wo Kanzleramt in der öffentlichkeit inzwischen mehrheitlich durch Johannes Heil und Alexander Kowalski wahrgenommen wurde, wird es besonders spannend, wenn labelboss Laux quasi aus dem (naja, seit der Groove-titelstory vielleicht auch doch wieder nicht mehr) hintergrund sein statement zum status quo abgibt. und das lautet klar Techno mit breite und tiefe in einem traditionellen verständnis, nach seinem samt remixalbum durchgefeierten zwei jahre alten letzten, das sich verhältnismäßig stark mit breaks beschäftigte.
fein austarierte tracks, die sich nicht um frickelei und anderen neumodischen kram scheren, sondern ganz auf musikalität setzen, die sich in trancey und (achtung neu!) jazzy aspekten niederschlägt. ein gewisser Niklas Mascher trägt dazu mit saxophon und flöte bei. vielleicht stand bei dieser konstellation insgeheim Laurent Garnier pate mit seinem technojazz-hit 'the man with the red face'. dürfte es öfter geben.
alles in allem ein getragenes werk, das sich langsam und dafür tief setzt und nichts zu erzwingen sucht.