen eines religiös fundamentalistisch-totalitären Staates in Nordamerika nämlich --, ist die Fantasie der kanadischen Autorin schon in der Zeit der Katastrophe danach, der wahrhaft absoluten gesellschaftlichen und ökologischen Apokalypse angekommen: Die heutigen Klimaszenarien haben sich allesamt als zu optimistisch erwiesen. Die großen Metropolen sind sämtlich versunken, und unter den extremen Umweltbedingungen können nur noch "Menschen" eines gentechnisch veränderten Typs bestehen.

Gerade noch der nicht ganz unbeschädigte Jimmy ist ein Mensch, wie wir ihn kennen. Aus seiner nicht ganz lückenlosen Erinnerung rekapituliert er für uns die Zeit des Untergangs. Und was wir da über diese Zeit erfahren, liest sich als erschreckend konsequente Fortschreibung dessen, was sich heute am Horizont als durchaus reale Möglichkeit abzeichnet. Da sind die besonders gesicherten Siedlungen der Privilegierten, für deren medizinische Versorgung gesorgt ist und die sich -- dem Wohlwollen der sie unterhaltenden Biotech-Firmen ausgeliefert -- noch satt essen können. Außerhalb der gesicherten Camps liegt das verbotene Land der Armen. In den firmengesponserten Camps aber arbeitet man -- allen voran Jimmys Freund Crake -- an der gentechnischen Verbesserung des von Natur aus so unzulänglichen Menschen. Doch was dabei herauskommt, ist das blanke Grauen.

Margaret Atwoods Oryx und Crake gehört in eine Reihe mit Carl Amerys Der Untergang der Stadt Passau. Lesenswert auch dann, wenn man ansonsten vielleicht nicht allzu viel mit dem Science-Fiction-Genre anzufangen weiß. --Andreas Vierecke

