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Orlando.
  
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Orlando. [Unbekannter Einband]


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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: Frankfurt a.M, S. Fischer 1961. (1961)
  • ASIN: B0050DFMUA
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)

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Virginia Woolf
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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mad Circus TOP 1000 REZENSENT
Format:Broschiert
Trotz der gehaltvollen Idee der langsamen Transformation des Geschlechts- und Zeitsubjekts Orlando wird der Roman am Ende zunehmend langatmig und kann kaum mehr halten, was er am Anfang verspricht. Die Sprache von Virginia Woolf verliert sich in Abstraktionen und Phantasmagorien Orlandos und die Erzählung wird zunehmend unkonkret. Im Grunde ist auch kaum etwas passiert, da Orlando nur wenige Erlebnisse innerhalb dieser massiven Zeitspanne hat. Nähme man nur die als Geschichte deklarierte Zeit als Folie, immerhin 400 Jahre, dann ist das Leben Orlandos geradezu langweilig und nichtssagend, weil es sich nicht auf das europäische Leben dieser Zeiten bezieht, sondern in philosophischen Reflexionen und Weltanschauungen zwischen Liebe, Literatur und Leben erbricht. Vielleicht fehlt auch etwas sehr Essentielles, nämlich wie und in welcher Weise Orlando durch seine soziale Umwelt bewertet wird. Es ist als ob er/sie die Geschlechtlichkeit nur als äußere Hülle verlieren würde. Wo aber genau die Qualitäten dieser Verwandlung liegen, wird kaum erarbeitet. Außer der Geschlechtstransformation passiert inhaltlich wenig und da sich der Mensch an Ereignissen, kollektiver und subjektiver Art, orientiert, verwundert das, für mich, schwache Ende auch nicht, es ist in gewisser Weise ereignislos. Dennoch gibt es großartige Sprachspiele und wunderschön zu lesende Parabeln in diesem Buch, die man gerade als lebensphilosophische Reflexionen lesen kann. Ebenfalls macht das Buch keinen Hehl aus bestimmten Weltanschauungen und so darf Orlando am Anfang der Erzählung auf einem Mohrenschädel herumhauen.
Im Grunde ist das Paradox dieses Romans, dass er mit der Zeitrechnung brechen möchte, sich selbst aber gegen jede Darstellung von Zeit sperrt und diese auf die subjektive Erfahrbarkeit herunterbricht.

