Produktinformation
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Ich (40) gehöre leider nicht zu der Generation, die Helmut Walcha noch persönlich erleben
konnte. Gleichwohl weiß ich aus den Schilderungen eines guten Freundes der Walcha noch
persönlich kennen gelernt hat, was es mit der Tiefgründigkeit seiner Interpretationen auf sich
haben musste. Was in dieser Ausgabe zu hören ist, übertrifft alles was ich bis dahin an
Bach-Interpretationen gehört habe und bestätigt jene Schilderungen voll uns ganz. Eine
Ausnahme bildet da für mich nur Glenn Goulds neue Einspielung der Goldbergvariationen Anfang
der Achtziger.
Die von Helmut Walcha vollendete Schlussfuge aus der "Kunst der Fuge" hat mich besonders
begeistert. Hier offenbart sich besonders die auch im Begleitheft erwähnte Fähigkeit Walchas
zum "Blick nach Innen", der ihm vielleicht nicht zuletzt durch seine Blindheit erst möglich
wurde. Diese große geistige Verinnerlichung der Themen der Schlussfuge hat es Walcha ganz
offensichtlich erst möglich gemacht, dieses herrliche Kunstwerk zu einem schlüssigen Ende zu
bringen. Eine wahrhafte Meisterleistung.
Abgesehen von ein wenig Rauschen sind die Aufnahmen von einer Klarheit und Differenziertheit,
wie man sie bei aktuellen Einspielungen leider nur noch selten erlebt. Offensichtlich haben
die Techniker zum Glück darauf verzichtet, dem Rauschen der Masterbänder mit
verschlimmbessernden Maßnahmen zu Leibe zu rücken, was dem Ergebnis sehr dienlich ist.
Leider kann man nur maximal 5 Sterne vergeben. Aber die gibts voll und ganz!
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