Über den Autor

Margaret Atwood is the author of more than thirty books of fiction, poetry and critical essays. In addition to the classic The Handmaid's Tale, her novels include Cat's Eye, which was shortlisted for the Booker Prize, Alias Grace, which won the Giller Prize in Canada and the Premio Mondello in Italy, The Blind Assassin, winner of the 2000 Booker Prize and Oryx and Crake was shortlisted for the Man Booker Prize in 2003. She was awarded the Prince of Asturias Prize for Literature in 2008. Margaret Atwood lives in Toronto, Canada.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Düstere Zukunft oder "Schöne neue Welt"? 30. April 2008
Von Keera TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Die Erde gegen Ende dieses Jahrhunderts: Alle unsere heutigen Katastrophenphantasien sind wahr geworden. Die Küstenstädte sind im Meer versunken, die Wüsten haben sich ausgedehnt, es gibt Schweine,, auf denen menschliche Organe gezüchtet werden und menschliche Embryonen werden als Ersatzteillager aufbewahrt. Von einem der letzten Überlebenden des Homo sapiens sapiens bekommt der Leser von Oryx und Crake" erzählt, wie es durch die wohldurchdachte Tat eines genialen Wissenschaftlers (Crake) zur wohl endgültigen Ausrottung unserer menschlichen Art gekommen ist. Zugleich lernen wir eine neue, im Labor gezüchtete Menschenart kennen, die so angelegt wurde, dass sie im Einklang mit der Natur leben kann. Somit erscheint wenigstens der Planet Erde gerettet.
Margaret Atwood erzählt uns diese Geschichte durch den Mund von Schneemensch", dem Freund des genialen Wissenschaftlers, der nach dem Sterben unserer Menschenrasse zum Tutor für die neuen Menschen" wird. Schneemensch ist von seinen Erlebnissen und dem Leben auf dem verwüsteten Planeten tief gezeichnet und gebrochen. Sein Nachsinnen über den Freund, seine große Liebe Oryx und über den Verlauf der Ereignisse um ihn herum nimmt gefangen und ruft beim Leser viele weitere Fragen hervor:
Wie weit gibt es eigentlich schon die ,Macht der Konzerne'?" Welche Macht haben Wissenschaft und Technik?" Leben wir eigentlich jetzt schon in einer Art ,Plebsland'?"
Und dann , am Ende des Buches, bleiben viele weitere Fragen offen, deren Beantwortung Atwood dem Leser selbst überlässt;
Ist Homo sapiens sapiens wirklich am Ende?" Wird Schneemensch seinen Auftrag erfüllen und die anderen Überlebenden, die er findet, töten? Oder kann er sich mit ihnen zusammentun?
... Lesen Sie weiter... ›
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierend, erschreckend ---- lesenswert 22. März 2008
Von Peter Schneider TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Die Autorin beschreibt in ihrem Roman Oryx und Crake eine nicht allzu ferne Zukunft. Erschreckend und faszinierend daran ist, wie nah wir tatsächlich diesen "Dingen" sind. Es ist keine weit entfernte Science Fiction mehr. Klar es gibt aktuell noch keine Komplexe und es gibt kein davon getrenntes Plebsland. Aber viele Dinge entwickeln sich in diese Richtung.
Ich würde den Atwood Roman auf eine Stufe mit George Orwells "1984" stellen wollen. Dessen Vision hat sich zwar nicht erfüllt, aber auch "1984" hält uns allen einen Spiegel vor.
Kritische Bücher wie "Ory und Crake" das ist das was wir immer wieder brauchen. Was ist denn sonst der Sinn von Büchern? Wenn nicht die Auseinandersetzung? Oryx und Crake regt zum Nachdenken an. Oryx und Crake macht auch etwas Angst. Dies ist aber gut, um den Blick "geschärft" zu halten, um beispielsweise sehen zu können, was die GENTECHNIKER uns für tollen Fortschritt verkaufen wollen. Und Oryx und Crake hält auch etwas den Spiegel vor und man stelt sich die Frage, wo steht man denn selbst "in diesem Spiel". Wo ist die eigene Position?
Oryx und Crake ist ausgesprochen "gesellschaftskritisch". Oryx und Crake ist ein Buch, das man (frau auch) gelesen haben sollte.
5 Punkte. Ganz klar. Auch deswegen, weil es der Autorin gelingt, die verschiedenen Handlungszeiten (aktuelle handlung, Rückblicke) geschickt zu verweben und zu verbinden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Weltuntergangsroman 9. August 2007
Von Tom Kadi VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
In der Science Fiction gibt es zahlreiche Subgenres wie die Zeitreiseerzählung, die Sternensaga oder auch den Weltuntergangsroman. Oryx und Crake" gehört in die letztgenannte Schublade. Einige Klischees sind hier unumgänglich: Der Weltuntergangsroman befasst sich mit den jeweils herrschenden kollektiven Ängsten. Die Katastrophe ist deshalb meist von Menschen gemacht. In den Geschichten der 50ger und 60ger Jahren hat ein Atomkrieg die Erde verwüstet und verstrahlt, merkwürdige Mutationen hervorgerufen und den wenigen Menschen das Überleben schwer gemacht (z.B. Robert Merle Malville). In der Gegenwart - und so auch in Atwoods Roman - ist es die den Menschen außer Kontrolle geratene zivile Technik, die in der Gentechnologie, Pharmaindustrie und durch Klimaveränderungen die Menschheit nahezu zum Aussterben gebracht hat. Nur nahezu - denn hier greift die zweite unvermeidliche Ingredienz: Die Robinsonidee - mindestens ein Mensch hat überlebt. In der Regel stellt er im Laufe des Romans - so auch hier - fest, dass es noch andere Artgenossen gibt, die auf der unwirtlich gewordenen Welt dahinvegetieren. Mit einem hoffnungsvollen Zurück zur Natur und jetzt geht es weiter für die Menschheit" hat man dann den Standardschluß. Einem solchen verschließt sich Atwood. Ihre Hauptperson reagiert verstört auf das Treffen mit weiteren Menschen. Soll er sich Ihnen anschließen, soll er sie töten, soll er sie ihrem Schicksal überlassen?... Lesen Sie weiter... ›
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gibt es Hoffnung? 29. April 2013
Format:Gebundene Ausgabe
Oryx und Crake ist ein vielschichtiges Buch, das viele Fragen aufwirft. Zum einen handelt es sich um die tragische Geschichte zweier Männer, die sich in die selbe Frau verliebt haben.

