Dieses Buch des bekannten britischen Origami-Künstlers ist ein hervorragend strukturiertes Grundlagenwerk zur japanischen Faltkunst. Es unterteilt sich in die Kapitel Grundwissen, einfache Projekte und moderne Projekte. Der einführende Teil, der über Papiersorten, Falze, Kniffe und Fachbegriffe informiert, ist besonders für Einstieger wichtig. Ein systematisches Bearbeiten der Seiten bildet die Grundlage dafür, dass die konkreten Projekte gelingen. Man macht sich vertraut mit der allgemein gültigen Zeichensprache des Origami, mit den Arbeitsphasen, die durch farbige Fotos und Zeichnungen schrittweise veranschaulicht werden, und der Robinson-Begrifflichkeit. Erfahrenen Papierkünstlern dient er zur Wiederauffrischung der allgemeinen Kenntnisse und zur Orientierung bezüglich des Robinson-Vokabulars. Der Arbeitsablauf der zu faltenden einfachen Projekte wird auf dreierlei Weise veranschaulicht: Schritt für Schritt wird die Handhaltung am zu faltenden Papier fotografiert, eine Zeichnung illustriert die Falttechnik und zusätzlich wird anhand einer Bildfolge die Veränderung der immer kleiner werdenden Papierquadrates offensichtlich. Damit ist das erfolgreiche Falten von Klassikern wie Himmel und Hölle, Knalltüte, Wasserbombe, Stern und Schachtel ebenso gewährleistet wie die Herstellung von modernen Figuren zum Spielen und Dekorieren. Im letzten Kapitel wird der Schwierigkeitsgrad nochmals angehoben. Komplexe Figuren und zusammengesetzte Behältnisse erfordern mehr Geduld und Akkuratesse, deshalb sollten Anfänger zunächst großformatig arbeiten. Während mich hier die aufwändig gefalteten Dinos, Vögel und Stinktiere weniger interessieren, haben die Schachteln und das Klappgrimassenspiel mein besonderes Interesse geweckt ' dank der Robinson-Methode war ich erfolgreich! Für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist die systematische Unterweisung vorbildhaft, bei den Modellen sollte jedoch in Bezug auf Schwierigkeit und altersgemäßen Gebrauchswert eine Vorauswahl getroffen werden.