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Orlando [VHS]
 
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Orlando [VHS]

Tilda Swinton , Billy Zane , Sally Potter    Freigegeben ab 12 Jahren   Videokassette
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Darsteller: Tilda Swinton, Billy Zane, Lothaire Bluteau
  • Regisseur(e): Sally Potter
  • Format: PAL
  • Sprache: Englisch, Französisch
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 10. Mai 1994
  • Spieldauer: 93 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00004ROZU
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 13.192 in VHS (Siehe Top 100 in VHS)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Atemberaubend und praktisch frei assoziierend wird Sally Potters Orlando Herr seiner Schwächen zu den neben einigen farblosen Darstellerleistungen auch narrative Struktur gehört, die man -- mehr als freundlich ausgedrückt -- als lose beschreiben muss, und entwickelt sich zu einem Diskussionen provozierenden, die Geschichte übergreifenden transsexuellen Drama, das einen lange verfolgt. Auf Grund des von Königin Elizabeth I. (von dem legendären Cross-Dresser Quentin Crisp überraschend unaffektiert verkörpert) ausgesprochenen Befehls, nicht mehr altern zu dürfen, wird die Titelfigur unsterblich. Daraufhin folgen wir Orlando bei einer 400 Jahre dauernden Reise durch eine an Träume erinnernde britische Geschichte. Mitten im Film wechselt Orlando sein Geschlecht -- dank Sally Potters großartiger Zurückhaltung geht diese Verwandlung mit nur wenig Aufwand und ohne jede Erklärung vor sich.

Tilda Swinton, die die Titelrolle spielt, ist als Frau um einiges überzeugender als in dem männlichen Teil ihrer Rolle. Trotzdem ist ihre Passivität und Ausdruckslosigkeit auch in der zweiten Hälfte des Films zum Teil noch enervierend. Sally Potter hat Tilda Swinton dazu ermutigt, direkt in die Kamera zu spielen. Die daraus resultierenden beiseite gesprochenen Passagen und die an uns gerichteten Blicke können in gewissen Momenten amüsant sein, doch oft wirken sie bedeutungslos oder sogar störend, als mache sich der Film über sich selbst lustig. Aber trotz allem, die gewollten Eigenheiten und das bewusste Understatement des Films bringen das Projekt nie ganz zum Kentern. Und wenn man sich einmal der Logik der Filmemacherin hingibt, wird man von dem panoramischen Schwung der Kameraarbeit (zu den herausragenden Sets des Films gehört eine aristokratische Schlittschuh-Party auf der gefrorenen Themse während des großen Londoner Frosts von 1603, eine überwältigende Zelt-Karawane in Zentral-Asien und unzählige verschwenderisch ausgestattete Boudoirs und andere Innenräume) hingerissen sein. Orlando ist kein Merchant-Ivory-Film wie Zimmer mit Aussicht oder Was vom Tage übrig blieb, kein zimperliches, schnell zu vergessendes Ausstattungsstück. Dieser Film hat Biss und erwischt einen meistens dann am härtesten, wenn man es gar nicht erwartet. Orlando basiert zwar auf Virginia Woolfs gleichnamigen Klassiker der literarischen Moderne, hat aber insgesamt wenig Ähnlichkeit mit dem Roman. --Miles Bethany

Kurzbeschreibung

"Orlando durcheilt in einem einzigen Leben vier Jahrhunderte, von den Tagen der großen Elisabeth bis zum heutigen Tag. Auf halbem Wege wechselt der junge Edelmann das Geschlecht. Aus dem Favoriten der greisen Königin, dem liebeswunden Höfling, dem Gesandten der Krone in fernen Landen wird Orlando eine Lady, die in den literarischen Salons des 18. Jahrhunderts belächelt wird und im Zeitalter Viktorias vom Mann ihrer Träume ein Kind empfängt. Orlandos Reise durch die Zeit endet im lärmenden London von heute."

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Surreal 29. Juli 2007
Von Weitsicht
Format:DVD
Kurz vor ihrem Tod im Jahr 1600 vermacht Königin Elizabeth I. dem schönen jungen Höfling Orlando einen Landsitz unter der Bedingung, dass er niemals altern und welken dürfe. Dieser Wunsch wird zum Schicksal Orlandos. Vergeblich bemüht sich dieser Mensch ' zunächst als Mann, ab dem 18. Jahrhundert dann als Frau ', Spuren zu hinterlassen. Orlando bleibt einsam, ohne Liebe, ohne Freunde und sehnt sich nach Sterblichkeit.
Aus dem 1928 von Virginia Woolf veröffentlichtem surrealen Roman "Orlando. Die Geschichte eines Lebens", einem feinsinnigen und ideenreichen Fantasiewerk mit Anspielungen auf den Lebenslauf ihrer Freundin Vita Sackville-West, machte Sally Potter einen ganz besonderen Film.

