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Ortswechsel
  
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Ortswechsel [Gebundene Ausgabe]

David Lodge
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 260 Seiten
  • Verlag: Haffmans Verlag (1995)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3251002864
  • ISBN-13: 978-3251002863
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 668.148 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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David Lodge
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Ortswechsel
OT Changing Places: A Tale of Two CampusesOA 1975 DE 1986 Form Roman Epoche Moderne
Der Roman Ortswechsel ist der erste Teil der Campustrilogie, die David Lodge mit Schnitzeljagd (1984) und Saubere Arbeit (1988) fortsetzte. Der Autor griff hier die US-amerikanische Tradition der Campusromane auf und perfektionierte sie mit gekonnter Ironie.
Inhalt: Im Rahmen einer Kooperation ihrer beiden Hochschulen tauschen zwei Jane-Austen-Spezialisten, der Amerikaner Morris Zapp und der Brite Phillip Swallow, ihre Plätze. Zapp geht an die unbedeutende Universität Rummidge in den britischen Midlands, während Swallow an der weltberühmten Universität Plotinus des Bundesstaats Euphoria an der Westküste der USA lehrt. Aus dem puritanisch-beschaulichen Rummidge in die Welt der Miniröcke, Sex-orgien und Studentendemonstrationen versetzt, kommt Swallow kaum zur Ruhe. Ganz allmählich entwickelt er sich jedoch zum prominenten Fürsprecher der Studentenschaft. Zapp, der zunächst kaum wahrgenommen wird, hadert mit Widrigkeiten wie einer fehlenden Zentralheizung. Dank seiner Erfahrungen mit den amerikanischen Studenten profiliert er sich bei den nun auch in Rummidge ausbrechenden Unruhen als Vermittler. Beide Akademiker lernen die daheim gebliebenen Ehefrauen ihres Tauschpartners kennen und müssen am Schluss in einem New Yorker Hotel, wo alle vier zusammentreffen, ihre Seitensprünge gestehen.
Aufbau: In seinem Werk kontrastiert – und karikiert – Lodge unterschiedliche Kulturen und Lebensweisen. Er verwendet dafür eine Vielzahl von Techniken; so schildert er die Ereignisse aus der Sicht der zwei Gelehrten, bewertet das Geschehen aber auch als kommentierender Erzähler, gibt Briefe zwischen den Eheleuten wieder oder fügt Zeitungsausschnitte, Anrufe und Verlautbarungen collageartig zusammen. Das Schlusskapitel ist wie ein Filmskript angelegt.
Wirkung: Mit Ortswechsel profilierte sich Lodge auch über die Landesgrenzen hinaus als ein Autor, der äußerst komisch von bisweilen sehr ernsten Dingen erzählt. Seine Romane, die durch eine Fülle intellektueller Anspielungen und Bezüge glänzen, fanden auch in Deutschland eine große Leserschaft. D. M. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Im Rahmen einer Kooperation ihrer beiden Hochschulen tauschen zwei Jane-Austen-Spezialisten, der Amerikaner Morris Zapp und der Brite Phillip Swallow, ihre Plätze. Zapp geht an die unbedeutende Universität Rummidge in den britischen Midlands, während Swallow an der weltberühmten Universität Plotinus des Bundesstaats Euphoria an der Westküste der USA lehrt. Aus dem puritanisch-beschaulichen Rummidge in die Welt der Miniröcke, Sexorgien und Studentendemonstrationen versetzt, kommt Swallow kaum zur Ruhe. Ganz allmählich entwickelt er sich jedoch zum prominenten Fürsprecher der Studentenschaft. Zapp, der zunächst kaum wahrgenommen wird, hadert mit Widrigkeiten wie einer fehlenden Zentralheizung. Dank seiner Erfahrungen mit den amerikanischen Studenten profiliert er sich bei den nun auch in Rummidge ausbrechenden Unruhen als Vermittler. Beide Akademiker lernen die daheim gebliebenen Ehefrauen ihres Tauschpartners kennen und müssen am Schluss in einem New Yorker Hotel, wo alle vier zusammentreffen, ihre Seitensprünge gestehen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unterhaltsam und lustig 23. November 1999
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Wer sowohl einige Klischees über Amerika als auch über England im Kopf hat, wird bei diesem Buch absolut begeistert sein. Zwei Professoren tauschen im Rahmen eines Austauschprogramms ihre Stellen. Von der Universität der häßlichen englischen Industriestadt Rummidge wird Prof. Swallow ausgewählt, relativ unflexibel, vollkommen vom englischen Universitätssystem geprägt und nicht gerade einer der Gewinner im Uni-Leben. Die Universität von Euphoria/USA wählt den anerkannten Prof. Morris Zapp aus, Experte in Sachen Jane Austen, geprägt von dem Universitätstreiben im sonnigen Amerika. Beide tauschen ihren Stellen und wechseln an die Uni des