Rudolf Wimmer, Professor für Führung und Organisation an der Universität Witten/Herdecke, beschreibt in diesem Buch die hohe Eigenkomplexität und die turbulenten Veränderungsdynamiken des globalisierten Wirtschaftsgeschehens und die Folgen, die diese Entwicklungen sowohl für Wirtschaftsunternehmen, als auch für Beraterfirmen hatten und haben.
Er beschreibt die ' mittlerweile hinlänglich bekannten ' Erfahrungen, dass das Veränderungstempo im Inneren von Organisationen mit den Dynamiken ihrer Umwelten nicht mehr mithalten könne und bedauert, dass Organisationen in Folge der Dominanz ihres Tagesgeschäfts, es am strategischen, 'geschärften Blick für Chancen und Bedrohungen' zu häufig fehlen ließen.
Vor diesen organisationalen Hintergründen ändern sich die Anforderungen an die sie beratenden Unternehmen entsprechend. Für Beraterfirmen ('die Modeschöpfer des Managements') trete an die Stelle des 'Verkaufens von Konzepten', das Verstehen individueller, komplexer Zusammenhänge ihrer Klientensysteme. Trotz - oder gerade wegen - der Individualisierung, die die Organisation - streng genommen - zum alleinigen Experten ihres internen Geschehens mache, erachtet Wimmer externe (systemische) Beratung nach wie vor für wichtig. Externe Beratung konfrontiere die Organisation mit ihren 'blinden Flecken' und eröffne damit auch Perspektiven für neue Problemlösungen. In Ergänzung zur bisherigen Beratungspraxis gewinne somit neben dem fachlichen und branchenbezogenen Fachwissen die Art und Weise des Beratens an Bedeutung und werde zum wichtigen Erfolgsfaktor des gelungenen Beratungsprozesses.
Das Buch liefert einen informativen Überblick über die Entwicklungen des Beratermarktes, ist kurzweilig geschrieben, gibt Beratern und Organisationen den einen oder anderen 'Aufhänger', das eigene Handeln mit anderen Augen zu sehen.