Zum Glück wurde mit dem Wiederaufbau der Dresdener Frauenkirche, die Existenz und die Veröffenlichung dieser historischen Aufnahme bekannt. Ich wußte schon als Kind, dass in der Dresdener Frauenkirche eine große Silbermann- Orgel gestanden hat, bevor diese zum Ende des 2. Weltkrieges zerstört wurde. Der letzte große Umbau dieser Orgel, entsprach den damaligen zeitgenössischen Klangvorstellungen des Domorganisten Hans Ander-Donath. Sie ging damals, als eine der modernsten und prächtigsten Orgeln Deutschlands in die Geschichte ein. Schon Gottfried Silbermann baute zu seiner Zeit eine große Orgel, Abnahme erfolgete 1736, mit 43 Registern, und stellte erstmals seinen typischen Prinzipal als 16Fuss und eine dominante 16Fuß Manual- Posaune ins Hauptwerk. Allerdings, waren sich nach der Erweiterung der Orgel (1939 bis 1943) die Fachleute einig, dass man nicht mehr von einer Silbermann- Orgel, sprechen kann. Nun konnten Werke, aus nahezu allen Musik- Epochen gepielt werden. Die einmalige Akustik in der Frauenkirche und die neu geschaffene Klangvielfalt, (nach der Erweiterung der Orgel waren es 85 Register) und einer Vielzahl von Spielhilfen, rückte diese Orgel in den Mittelpunkt der Musik- Szene, Dresdens. Hans Ander- Donath machte mit seiner außergewöhnlichen Interpretationsweise, als Organist auf sich aufmerksam. Die Rundfunk- Aufnahmen dieser CD sprechen für sich, ein gelungener Querschnitt von Barock bis zur Romantik machen deutlich, wie Spieler und Instrument zu einer Einheit verschmelzen. Und es zeigt sich noch ein anderes Genie, Hans Ander- Donath, der zielstrebig gearbeitet und experimentiert hat, um die Qualität seiner Ton- Aufnahmen zu verbessern. Trotz historischer Aufnahme, erfreut diese CD jedes Sammler- Herz.