Tauschpartners. Während Swallow in das Partyleben unter der Sonne Euphorias eintaucht und seine ersten Erfahrungen als Hippie und Demonstrant macht, friert Zapp im kalten England hinter den undichten Fensterscheiben seines gemieteten Zimmerchens. Unterhaltsam ist dabei vor allem, daß beide - trotz unterschiedlicher Orte - dann doch auf sehr ähnliche Probleme treffen. Beide entdecken ihr Interesse an der Ehefrau des jeweils anderen, beide machen bemerkenswerte Veränderungen durch und beide schaffen es letztendlich ganz gut, im ungewohnten neuen Leben Vergnügen zu entdecken. Neben dem unterhaltsamen Inhalt verwendet Lodge die verschiedensten Erzählformen (ein Kapitel besteht nur aus Briefen, das letzte Kapitel entspricht einem Drehbuch) und kann so auch sehr unterschiedliche Wirkungen erzielen. Eine einheitliche Wirkung ist dabei aber immer vorhanden: man fühlt sich gut unterhalten und kann die Story auch ohne Kenntnisse des Universitätsalltags geniessen (auch wenn gerade Studierende und Profs vieles wiedererkennen werden). (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von K. Beck-Ewerhardy TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Die Universitäten von Rummidge (England) und Euphoria (USA) unterhalten schon seit etli-chen Jahren einen Austausch für Professoren. Sinn ist es, einen Angehörigen der englischen Fakultät für ein Semester im jeweils anderen „Gewässer" fischen zu lassen. Für Philip Swal-low ist es die Gelegenheit, an eine Stätte seiner Jugend zurückzukehren und der ermüdenden Routine von Universitätsleben, Eheleben und dem Regen in England zu entgehen.
Morris Zapp hingegen hat - obwohl ein Spezialist für Jane Austen - niemals die Absicht ge-habt, England zu besuchen oder überhaupt die Vereinigten Staaten zu verlassen. Doch eine gewisse Langeweile in seiner momentanen beruflichen Arbeit und häuslicher Ärger haben in ihm schließlich doch den Wunsch nach einer gewissen Distanz aufkommen lassen. Und so sitzt er nun in einem Flugzeug auf dem Weg nach Großbritannien um dort einigen Problemen auszuweichen und auch eventuell durch seine Abwesenheit seine Frau wieder wohlgesinnt zu stimmen. Diese beiden Personen fliegen zur gleichen Zeit in entgegengesetzter Richtung um das Land des jeweils anderen kennen zu lernen.
Nach diesem Einstieg erleben wir, wie sich die beiden Hauptfiguren in ihrer jeweils neuen Umgebung niederlassen, etwas was Philip wesentlich leichter gelingt als Morris, der mit den Lebensumständen eines Englands der späten 60er Jahre nur schwerlich zurecht kommt. Dies wird auch dadurch nicht leichter, dass er gezwungen ist im Haus eines irischen Arztes zu wohnen, der sich bei ihm in vielerlei 'Hinsicht durchschnorrt.
Philip selber geht es da wesentlich besser. Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten lernt er die Hippie-Kultur kennen und entdeckt dabei in den Armen einer jungen Frau auch seine ei-gene Jugend wieder.
Die weiteren Entwicklungen bekommen wir in Briefform serviert, da im nächsten Abschnitt des Buchs verschiedene Briefe der Handlungsfiguren dieses Romans nebeneinander abge-druckt sind. Als sich dann die politische Lage an den beiden Universitäten im Zuge der Stu-dentenbewegungen der ausgehenden 60er Jahre immer mehr verschärft, werden die weiteren Ereignisse dann in Form von Zeitungsausschnitten serviert, die den Lesern zwangsläufig nur ausschnitthaft Informationen vermitteln. Diese werden dann im weiteren Verlauf durch „nor-malere Darstellungsformen inhaltlich ergänzt, bevor der Roman durch eine Art abschließen-des Drehbuchscript ein mehr oder weniger abschließendes Ende findet.
Lodge hat in diesem Roman sehr viel mit den Darstellungsebenen gespielt, ein Vorgehen, das im Inhalt Widerhall findet durch die Diskussionen, die die Figuren über Literatur und die Qualität guter Prosa führen. Insofern ist „Changing Places" in vielerlei Hinsicht ein Roman, der von einem Akademiker für andere Akademiker geschrieben wurde, vorausgesetzt, diese anderen Akademiker sind auch Literaturwissenschaftler. Aber ich glaube, auch „Normalsterb-liche" können an diesem Roman ihre Freude finden, denn er ist nicht nur sehr spielerisch in seinem Umgang mit den literarischen Normen seiner Zeit, sondern auch von seiner Handlung, seinen Themen und seinen Figuren überaus vergnüglich und liebenswert. Wer einige Jahre zuvor Tom Sharpes „Puppenmord" („Wilt") genossen hat, wird in „Changing Places" die pas-sende Fortsetzung des gleichen Konzepts in etwas erwachsenerer Form finden. Und wer dann auch noch gerne in einem Roman sehen möchte, was man mit Darstellungsformen so alles anstellen kann für den ist dieser Roman ein absolutes Muss.

