Außensensor THGN500
Der Außensensor ist äußerlich ordentlich verarbeitet. Die Temperatur- und Feuchtemessung weichen je nach Tagesform des Sensors um ein paar Grad bzw. Prozent ab.
Die Aktualisierungsrate der gesendeten Daten unter schlechten Umweltbedingungen ist anscheinend sehr gering und erreicht den normalen 40-Sekunden-Zyklus nicht. Beim Test im Tiefkühlschrank kam höchstens aller 15 Minuten ein Wert bei der Basisstation an. Außerdem ist der Feuchtigkeitsmesser ausgefallen oder eingefrohren, denn dieser hat im Test plötzlich keine Wertänderungen mehr angezeigt. Dies könnte auch daran liegen, dass bei den neuen Oregon-Sensoren weder Elektronik noch Batterien gegen Umwelteinflüsse abgeschirmt sind. Wie lange der Sensor den Elementen widerstehen kann ist somit äußerst fraglich.
Leider kann kein anderer Sensor als Außensensor genutzt werden. Ich hatte mir extra den THGN123ES bestellt, da er auch mit Sonnenenergie versorgt wird. Funktioniert aber nicht, weil hier offensichtlich ein eigener Funkkanal verwendet wird.
Innensensor THGR122N
Die äußerliche Verarbeitung ist in Ordnung. Das Display ist nicht optimal und durch die schmale Schrift schwer zu erkennen. Temperatur und feuchtemessung sind in Ordnung. Der Innensensor stellte im Test bisweilen einfach die Übermittlung der Werte ein, oder aber die Station hat die Werte einfach nicht aktualisiert. Und das auch bei einem Abstand von unter zehn Zentimetern zwischen Sensor und Basis.
Insgesamt ist die Verarbeitung der Sensoren ein Witz. Weiterhin weichen die einzelnen Sensoren in ihren Werten doch teilweise erheblich voneinander ab und werden in der Produktion wohl eher nicht geeicht.
Dass es auch anders geht, beweist sich die Firma Oregon höchst selbst. Nämlich mit dem THGR228N. Obwohl auch dieser im Vergleich zu älteren Sensoren desselben Typs einigen einsparungen zum Opfer gefallen ist, bleiben dessen Qualität und Genauigkeit unbestritten.
Basisstation RMR500ES
Die Verarbeitung ist selbst für chinesische Verhältnisse bescheiden. Passteile sitzen schlecht und es gibt Spalte und Grate. Der Gesamteindruck des Gerätes ist billig.
Das Display hingegen ist gut lesbar. Auch die grüne Beleuchtung ist gut gelungen. Leider kann diese nicht permanent aktiviert werden. Der Schalter für die Beleuchtung ist darüber hinaus ungünstig auf der Rückseite des Gerätes angebracht. Die Knöpfe sind schwergängig. Die Schimmelwarnung ist eine nette Idee, aber wofür ist diese beim Außensensor gut?
Die Solarzellen sind zumindest gerade verbaut. Beim Sensor THGN123ES ist das nämlich nicht der Fall. Der Überzug hat aber Schlieren und Staubeinschlüsse.
Die zwei Knopfzellen für die Notstromversorgung lassen sich nur mit leichter Gewalt einsetzen und ausbauen. Das gerät war nämlich an dieser Stelle schon verkratzt. Entweder von der Qualitätssicherung in der Produktion oder von demjenigen, der die Wetterstation vor mir zurückgeschickt hat. Jeder 2-Cent-Plastikhalter auf einem handelsüblichen Computermainboard funktioniert da besser.
Die Akkus sind leider zu einem Pack verschweißt und mit einem Stecker versehen. So lassen sich keine eigenen Akkumulatoren verwenden.
Die Station braucht knapp eine dreiviertel Stunde um zu merken, dass ein Sensor keine Daten mehr liefert. Dann verschwindet irgendwann die Anzeige der Messwerte. Selbst wenn man die Batterien wechselt und den Reset am Sensor ausführt, kommen sie nicht wieder. Die Suche nach dem fehlenden Sensor muss manuell gestartet werden.
Dass ein Netzteil als alternative Stromquelle verwendet werden kann, ist eine Gute Idee.
Die Basisstation hat kein Barometer. Für ein Gerät mit Wettervorhersage sollte das aber zu Standardausstattung gehören.
Fazit
Das Gerät selbst ist an sich schön. Das Designkonzept ist gut und die Idee mit der Solarenergie auch.
Die Umsetzung ist jedoch mangelhaft und kein Vergleich zu älteren Oregon-Stationen.