Inhalt:

1600, Tod: Orlando (Tilda Swinton) lebt mit seinen Eltern (John Bott, Elaine Banham) am Hof der englischen Königin Elizabeth I. (Quentin Crisp). Vor ihrem Tod im Jahr 1600 vermacht die greise Monarchin dem schönen jungen Aristokraten einen Landsitz unter der Bedingung, dass er niemals altern und welken dürfe.

1610, Liebe: Zehn Jahre nach dem Tod der Königin verliebt Orlando sich während eines strengen Winters in Alexandra ("Sascha") Menschikowa (Charlotte Valandry), die hübsche Tochter des Moskowiter Botschafters (Viktor Stepanov), aber die junge Frau spielt nur mit seinen Gefühlen. Als das Eis bricht und die Russen abreisen, fällt Orlando in einen tiefen Schlaf. Ratlos stehen die Ärzte an seinem Bett.

1650, Poesie: Nach sechs Tagen erwacht Orlando. Er gibt dem von ihm bewunderten Poeten Nick Greenes (Heathcote Williams) eigene Gedichte und möchte seine Meinung darüber hören. Der eitle Geck redet Orlando zunächst nach dem Mund, aber nur, bis er von ihm eine Leibrente herausgeschlagen hat. Danach verhöhnt er seinen Mäzen in einem Spottgedicht.

1700, Politik: Orlando geht für zehn Jahre als englischer Botschafter in die Türkei und befreundet sich dort mit dem Khan (Lothaire Bluteau). Gerade als ihm Erzherzog Harry (John Wood) im Auftrag von Königin Ann einen Orden überbringt, bricht in der Türkei zum Entsetzen Orlandos ein Krieg aus. Erneut fällt er in eine lange Ohnmacht, und als er erwacht und in den Spiegel schaut, stellt er fest, dass er nun eine Frau ist.

1750, Gesellschaft: Orlando befindet sich wieder in England und beteiligt sich widerstrebend an einer Konversation, bei der es darum geht, möglichst geistreiche Sotissen auszuteilen. Weil nur Männer etwas besitzen können, will man ihr das Landhaus wegnehmen. Als Erzherzog Harry ihr einen Heiratsantrag macht, flieht Orlando durch ein Labyrinth.

1850, Sex: Nach einer Liebesnacht mit Shelmerdine (Billy Zane) erhält Orlando Besuch von zwei Polizeibeamten, die ihr erklären, ein Gericht habe entschieden, dass ihr Besitz einem männlichen Nachfahren vorbehalten sei. Shelmerdine reitet allein los; er will nach Amerika und sucht nach Freiheit. Schwanger irrt Orlando in einem Krieg herum.

Geburt: Orlando fährt Motorrad. Ihre kleine Tochter (Jessica Swinton) sitzt im Beiwagen. Orlando hat einen Roman über ihr Leben geschrieben, lässt nun die Vergangenheit los und ist keine Gefangene ihres Schicksals mehr.

"Orlando" ist ein opulent ausgestatteter, wunderbarer Kinofilm mit episodenhafter Struktur. Die edlen Bilder sind von außergewöhnlicher Ästhetik, bleiben jedoch immer etwas distanziert, als ob Sally Potter gefühlvolle Reaktionen der Zuschauer vermeiden wollte. Tilda Swinton ist schlichtweg die Idealbesetzung der androgynen Titelrolle.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Britische Androgynität 2. Dezember 2009
Von Mrs. Peel
Format:DVD
Der englische Adelsmann Orlando (Tilda Swinton) durchreist angefangen vom Elizabethanischen Zeitalter bis ins 20. Jahrhundert die einzelnen Epochen der britischen Historie. Als Günstling der Queen vermachte ihm Elizabeth I. (Quentin Crisp) einst auf dem Sterbebett ein Anwesen unter der Bedingung, dass Orlando nicht altern darf. Mit dem Wandel der Zeit ändern sich trotz ewiger Jugend für Orlando die Umstände, was schmerzhafte Verluste mit sich bringt. Auf die erste Liebe folgt die erste Trennung. Er bereist die Welt und wird auf den unterschiedlichsten Gebieten tätig. Zwischendurch wechselt er schließlich auch das Geschlecht und verliert dadurch seine Standesprivilegien. Das ewige Dasein ermöglicht es Orlando, die Dinge aus den unterschiedlichsten Perspektiven und Erfahrungen heraus zu sehen. Eine Fähigkeit die Orlando von allen anderen unterscheidet. So mündet die krampfhafte Suche nach einem Platz in der Gesellschaft in der befreienden Emanzipation von deren Zwängen.

