Das ca. 170-seitige Buch gliedert sich in zwei große Teile: Zunächst werden in einem Einleitungskapitel grundlegende Symbole und Faltschritte erläutert. Dieses Kapitel ist sehr ausführlich gehalten und klar gegliedert - im Vergleich zu anderen Origami-Büchern ist das sehr angenehm.
Das zweite Kapitel besteht dann aus Faltanleitungen zu verschiedenen Tieren, wie Delfin, Collie, Mammuth oder Spinne. Zu Beginn jeder Faltanleitung sieht man ein Foto des fertigen Tieres und einen kurzen Hinweis darauf, welche Art von Papier man verwenden sollte. Dann folgt die Faltanleitung, die weitgehend Standardsymbole verwendet. Außerdem ist jeder Schritt noch einmal wörtlich erklärt, insofern sind die Anleitungen meist verständlich. Allerdings sind die Abbildungen ziemlich klein, so dass man Details bei schwierigen Tieren nicht ganz so gut erkennen kann.
Die Tiere sind unterschiedliche schwer (der Pinguin besteht z. B. nur aus 10 Schritten, die Gottesanbeterin hingegen aus 57); für totale Neueinsteiger sind sie jedoch in der Regel weniger geeignet.
Mein größter Kritikpunkt an dem Buch besteht darin, dass - wie schon von anderen RezensentInnen erwähnt wurde - viele Tiere trotz der vielen Schritte plump wirken. Das fiel mir schon beim Delfin auf der ersten Seite auf, bei dem ich drei Mal hinsehen musste, bis ich erkannte, wo nun der Kopf sein soll.
Wenn man nicht gerade exotische Tiere falten will, braucht man die meisten Faltanleitungen in dem Buch nicht unbedingt, weil man viele ohne größere Probleme auch im Internet finden kann. Ich würde das Buch also eher Fortgeschrittenen empfehlen, die auf der Suche nach einigen ungewöhnlichen Anleitungen (Spinne, Krabbe, Gottesanbeterin...) sind.