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'Ordnungsgemäße Überführung': Die Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg [Gebundene Ausgabe]

R. M. Douglas , Martin Richter
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

31. Oktober 2012
Wie es wirklich war - die große Gesamtdarstellung der deutschen Vertreibung
Bis heute zählt die durch Hitlers verbrecherisches Regime ermöglichte Vertreibung der Deutschen aus dem Osten Europas zu den umstrittensten Themen der deutschen Zeitgeschichte. Daher ist es wohl kein Zufall, dass die erste große historische Gesamtdarstellung nun von einem irischen Historiker vorgelegt wird. "Geordnet und human", sollte die Umsiedlung der Deutschen erfolgen, so hatte es das Potsdamer Abkommen festgelegt. Doch die Realität sah anders aus. In seinem gründlich recherchierten Buch rekonstruiert R. M. Douglas die verschiedenen Etappen der Massenvertreibungen, beschreibt den Archipel der Konzentrations-, Internierungs- und Sammellager für Deutsche, der in ganz Mittel- und Osteuropa nach dem Krieg entstand, und beleuchtet die Folgen, deren Schatten bis in die Gegenwart reichen. Dabei verwendet er deutsche Quellen nur, sofern sie durch andere Zeugnisse bestätigt werden, und konzentriert sich auf Überlieferungen aus dem Archiv des Internationalen Roten Kreuzes, Beobachtungen westlicher Diplomaten, Offiziere und Journalisten sowie auf die Akten der ausweisenden Staaten selber. So entsteht eine Darstellung, die das Leid der Vertriebenen, die Gräueltaten an Deutschen und das moralische Versagen der Alliierten in ungewohnter Schärfe thematisieren kann ohne in den Verdacht der Einseitigkeit zu geraten. Vertreibungen laufen nie "geordnet und human" ab, das ist die zentrale These dieses Buches. Ein flammender Appell gegen Völkerverschiebungen als Mittel internationaler Politik.

Wird oft zusammen gekauft

'Ordnungsgemäße Überführung': Die Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg + Als die Deutschen weg waren: Was nach der Vertreibung geschah: Ostpreußen, Schlesien, Sudetenland + Kalte Heimat: Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945
Preis für alle drei: EUR 54,93

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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Douglas legt eine erste zusammenhängende Darstellung der Zwangsmigrationsprozesse am Kriegsende und nach dem Zweiten Weltkrieg vor. Er speist seine Informationen vor allem aus bislang unveröffentlichten angelsächsischen Quellen, dem Archiv des Internationalen Roten Kreuzes, Beobachtungen westlicher Diplomaten, Offiziere und Journalisten sowie Akten der ausweisenden Staaten." --Andreas Kossert, Süddeutsche Zeitung, 12. April 2012

"(...) der Autor versteht es hervorragend, eine kluge Analyse mit eindrücklichen Schilderungen und pointierten Aussagen zu verbinden; eine ausgewogene Gesamtdarstellung, die falsche Fronten, Vorurteile und Fehleinschätzungen abzubauen vermag, ein in jeder Hinsicht lesenswertes Werk." --Otto Langels, Deutschlandfunk, 27. Februar 2012

"So schonungslos und umfassend wurden diese Staatsverbrechen bisher noch von keinem Historiker dargestellt." --Karl-Peter Schwarz, FAZ, 23. April 2012

Über den Autor

R. M. Douglas ist Professor für Geschichte an der Colgate University in Hamilton, New York.

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Kundenrezensionen

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5.0 von 5 Sternen brilliantes Geschichtswerk 3. März 2012
Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Kein anderes geschichtliches Thema lässt die Emotionen noch heute oftmals so hochkochen, wie die Vertreibung Deutscher aus dem Osten Europas. Was an Vertreibung Deutscher nach dem Zweiten Weltkrieg geschah, wurde im Potsdamer Abkommen unter den Siegermächten verhandelt und festgelegt.