Virginia Woolfs Roman Orlando ist nicht nur ein großes Plädoyer für Toleranz und individuelle Freiheit, sondern auch bekannt als längster Liebesbrief der Literaturgeschichte an die Schriftstellerin Vita Sackville-West, mit der Woolf eine längere Liebesbeziehung einging. Unterteilt wird die Handlung ausgehend vom Jahr 1600 in die einzelnen Episoden Tod, Liebe, Poesie, Politik, Gesellschaft, Sex und Geburt. Tilda Swinton spielt Orlando mit markanter Mimik und einer fast schon hypnotisierenden zeitlosen Androgynität. Dabei macht Regisseurin Sally Potter durch raffinierte Einstellungen und intime Nahaufnahmen den Zuschauer quasi zu Orlandos Komplizen, indem sie Swinton öfters ironische Kommentare direkt zur Kamera sprechen lässt. Auch die kammerspielartige Atmosphäre der einzelnen Szenen kolportiert eine voyeuristische Distanz zu den Geschehnissen. Die Geschlechterrollen fließen wie auch bei Woolf aus den unterschiedlichen Ebenen allmählich ineinander (Orlando nackt vor einem Spiegel: "Derselbe Mensch, überhaupt kein Unterschied, einfach nur ein anderes Geschlecht"). Unter diesem Aspekt wurde schließlich auch das Cast besetzt: Quentin Crisp gibt Elizabeth I. eine fast schon surreale Note. Charlotte Valandrey als erste Liebe Sasha sieht Billy Zane als spätere Liaison Shelmerdine verblüffend ähnlich. Und auch Popsänger Jimmy Somerville fügt sich mit einem Cameo-Auftritt als singender Engel mit hohem Falsett in dieses Schema ein. Die Ausstattung und die Kostüme sind opulent, aber ohne pompös zu wirken.

Das Bild dieser DVD ist gezeichnet von sehr unscharfen und grobkörnigen Texturen sowie grellen Kontrasten, was gerade bei großen Bildschirmen arg ins Auge sticht. Das Format ist 1,85:1. Die Tonspur liegt in Dolby Surround auf Englisch und Deutsch vor.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Videokassette
"Orlando: A Biography" wurde als eine Huldigung an Virginia Woolf's Freundin und Geliebte Vita Sackville-West geschrieben. Die Handlung folgt Orlando's Wandlung von einem 16jährigen Edelmann am elisabethanischen Hof durch die Epochen bis zur Neuzeit, wobei er nebenbei nach einem tiefen Schlaf das Geschlecht ändert und zur Frau wird: "Same person, no difference at all. Just a different sex."
'Gender' wird als eine instabile Kategorie gezeigt und die scheinbar naturgegebenen Unterschiede zwischen den Geschlechtern werden als Farce enttarnt. Der Film setzt hier durch 'cross-dressing' Virginia Woolf's Roman(-biographie) genial um: Tilda Swinton verliebt sich als Hofmann unsterblich in die russische Prinzessin Sascha, Quentin Crisp ist eine faszinierende Besetzung für Königin Elisabeth I und Jimmy Somerville's Gesang passt zu dem Konzept von Androgynität.
Sally Potter's fantastische filmische Umsetzung ist mit seinen herrlichen Kostümen und Ausstattung ein wunderbarer ästhetischer Genuss und eine Verfilmung, die dem Humor, der Vielschichtigkeit und der Bedeutung der literarischen Vorlage gerecht wird. Über 25 Preise auf internationalen Festivals und eine Oscarnominierung würdigten diese Leistung.
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Längen-Tiefen-Verschiebung
Ich glaube ich habe den Film in seinem Erscheinungsjahr zuletzt gesehen, das ist nun 10 Jahre her.
Zufällig ist er mir hier wiederbegegnet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Dezember 2009 von Keymilan
Ein Juwel mit bescheidenem Ruhm
Tilda Swinton in zahlreichen Epochen der Weltgeschichte, mal als Mann, mal als Frau. Dieser Film wird niemals langweilig. Wandlungsfreudige Handlung, atmosphärische Bilder. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. November 2009 von Leif Boysen
Seltsam
Der Film ist auf eine Art interessant, allerdings ist er auch seltsam und schwer zu durchblicken - merkwürdige Story
Veröffentlicht am 17. Mai 2009 von R. Baschkar
Super Kostümfilm!
Ein toller Kostümfilm, der mehrere Epochen abdeckt! Die Spanischen Mode zur Zeit Elizabeth I, den Hochbarock zur Zeit Ludwig XIV, das Rokoko und das 2. Rokoko im 19. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. März 2009 von Anna Wintour
Poetisches Vexierspiel zwischen den Geschlechtern
"Orlando" basiert auf dem gleichnamigen Roman von Virginia Woolf und wurde von Sally Potter filmisch adaptiert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Dezember 2008 von the_clairevoyant
Alle Jahre wieder
Ich finde den Film so interessant,

dass ich ihn mir jedes Jahr ansehe, seitdem ich die

DVD besitze. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Januar 2007 von Christabel Byatt
Zeit- und geschlechtslos, denn nur der Mensch zählt ...
Die Geschichte von Orlando (Tilda Swington), der seit dem 17. Jahrhundert nach einem Versprechen nicht mehr altert und uns so unterschiedlichste Momente seines Lebens bis zum 20. Lesen Sie weiter...
Am 10. Mai 2002 veröffentlicht
Imortal, fantastic story.
Virginia Woolf is the greatest author of the 20th century for me.The perfect language, the capacity of her imagination and the power of her literature impressed me very much. Lesen Sie weiter...
Am 12. Dezember 1997 veröffentlicht
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