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Ortsgespräch [Taschenbuch]

Florian Illies
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (28 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 208 Seiten
  • Verlag: Heyne TB (2. Januar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453405331
  • ISBN-13: 978-3453405332
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (28 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 225.552 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Florian Illies
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ortsgespräch ist ein Buch über all das, was den Generationsgenossen des 1970 geborenen Florian Illies den jugendlichen Alltag möblierte und damit -- zumal in der Provinz -- ein Gefühl von "Heimat" stiftete. Eine Heimat, die nicht so sehr an den Ort (hier "Schlitz" und das "Schlitzerland") gebunden ist, an dem sie sich gleichsam ereignet, sondern vielmehr an das gemeinsame Erinnern -- zum Beispiel an Warenzeichen oder -auslagen, Wörter und Phrasen, Gerüche, Typen, Tanten und Onkel, Speisen, Getränke, (Un-)Sitten und Bräuche, Umgangsformen, Gefühle, Accessoires, Scheitel, Schnurbärte und das Gewahrwerden des allmählichen Verschwindens all dessen, über das man dann nostalgisch-heiter-melancholische Erwägungen anstellen kann.

Illies' Ortsgespräch ist kein Lamento! Im Gegenteil führt uns der Genrationsgolfer mit seinem Büchlein sehr beschwingt an die Quelle seiner literarischen Inspiration und Methode: Wo nämlich etwas verschwindet, entsteht zugleich immer auch etwas Neues, das uns daran gemahnt, des Verschwundenen zu gedenken, das aber dereinst selbst auch wieder verschwinden wird, damit man sich irgendwann dann auch daran wird erinnern können: "Wenn ich beim Nachhausekommen nach Schlitz bei der Tankstelle in den Ort biege, blitzt schon das nächste Blau um die Ecke. Es ist das Blau des Schlecker-Marktes, der da ist, wo früher der dicke Metzger Lüders mit seiner weißen Schürze immer morgens um elf Uhr vor der Tür stand und eine Zigarre rauchte, bevor er sich seinem nächsten Schwein zuwandte. In jedem Ort Deutschlands ist ja Schlecker dort, wo früher etwas anderes war, Metzger oder Bäcker oder Kurzwarenhändler."

An jedem Ort graben sich in das Gedächtnis eines jeden ähnliche Erinnerungen ein, wie sie uns Illies aus seinem Schlitzerland berichtet. Und deshalb werden viele (Stamm-)Leser dem Autor dankbar sein, dass er "ihre" Erinnerungen gleichsam stellvertretend für sie aufschreibt. Ortsgespräch knüpft damit nahtlos an die beiden überaus erfolgreichen Generation-Golf-Bücher an. Wer diese mit Vergnügen gelesen hat, wird auch diesmal nicht enttäuscht. Und für andere Leser wird Illies wohl auch in Zukunft nicht schreiben. -- Andreas Vierecke -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

kulturnews.de

"So ziemlich genau in der Mitte zwischen Stuttgart und München": Provinz ist das, was man immer genauer beschreiben muss. Provinz ist ein wuchernder Vorort, Einkaufszentren, Einfamilienhäuser, Autobahnzubringer. Provinz ist schließlich der Ort, an dem man es ziemlich schwer hat, wenn man nicht in die vorgegebenen Strukturen passt. Doch nichts davon bei Florian Illies. In seinem Essay "Ortsgespräch" beschreibt der 35-jährige Vordenker eines harmlosen Konservatismus seine hessische Heimat Schlitz, einen Ort, an dem die Moderne schlicht vergessen hat, vorbeizuschauen. Was natürlich eine Konstruktion ist, wer Schlitz kennt, weiß um die schnöde Mittelmäßigkeit hinter dem Fachwerk - aber Illies geht es ja auch gar nicht drum, die Reallität zu beschreiben, es geht ihm um eine konservative Antwort auf Kolja Mensings Provinz-Bashing "Wie komme ich hier raus?" (2002). Und als solche funktioniert "Ortsgespräch", zugegeben. (fis) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ramses101
Format:Taschenbuch
Ortsgespräch ist die Fortführung von Generation Golf mit ähnlichen Mitteln. Ein leicht wehmütiges Buch, voll mit Geschichten, die beginnen könnten mit weißt du noch?. Und wie so oft bei Illies kann man sich in der Tat daran erinnern. Gut: Katja hieß bei mir nicht Katja, Tante Do nicht Tante Do und mein "Schlitz" war nicht "Schlitz". Aber darum geht es auch gar nicht.