Bedenkt man, dass "heute fast drei von zehn Deutschen selbst vertrieben wurden oder die Kinder oder Enkel von Vertriebenen sind" und das Wissen eben zu diesem Thema rapide sinkt, dann kommt dieses Buch des amerikanischen Professors für Geschichte gerade zur rechten Zeit.

Da sich wohl heute nur noch die Wenigsten an diese Zeit selbst erinnern werden, ist es für mich beim Lesen dieses Werkes besonders eindrucksvoll gewesen, dass der Historiker immer wieder auch Einzelstimmen zu Wort kommen lässt und somit die Lebensumstände der Menschen damals besonders plastisch beschreibt, auf der anderen Seite behält er sein Konzept strikt in der Hand und schildert die Geschehnisse auch im Ganzen gesehen sehr übersichtlich und gut verständlich.

Egal ob die Sudetendeutschen, die Ostpreußen, die Deutschen aus dem Baltikum, die Wolhynier oder die Bessaraber, Douglas geht sehr speziell auf viele Gruppen ein und versucht dabei stets auf beiden Seiten Rücksicht zu nehmen und macht jeweils beide Standpunkte deutlich. Zumindest an dieser Stelle werden die Herausforderungen an die Historiker sehr deutlich. Sie sollen historische Fakten benennen und Schlüsse ziehen. Aber auch Grenzen der Historiker werden hier deutlich. Solang noch Menschen leben, die diese Zeit selbst durchleiden mussten, werden Emotionen mitschwingen.

R. M. Douglas weist darauf hin, und dies wundert mich ein wenig: "Es ist unvorstellbar, dass die Westalliierten der Vertreibung der Deutschen auch zugestimmt hätten, wenn der Vorschlag 1950 statt 1945 gekommen wäre." Dies klingt in meinen Ohren zwar eher unwahrscheinlich, das Buch insgesamt gesehen jedoch halte ich für ein brilliantes Geschichtswerk, dass ein äußerst wichtiges Stück deutscher Nachkriegsgeschichte zum Thema hat.

Geschichtsinteressierten sehr zu empfehlen!
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36 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fundierte und deutliche Darstellung der Vertreibung 17. April 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Es ist durchaus von Vorteil, kann man nach der Lektüre feststellen, dass hier ein amerikanischer Historiker sich aufgemacht hat, eine Gesamtdarstellung der 'Vertreibung der Deutschen aus dem Osten Europas' zu konzipieren. Zumindest hoch objektiv und nicht von persönlichen Blickwinkeln beeinflusst wirkt seine Darstellung, die sich zu weiten Teilen vor allem auf die Akten und Zeugenaussagen des internationalen Roten Kreuzes stützt. Deutsche Quellen nutzt Douglas nur da, wo sie mehrfach belegt sind. Mit dieser Quellenlage schafft er zunächst ein möglichst abgesichertes, reales Bild der Ereignisse in den letzten Wochen des zweiten Weltkrieges und in der unmittelbar darauf folgenden Zeit. Anders als die oft doch subjektiv geprägten Aufarbeitungen der 'Vertreibung', wie sie in manchen deutschen Darstellungen vorliegt.

Zudem nimmt sich Douglas die Zeit und den Raum, immer wieder sehr genau und vor allem konkret hinzuschauen, sehr plastisch an Einzelfällen darzustellen, wie es 'in Wahrheit war'. Das, was die Alliierten als 'ordnungsgemäße Überführung' miteinander vereinbart und geplant hatten setzt Douglas in direkten Kontrast mit der 'Umsetzung vor Ort' und schildert ungeschminkt die Grausamkeiten und Härten, mittels derer so manche 'Sieger' ihrer Verachtung und in Teilen auch ihrer Rache freien Lauf ließen. So entsteht auch ein Bild von dem, was passiert, wenn Menschen sich 'entfesseln' und 'freier Lauf' gewährt, fast erwünscht wird. Dies gilt im Übrigen nicht nur für das Geschehen um die Deutschen aus dem Osten Europas, dies gilt in vielfacher Form im Blick auf 'Vertreibungen' ethnischer Gemeinschaften zu vielen Zeiten der Weltgeschichte. Vertreibungen, die Douglas im Übrigen ebenfalls in ihrer Grundstruktur kurz erwähnt und skizziert.

