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Orlando Furioso
 
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Orlando Furioso [Box-Set]

Antonio Vivaldi Audio CD
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Künstler: Marie-Nicole Lemieux, Jennifer Larmore
  • Orchester: Ensemble Matheus
  • Dirigent: Jean-Christophe Spinosi
  • Komponist: Antonio Vivaldi
  • Audio CD (31. Januar 2005)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 3
  • Format: Box-Set
  • Label: Opus 111 (Indigo)
  • ASIN: B00061ZKP8
  • Weitere Ausgaben: Audio CD
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 36.588 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

Disk: 1
1. Sinfonia: Allegro
2. Andante
3. Allegro
4. Rezitativ (1. Akt)
5. Un raggio di speme
6. Rezitativ
Alle 27 Titel anzeigen.
Disk: 2
1. Rezitativ (2. Akt)
2. Vorresti amor da me
3. Rezitativ
4. Benché nasconda
5. Rezitativ
6. Taci, non ti lagnar
Alle 35 Titel anzeigen.
Disk: 3
1. Rezitativ (3. Akt)
2. Dove il valor combatte
3. Rezitativ
4. L'arco vuò frangerti
5. Rezitativ
6. Rezitativ
Alle 32 Titel anzeigen.

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Oper „Orlando furioso“ ist das vierte Werk in der Reihe opere teatrali der umfangreichen Vivaldi Edition von Naïve. Heute zählt sie zu einer der bekanntesten und beliebtesten Opern Vivaldis, stand im Mittelpunkt seines Schaffens und wurde 1727 für das Teatro San Angelo in Venedig komponiert. 14 Jahre zuvor hatte der prete rosso seine erste Oper „Ottone in Villa“ vertont, und 14 Jahre nach der Uraufführung des Orlando verstarb er in ärmlichen Verhältnissen in Wien. Über die Rezeptionsgeschichte gibt es kaum Informationen, man kann aber davon ausgehen, dass diese arienreiche Oper beim damaligen Publikum für Begeisterung gesorgt haben dürfte. In „Orlando furioso“ sind nämlich einige der schönsten Arien von Vivaldi zu hören, wie etwa „Nel profundo“ und „Sorge l´irato nembo“, um nur ein paar zu nennen. Bei der Arie „Come l´onda“ im dritten Akt handelt es sich um eine Rekonstruktion, da nur noch das Libretto, nicht aber die Partitur vorhanden war. Auch die Eingangssinfonie ist dem Manuskript abhanden gekommen, welches heute in der Nationalbibliothek in Turin neben 450 weiteren Autographen von Vivaldi aufbewahrt wird. Der Dirigent Jean-Christoph Spinosi entschied sich, dem Werk das Konzert in C-Dur für Streicher und Cembalo (RV 116) voranzustellen, das in seiner Struktur den Opernouvertüren Vivaldis ähnelt. Das Libretto wurde von Grazio Braccioli nach der Heldensage von Ariosto verfasst, in der es um den Kampf der Liebe mit magischen Mitteln geht. Ort der Handlung ist die Insel der Zauberin Alcina, auf die sich die schöne Angelica flüchtet, um den Nachstellungen Orlandos zu entkommen. Sie liebt nämlich Medoro und bittet Alcina um Hilfe. Die Zauberin verspricht, dass sie das Liebespaar wieder zusammen bringen wird. Orlando trifft ebenfalls auf der Insel ein, um die Urne des Zauberers Merlin an sich zu bringen. Dies tut er in der Hoffnung, so die Zaubermacht Alcinas zu brechen und Glück in der Liebe zu haben. Solange Alcina ihre magischen Kräfte inne hat, werden die Beziehungen und Gefühle von immer mehr Beteiligten verwirrt. Am Ende geling es jedoch dem liebeswahnsinnigen Orlando, Alcina zu entmächtigen und sich selbst von dem Wahn zu befreien. Orlando begreift, dass wahre Liebe nur zu erreichen ist, wenn man vom Liebeswahn geheilt ist. Das Sängeraufgebot dieser CD ist von allererstem Rang und entspricht dem hohen Niveau der Vivaldi Edition. Die Titelrolle wird von der Altistin Marie-Nicole Lemieux gesungen, die Zauberin Alcina von der Mezzosopranistin Jennifer Larmore. Desweiteren sind Veronica Cangemi (Sopran), Blandine Staskiewicz (Mezzosopran), Philippe Jaroussky (Countertenor), Ann Hallenberg (Mezzosopran) und Lorenzo Regazzo (Bassbariton) zu hören. Die musikalische Leitung übernahm Jean-Christophe Spinosi mit seinem Ensemble Matheus.