Zum anderen gibt das Buch auch einen Ausblick auf eine mögliche und vielleicht nicht allzu ferne Zukunft, in der die gentechnische Manipulation von Flora und Fauna ein äußerst lukratives Geschäft sind und längst zum Alltag gehören. Und dann der Wunsch eines Wissenschaftlers, die Schöpfung selbst in die Hand zu nehmen in einer Art, die weit über das bis dato gekannte Manipulieren hinausgeht; der Wunsch, die körperlich und moralisch fehlerbehaftete Spezies Mensch zu ersetzen gegen eine Spezies, die in seinen Augen vollkommen ist! Schön von Gestalt, konfliktfrei, klar und einfach (geradezu einfältig) in ihrer Denkweise. Eine Rasse, die ohne Kunst, Musik, Religion glücklich sein soll. Die nicht getrieben ist von Begierden und der die Angst vor Tod und Sterben völlig fremd ist.

Am Ende dieses Buches fragt man sich (auch im Hinblick auf die aktuelle Entwicklung zum Thema Gentechnik): Gibt es Hoffnung für uns Menschen? Werden wir als Art überleben können oder sind wir letztendes doch zum Untergang verurteilt?
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Ho can that be …
… dass ich es irgendwie über all die Jahre geschafft habe, einen Bogen um die Autorin Margaret Atwood zu machen? Und was für ein Fehler es war, meine Güte! Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Apendix3000 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Faszinierende Zukunftsvision, aber etwas zäh
In einem entvölkerten, von Klimakatastrophen und Seuchen heimgesuchten Amerika lebt Schneemensch, scheinbar der einzige Überlebende seiner Art. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von kleinfriedelchen veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Düstere Zukunftsvision
Das Buch ist einfach super. Margaret Atwood schreibt spannend und einfach verständlich. Obwohl ziemlich viel Wissenschaft (v. a. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. März 2010 von C. Konlechner
4.0 von 5 Sternen spannende feierabendlektüre
das buch von margret atwood hat mich überrascht, da vieles vom inhalt des buches nahtlos in unsere zeit übertragbar ist. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. November 2009 von Samaleri
4.0 von 5 Sternen toller inhalt, grausliches cover der taschenbuchausgabe
gutes buch, spannend. nach "Jahr der Flut" mit Vergnügen noch mal gelesen.
wollte es eigentlich verschenken, aber mit diesem Cover kann ich das niemand zumuten - da... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. November 2009 von weller
4.0 von 5 Sternen Science Fiction mit Charakter
Margaret Atwood ist nicht neu im Genre der dystopischen Science Fiction. Schon mit "A Handmaid's Tale" ("Der Report der Magd", eine ekelhafte Übersetzung des Titels) bewies... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Januar 2009 von daswolf
3.0 von 5 Sternen Buch mit längen.
Wer auch immer den Klappentext zu dem Buch geschrieben hat hätte es vielleicht mal lesen sollen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Oktober 2008 von S. Lipinski
4.0 von 5 Sternen (Anti(?))-Utopie
Mal vorneweg: Mit dem was im Klappentext steht, hat das Buch ziemlich wenig gemeinsam. Man erwartet ja nach dieser Beschreibung eine Art Katastrophenszenario á la "The Day... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Dezember 2006 von Katicilli
5.0 von 5 Sternen Utopia
Ein verstörendes, ein beängstigend gutes und ein visionäres Buch. Atwood zeichnet ein Bild der Zukunft, das -meiner Meinung nach- nicht so weit weg von unserer... Lesen Sie weiter...
Am 8. August 2005 veröffentlicht
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