Es geht um eine Art sentimentalen Konservatismus, der sich in der Generation Golf breit macht, der allerdings nichts mit Politik zu tun hat. Es geht darum, die Dinge wiederzuentdecken, vor denen man mit etwa 18 Jahren in die große weite Welt geflohen ist. Im Prinzip ist es ein Liebesbrief an die Provinz, geschrieben, wie Illies nun mal schreibt. Überraschungen darf hier niemand erwarten.

Natürlich fehlt auch in Ortsgespräch nicht der Versuch, den Leser nachdenklich und mit einem Stirnrunzeln zurück zu lassen. Das wird dieses Mal zwar mit den Schilderungen der schleichend größer werdenden Probleme der deutschen Provinz etwas früher eingeleitet (und nicht erst auf den letzten Seiten wie bei seinem Erstlingswerk), so recht gelingen will es Florian Illies aber auch in seinem vierten Buch nicht. Macht aber nichts. Wer Generation Golf mochte, wird auch Ortsgespräch mögen, wer Generation Golf schon banal fand, der wird mit Ortsgespräch erst recht nichts anfangen können. Ich jedenfalls lasse mich immer wieder gerne von ihm mitnehmen auf eine schön geschriebene Reise in die Vergangenheit.

Was an dem Buch allerdings frech sein soll, bleibt das Geheimnis der Welt am Sonntag.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Vorweg: Ein gutes Buch, auch wenn es nicht das Momentum von "Generation Golf" (GG) hat und in der medialen Öffentlichkeit haben wird.

Die Mechanik des Buchs ist jene der US-amerikanischen Soziologen à la Postman und Sennett: Individuelle Erlebnisse werden abstrahiert und stehen dann für kollektive Empfindungen einer Generation, respektive Gegend. Hier ist es nun die Provinz, die so genannte, die sich Florian Illies ausgesucht hat.

Anekdotenreich und mit viel Liebe und Verstand fürs Detail guckt er hinter Theken, Tankstellen und Tante-Emma-Lädchen auf dem Lande. Süffisant endet fast jeder (kleine) Abschnitt mit einem kleinen Seitenhieb auf die Gegebenheiten -- ohne die Menschen bloßzustellen. Die Menschen im Übrigen haben alle Namen; ein gewohntes Stillmittel aus GG1 und GG2 und der Herren Stuckrad-Barre und Kracht.

"Generation Golf" beschrieb noch den Markenkosmos der 80er-Jahre; In "Ortsgespräch" sind es die Interaktionen der ländlichen Bewohner zu einander: Hier wird getratscht, eingeweckt, man geht zum Konfirmandenunterricht, klettert nachts über Freibadzäune (und wird vom Dorf-Sheriff des Platzes verwiesen) undsoweiter.

Die Golf-Generation, die heute das Buch bei Wellness-Wasser mit Green-Lemon-Geschmack im Ikea-Sessel liest, -- egal, ob in der Großstadt oder auf dem Lande -- wird die beschriebenen Erlebnisse, Orte, Personen wie eine Checkliste im eigenen Erinnerungs-Archiv abhaken können: "Ja, so war es auch bei mir!" Und: "So schlecht war es nun auch wieder nicht."

