Was mir bisher ein Buch mit sieben Siegln war, liegt klar vor mir: Was spielt sich in den Gehirnen derer ab, die die wunderbaren und zum Teil hochkomplexen Origamifiguren erfinden.
Die einzelnen Methoden, wie man mehr "Spitzen" erreicht, mehr "Klappen", oder wie man Basen in eine andere implantiert, wie man zu Schuppen und Stachen kommt, all dies und viel mehr wird mit detailliert gezeichneten Diagrammen erläutert. Zu jedem Theoriekapitel gibt es mehrere Schritt-für -Schritt- Anleitungen für interessante Modelle, von leicht bis hochkomplex (Elchbulle, Kuckucksuhr). Auch für den, der nicht so gut im Englischen ist, wie zum Beispiel ich, ist das Buch Dank der unglaublich klaren schriftlichen Darstellung und der ebenso klaren Zeichnungen gut verständlich. Eine andere Frage ist, ob man ALLES selbst nachfaltet, auch die Theorie, denn viele Faltungen sind recht anspruchsvoll. Die Erleuchtung kommt auch ohne dass man alles selbst faltet.
Die mathematischen Formeln hat Lang auf wenigen Seiten zusammengefasst. Das Buch kann man mit großem Gewinn studieren, selbst dann, wenn man sich nicht in die Formeln vertieft.