Diese Rezension bezieht sich auf eine etwas ältere Ausgabe im englischen Original, wie dies auch die weiteren Lodge-Rezensionen tun werden. Ich habe keinerlei Ahnung, wie eine deut-sche Übersetzung dieses Werks aussieht und würde den Lesern auch zunächst einmal die Ori-ginalausgabe empfehlen.

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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Noel
Format:Taschenbuch
Mit einer beinahe an Sorglosigkeit grenzenden Leichtfertigkeit nimmt der Schriftsteller in diesem Machwerk eine typisch amerikanische und englische Universität und deren Umgangsformen, sowie dessen Besucher und Professoren, aufs Korn.

Dies gelingt ihm, in dem er die zwei Protagonisten nimmt und sie jeweils als Gastprofessoren in die jeweils andere akademische Einrichtung steckt. Handlungszeitraum ist 1969, kurz nach den Studentenunruhen der 68er. Ist der Beginn, also die Ursache dieses Wechsels, noch allgemein nachvollziehbar, so nimmt die Geschichte spätestens nach Eintreffen jener am besagten Ort skurrile Formen an, denn dem Tausch der Jobs, folgt der Tausch der Frauen. Lodges spitze Feder verschont hier kaum jemanden und besonders toll finde ich dabei die sichtlich parteilose Betrachtungsweise, die er dabei an den Tag legt, und die der Story, vom satirischen Standpunkt aus gesehen, die nötige Glaubwürdigkeit verleiht. Mittels verschiedener Erzählformen, unter anderem dem Briefwechsel, Zeitungsberichten und der eines Drehbuchs, hält der Autor die Spannung über alle Kapitel aufrecht und führt den Leser zum außergewöhnlichen Ende, welches zwar in sich abgeschlossen scheint, aber dennoch eine Fortsetzung zuläßt.

Ein gesellschaftskritischer Roman, der zu überzeugen weiß...

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