Ich empfehle das Buch zu lesen, aber halte es für überschätzt.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mehr als eine Biografie 12. November 2004
Von naurmel
Format:Taschenbuch
Orlando, ein Mensch. Ein aufgeklärter Geist. Ein Romantiker durch und durch. Ein Werkzeug seiner Schöpferin. Die Lebensgeschichte Orlandos ist fantastisch und schön. Oberflächlich sehen wir einen Menschen, der durch die Kraft der Liebe (oder einen Fluch) jung bleibt und nicht sterben kann. Als Nebeneffekt ändert sich jedoch mit der Zeit das Geschlecht. Was sich seelisch schon lange anbahnt, verführt körperlich die Wanddlung mit einem Paukenschlag. Also keine müde transsexuelle Geschichte. Jedoch sollte die Betrachtung nicht so oberflächlich bleiben.
Es amüsiert den Leser, wie die Autorin eine verrückte Geschichte nutzt, um ein Gemälde ihres Landes durch die Zeit des größtesn Wandels zu malen. Orlando führt uns von Elisabeth der ersten bis in die Neuzeit, die Gegenwart der Erzählerin.
Während dieser Zeit erleben wir auch den Wandel der Literatur, immer geschildert durch das Auftreten bekannter Schriftsteller und Kritiker. Dabei kommen die Kritiker weit schlechter weg als die Autoren.
Zudem erhalten wir ein Sittengemälde der Epochen. Nicht zu vergessen die spöttisch ausgeführte Kritik an der Unfähigkeit der Protagonisten, über den eigenen Schatten zu springen. Das gipfelt in dem Prozess gegen Orlando, in dessen Verlauf dem Ex-Pier zwar seine Existenz trotz Geschlechterwandel zugesprochen wird, ich will nicht zu viel verraten.
Meine Angst, es handele sich hier um eine lesbische unerfüllte Liebesgeschichte, die in der Realität der Autorin bestimmend für ihr Leben war, mich aber nicht viel angeht, hat sich nicht bestätigt. Es ist zwar erhellend, diesen Umstand zu kennen, trägt aber zum Verständnis der Geschichte nicht bei.
Die Sprache ist in der Übersetzung fein und spritzig. Der Esprit der Autorin kann sich dank der guten Übersetzung voll entfalten. Ich liebe das Buch und empfehle es allen romantisch veranlagten Menschen.
Gehört nicht hierher, steht aber trotzdem da: der Film ist auch *****, das Hörbuch ist nicht so.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ein spannender Gedanke, in England, im Mittelalter die Lebensgeschichte eines Menschen zu beginnen, der über Jahrhunderte weiterlebt ohne wirklich zu altern, nach 200 Jahren das Geschlecht und damit ein ganzes Leben wechselt. Orlando lebt in einer tiefen emotionalen und poetischen Innenschau. Er/sie macht alle nur erdenklichen Erfahrungen mit Ruhm, Liebe, Einsamkeit und Beziehungen. Die Sprache des Buches ist sehr schön und tragend,der "Biograf" spart nicht mit eigenen Betrachtungen und Abschweifungen, die im ersten Teil des Buches eine sehr schöne anregende Stimmung erzeugen. Mit dem Anbruch des Victorianischen Zeitalters wird die Erzählung allerdings etwas sehr ausschweifend, da anscheinend in Orlandos äußerem Leben nichts wirklich bewegendes mehr passiert, was vielleicht bei einer gelebten Zeit von 300 Jahren so sein mag. Ereignisse tauchen in den üppigen Sinnbetrachtungen des "Biografen" unter. Alles in allem hat das Buch in mir das Gefühl erzeugt am Leben eines weiblichen Dr Faust teilgehabt zu haben, der die Welt nicht begreifen will, sondern dem sie sich in der tiefe der Gefühle erschließt.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Einzigartig und bewundernswert
Es fällt schwer, über dieses Werk eine gute, passende Rezension zu schreiben, weil der Roman so unsagbar vielschichtig ist, dass man kaum weiss, wo anzufangen. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Jörg Wolter veröffentlicht
Selbst Raum und Zeit können Orlando nicht aufhalten
Im 16. Jahrhundert ist der 16jährige Aristokrat Orlando der Geliebte der englischen Königin, was ihm natürlich nur von Vorteil sein kann. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von deathdealer92618 veröffentlicht
"Ist dies, was die Leute Leben nennen?"
Virginia Woolfs "Orlando" erschien am 11. Oktober 1928 in London. Als befreiende Entspannung nach den Strapazen im Zuge der Entstehung von "Miss Dalloway" und "To the Lighthouse"... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Juli 2008 von A. Wolf
Ja, es gibt bessere Romane - dennoch: mein Favorit
So grob man den Inhalt dieses Romans auch zusammenfasst - einzigartig bleibt er:
Orlando, anfangs ein stattlicher Höfling, durchlebt (seelisch höchst verwundbar, nie... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Januar 2008 von Roberto Lorenz
Anspruchsvoll
Beim durchstöbern einer Buchhandlung fand ich kürzlich diese Ausgabe von Virginia Woolfs Orlando. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. August 2007 von Lissy Bennet
Seiner Zeit voraus
Mit diesem Werk beweist die Autorin, dass sie völlig zu Recht zu den bedeutensten Autoren der westlichen Hemisphäre gezählt wird. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Juli 2007 von Udo Kaube
Mann oder Frau? - Mensch!
Mit unbändiger Fabulierlust erzählt Virginia Woolf vom Leben Orlandos, der als Junge zur Welt kommt und als Frau Karriere macht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Mai 2007 von Rolf Dobelli
Etwas unglaubliches
Nachdem ich die ersten Seiten dieses Buches gelesen hatte, bemerkte ich, daß es etwas ganz anderes ist, als alles was ich bisher gelesen habe. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. September 2003 von "lesners"
Eine Liebeserklärung
Bevor man dieses wunderbare Buch von Virginia Woolf liest, sollte man ein wenig über die Beziehung zwischen ihr und Vita Sackville-West wissen, denn dann liest man das Buch... Lesen Sie weiter...
Am 17. Juni 2000 veröffentlicht
Besser als der Film !!!
Ich muss zwar gestehen, dass ich zuerst den Film gesehen habe und danach erst das Buch gelesen, was man ja eigentlich nicht tun sollte, denn zu oft wird einem /einer dann der... Lesen Sie weiter...
Am 14. Januar 2000 veröffentlicht
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