Liebhaber der Barockoper sollten sich diese Aufnahme auf keinen Fall entgehen lassen!

Produktbeschreibungen

ORLANDO FURIOSO

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31 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Entzauberte Zauberoper 6. März 2005
Format:Audio CD
Zunächst das Positive: Endlich wurde diese vielleicht beste Oper Antonio Vivaldis ohne Kürzungen oder sonstige Eingriffe auf CD aufgenommen. Dies und der Blick auf die mit hochkarätigen Namen prunkende Besetzungsliste genügen schon, um jeden Barockopernliebhaber in Feierlaune zu versetzen. Die schwindet aber beim Anhören rasch dahin, denn bald wird klar, dass sich der Interpretationsansatz von Spiritus rector Jean-Christophe Spinosi offensichtlich darauf beschränkt, alles so schnell wie möglich zu spielen. Das Ergebnis ist leider nicht unwiderstehliche Rasanz, sondern ein berserkerhaftes Musizieren, das jegliche Sensibilität für den Pulsschlag der Musik vermissen lässt und in Extremfällen zur bloßen Geräuscherzeugung degeneriert. Ein Feuerwerk, gewiss, aber eines, das lediglich Lärm produziert und die schönsten Arien-Perlen zu Kieselsteinen mutieren lässt. Gegenüber der Vergleichseinspielung von Claudio Scimone bedeutet dieser wahrhaftig "rasende" Roland zweifellos einen Fortschritt - leider einen in die falsche Richtung. Diese den Notentext radikal entstaubende Spielweise, die in Maestro Spinosis Aufnahme von "La verità in cimento" noch durchaus im positiven Sinne forsch und draufgängerisch wirkte, lässt hier ein Trümmerfeld voller geborstener Akkorde und verstreuter Melodiefetzen zurück. Wer Vivaldis geniale Musik für unverwüstlich hielt, wird hier auf schmerzliche Weise eines Besseren (?) belehrt. Der langen Rede kurzer Sinn: Die gute alte Scimone-Aufnahme von 1978 mag mit ihren zahlreichen Kürzungen, Umstellungen und Transpositionen philologisch anfechtbar sein, aber das, was darin von der Musik noch übrig geblieben ist, klingt wenigstens wie Musik. Und im Zweifelsfall ist das die bessere Alternative. Bleibt noch zweierlei. Erstens ein frommer Wunsch für Maestro Spinosi: Möge ihm der "Rote Priester" im Traum erscheinen und gehörig die Leviten lesen. Zweitens eine innige Bitte an das Plattenlabel: Eure Vivaldi-Edition ist eine großartige Sache und jede Empfehlung wert. Aber bitte vertraut die nächste Oper (möge sie bald erscheinen) wieder jemand Anderem an, am besten Alessandro de Marchi. Ich habe fertig.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Vivaldis Meisterwerk 24. August 2009
Von chessfips
Format:Audio CD
Ich habe mir so ziemlich alle Opern Vivaldis, die auf CD erhältlich sind, angehört, und mir hat diese Aufnahme von "Orlando furioso" ausgezeichnet gefallen. Viel besser als die Aufnahme von Claudio Scimone mit Marilyn Horne, die in den Rezitativen stark gekürzt ist und die nicht authentisch gesungen wird.

Da ist zunächst einmal die Handlung:

Die Handlung vieler Barockopern spielt in obskuren Herrscherhäusern, ist äußerst verwirrend und vermag uns kaum zu interessieren. "Orlando" ist vom Thema her auch für moderne Hörer interessant, denn dass jemand aus verschmähter Liebe "ausrastet" ( = furioso), soll es ja auch in unserer Zeit noch geben. Außerdem wird die Handlung durch teils leidenschaftliche Rezitative vorwärts getrieben und tritt nicht auf der Stelle wie in vielen Barockopern. Das Ende ist realistischer als das vieler Barockopern: Auch nach der Zerstörung von Alcinas Reich verschwindet das Böse nicht aus der Welt; Alcina, die Verkörperung des Bösen, verschwindet vielmehr in die Unterwelt.

Die Musik gehört zum Besten, was Vivaldi zu bieten hat, denn immerhin hat er 13 Jahre lang an diesem Werk gefeilt: wunderschöne Melodien (man höre die Nr. 24 aus der angebotenen Auswahlliste: "Sol da te, mio dolce amore"), großartige, abwechslungsreiche Orchesterbegleitung der Arien und Rezitative, Duette und Chorszenen (Jagdhörner).