Illies beschreibt seinen Heimaturlaub wie einen Besuch im Heimatmuseum (so auch eine Kapitelüberschrift in dem Buch) und stellt die These auf, dass wir (da ist wieder dieses famose "wir") uns nach eben jenem Landlleben sehnten. Gehetzt durch Coffee-to-go und SMS strebten wir alle nach eben diesem Stück vertraute Provinz. Warum dies so ist, wird er uns wohl in "Generation Golf Drei -- Der Schrottplatz". offenbaren; "Ortsgespräch" ist mehr eine Beschreibung der wellenförmigen Entwicklungen in der Provinz. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein nettes Buch . . . 20. November 2010
Von Bajrare
Format:Taschenbuch
...hätte es werden können. Ist es aber leider nicht geworden. Warum? Schon auf dem Umschlag gibt es den entscheidenden Hinweis: "liebenswerte Skurrillitäten der deutschen Provinz" will Illies enthüllen. Abgesehen von dieser abgedroschenen Klischeeformulierung, nur weil das Leben in kleineren Orten seine Besonderheiten hat ist es noch lange nicht skurril oder eigenartig, vmtl. nicht einmal liebenswerter als anderswo. Aber das werden Metropolenbewohner wie Illies wohl nie begreifen, auch wenn sie selbst aus genau solchen Orten stammen. Nur in deren Vorstellungswelt gibt es diese Art Provinz die im Buch beschrieben wird; für Großstädter für die "draußen auf dem Land" unmittelbar hinter der Stadtgrenze von Berlin beginnt, und der Rest Deutschlands in dörflicher Tristesse versinkt. Genau für solche Großstadtbewohner hat Illies auch seine Provinz erfunden, eine Provinz in der die Zeit irgendwann in den 60igern stehengeblieben ist. In der vorsintflutliche Elektrogeräte und Computer benutzt werden, eine ganze Region keinen Handyempfang hat, sondern noch Wählscheibentelefone mit Schnur besitzt; und in der eine abonnierte Tageszeitung nicht geliefert wird weil der Besitzer des Schreibwarenladens das nicht begreift. In der die Menschen sich benehmen wie Figuren aus der Augsburger Puppenkiste, und auch die dazu passenden merkwürdigen Namen haben. Das Buch liefert auch gleich noch einige Erkennungsmerkmale für provinzielles Verhalten dazu; ich muß zu meiner Schande gestehen daß ich tatsächlich ertappt wurde. Erstens, ich habe eine Duschmatte im Badezimmer liegen, die lt. Illies, jeder Großstädter mit spitzen Fingern sofort entfernt, und zweitens, ich benutze noch eine traditionelle Kaffeemaschine, die tatsächlich röchelnd ihren Dienst tut. (jetzt gerade!) Obwohl das, auch lt. Illies, bei modernen Menschen nicht mehr üblich ist. Morgen werde ich mir noch ein beschichtetes Brettchen für mein Abendessen besorgen und mich dann dumpf-dämlich aber glücklich ins provinzielle Nichts aufmachen.
Liebenswert-skurril ist eben der falsche Ausdruck wenn man Menschen als geistig zurückgeblieben, rückständig, primitiv und spießerhaft abqualifiziert, allein aufgrund ihres Wohnortes. Da hilft es auch nichts daß im Vorwort erklärt wird alles sei erstunken und erlogen. Das Buch hinterläßt einen zweifelhaften Nachgeschmack und wirklich zum Lachen ist es auch nicht, trotz der für den Autor typischen "Genau so wars"-Momente und gewohnt origineller Formulierungen.
Fazit: Für Großstadtbewohner oder solche die sich dafür halten liefert diese Buch eine detaillierte Zusammenfassung aller gängigen Klischees, für alle anderen knapp 2 Std. Kopfschütteln und zusätzlich das ungute Gefühl zuviel Geld für zuwenig Inhalt ausgegeben zu haben.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Unmemorable
I won't rememember this book with any affection. It starts well but didn't hold my interest. I had the impression at times that the author was trying to 'show off' his vocabulary... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von James1 veröffentlicht
Langweilig
Wie schon im Klappentext erwähnt wird, schildert der Autor Florian Illies den Besuch seiner Heimat. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Donna Wetter veröffentlicht
Alles bestens! Tolles Buch über meine Heimat ;-)
Tolles Buch über meine Heimat ;-)
Teilweise glaubt man als Ausenstehender "typisch Land" aber nicht alle Klischees stimmen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Juli 2009 von D. Lang
humoresker Abgesang der Provinz in Zeiten der Globalisierung
sehr schade. das Hörbuch hat wirklich gute Ansätze und ist zuweilen fast lustig. Allerdings politisiert Florian Illies zu sehr. Auch ist er zu detailverliebt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Mai 2009 von christian4711
Überflüssig
Diese Buch ist einfach nur schlecht und überflüssig. Wer RTL/SAT1/PRO7/ Comedians lustig findet, der ist mit diesem Buch gut beraten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Dezember 2008 von Matthias Heise
Ist es nicht so?
Ist es nicht so: Am liebsten liest man in Büchern, in denen man irgendwie selbst vorkommt. Nachdem es nun wirklich salonfähig ist, sich zu seiner Landkindheit zu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. November 2008 von Thomas Kempter
so öde ist es auf dem land nun auch nicht
also ich selber komme aus der gegend, habe in fulda studiert und war während dieser zeit sehr oft bei freunden in schlitz. ich hatte generation golf gerne gelesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. April 2008 von Petra
Absolut entbehrlich
Mein erstes und sicher letztes Buch von Florian Illies. Eine Ansammlung von Allgemeinplätzen, Banalitäten und billigen Gags. Absolut entbehrlich, schade um's Geld! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. März 2008 von Leseratte
Ordentliches Buch, bescheidenes Hörspiel
Schade, die Geschichte ist eigentlich ganz gut, viele Landpomeranzen werden sich darin wiederfinden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Januar 2008 von Waldemar
Wie schön ist es doch auf dem Dorf
Immer flüchten wir zur Ausbildung in die roße Stadt um dann festzustellen, dass es auf dem Dorf doch schöner ist. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Oktober 2007 von C. Wetzel
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