Die Aufnahme stammt aus einem Projekt zur Wiederbelebung von Vivaldis Opernwerken, die Sänger, die auch in anderen ausgezeichneten Aufnahmen von Vivaldis Werken mitwirken, haben die zu Vivaldis Zeit übliche Gesangstechnik studiert, so dass die Aufnahme authentisch und idiomatisch klingt. Ruggiero, von dem bekannten Countertenor Philippe Jaroussky gesungen, wirkt einfach authentischer als der Bariton Bruscantini in der Aufnahme mit Claudio Scimone. Alle Sänger sind mit großer Leidenschaft bei der Sache.

Das Ende des 2. Aktes gehört zu den großen Szenen der gesamten Opernliteratur: Es ist für Orlando unfassbar, dass er von seiner geliebten Angelica hintergangen wurde und seine Gefühle schwanken zwischen Wut, Hass, Verzweiflung, Trauer und Rachsucht, bis er schließlich wahnsinnig wird. Ald diese Stimmungsschwankungen werden in Vivaldis Partitur und in der Interpretation der Altistin Marie-Nicole Lemieux großartig zum Ausdruck gebracht. Auch die späteren Wahnsinnsszenen (wie häufig bei Wahnsinnigen hat Orlando auch lichte Momente) werden eindrucksvoll gestaltet.

Auch der Humor kommt nicht zu kurz: Er umarmt die Statue des Zauberers Merlin und hält sie für seine geliebte Angelica: "Oh quanto è dura!" (Wie hart sie ist!) "Intirizzita è certo di paura" (Die Angst hat sie verhärtet). Er hebt die Statue in die Höhe. "Non temer, no, cor mio, ti stringe Orlando al sen." (Fürchte dich nicht, mein Herz, Orlando drückt dich an die Brust.)

Wem diese Aufnahme nicht gefällt, der ist für die Barockoper verloren.
Ich empfehle, die angebotenen Musikbeispiele anzuhören und empfehle u. a. No. 29: "Vorresti amor da me".
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mike Microphon VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Audio CD
Die Aufnahme des ORLANDO FURIOSO ist sehr gelungen, es treffen sich ein hervorragendes Ensemble, ein motiviertes Orchester und ein ausgezeichnetes Aufnahmeteam. Die reichliche finanzielle Unterstützung der OPUS111-Edition hat sich also gelohnt. Die Qualität dieser Aufnahmen übertrifft Labels wie VIRGIN deutlich, aber auch die ARCHIV. Man sollte sich von den albernen Coverbildern nicht irreführen lassen. Jean-Christoph Spinosi präsentiert ein spielfreudiges Orchester. Wenn man die Ohren spitzt, errät man auch den Grund für Spinosis Hang zur Agogik. Die Instrumentalisten sind nicht die Besten, Unsauberkeiten relativ häufig. Den Trick einer mitreisenden Interpretation zur Verdeckung von technischen Schwierigkeiten kennt jeder Provinzdirigent. Spinosi hat darauf zurückgegriffen. Die Oper selbst hat ihren Schwerpunkt in den Rezitativen, insgesamt eine spannende Komposition.
Die Aufnahme hat -dies als technischer Hinweis- eine sehr hohe Aussteuerung, d.h. man darf eine Dynamik in der Lautstärke erwarten, die grenzwertig ist. Viele Verstärker werden hier schlapp machen. Kritisieren sollte man diese Konzeption aber nicht, im Gegenteil handelt es sich um eine sehr ambitionierte, fast audiophile Abbildung. Die Aufnahme hat den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2005 erhalten!
Von den Sängern möchte ich außer Marie-Nicole Lemieux (Orlando) den Mezzo Ann Hallenberg hervorheben, die allmählich an Bekanntheit gewinnt. (Sie hat im TOLOMEO (2008) bei der ARCHIV die Titelpartie. Mehr zu empfehlen ist aber der IMENEO (2003) beim Label CPO, wo die Hallenberg die prima donna verkörpert). Ph. Jarrousky singt wie immer in seiner eigenen Liga, er hat allerdings nur eine Nebenrolle. Seine große Arie ist allein schon die Anschaffung wert! Sein Exklusivvertrag bei der VIRGIN ist natürlich eine Katastrophe für den anspruchsvollen Hörer, dafür habe ich das Schlagwort geprägt: Ruin-the-stars-Label!
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