'Zwangsumsiedlungen', die durchaus auch in der Gegenwart zumindest an manchen Orten immer noch versucht werden. Die allerdings gerade im Blick auf das eigentliche Objekt seiner Betrachtung in ungewöhnlich und 'entfesselter' Brutalität stattfanden. Eine Brutalität, die sicherlich, auch das legt Douglas offen, im Gesamtkontext des Krieges zu sehen ist, in dem gerade von deutscher Seite her ein solche Brutalität und Grausamkeit, eine solche Aufkündigung aller bis dahin geltenden Regeln im Krieg vorangetrieben wurde.

Dennoch nimmt es den Leser durchaus innerlich mit, wenn Douglas detailliert eine 'staatlich geförderte' Gewalt darstelle, aufzeigt, warum die hehren Worte eine 'humanen Umsiedlung' schon als sie ausgesprochen und vereinbart wurden längst von der Realität überholt waren. Eine Rigidität, die in Teilen maßlos ihren Weg nahm.
'Ostpreußen ist leer', formulierte Radio Lublin schon im Mai 45. 'Geleert', könnte man sagen nach der Lektüre des Buches. Rasch, radikal und brutal, Hauptsache geleert und bereit für eine Neuansiedlung und Assimilation, das eigentliche ziel Stalins, wie Dougals herausstellt. Ein Plan im Übrigen, der von anderer Seite her durch die Nationalsozialisten ebenfalls schon längst durchgeplant worden war nach dem erhofften 'Endsieg', was zigmillionen Polen und Russen betroffen hätte.

Ein gutes halbes Jahr währte diese strukturiert vorangetrieben 'Vertreibung', die 'hunderttausende von Opfer nach sich zog'. Und das, wohlgemerkt, nach der Kapitulation zu offiziellen 'Friedenszeiten' bereits. Wobei es Douglas nicht bei der Darstellung dieses 'Kernzeitraumes' bewenden lässt. Auch die Integration der Millionen von Flüchtlingen in Deutschland nimmt er auf und stellt diese dar. Eine Integration inmitten einer 'kalten' Bevölkerung, die durchaus mit massiver Abwehr auf 'die Flüchtlingen reagierte'. Auch dies liest sich intensiv im Buch, wie jene, die alles verloren hatten, auch viele nahestehende Menschen, die Grausamkeit gesehen und erlitten hatten, nun ebenfalls wieder einer Haltung des 'unerwünscht Seins' gegenüber standen. Eine Integration, die dennoch gelang und deren Ermöglichung Douglas ebenfalls darstellt.

R.M.Douglas bietet eine breite und in den genutzten Quellen möglichst objektive Darstellung eines der dunkelsten Kapitel, was 'Zwangsumsiedlungen' angeht und stellt diese einerseits plastisch und konkret dar, wie es ihm andererseits gelingt, die großen Entwicklungslinien des Geschehens vorher wie nachher aufzuzeigen. Ein sehr gelungenes Stück dargestellter Geschichte.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend recherchiert 10. Juni 2012
Von MaRo
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
R.M. Douglas hat eine längst überfällige Gesamtdarstellung der Vertreibungsgeschichte geschrieben, bei der mich vor allem die entscheidende Mitwirkung führender Anglo-Amerikaner bei der Planung und Durchführung und ihr mangelndes Mitgefühl für das Leiden deutscher Frauen und Kinder beeindruckt hat. Daß sich im Gegensatz dazu viele Juden und andere Verfolgte des Nazi-Regimes gegen die Unmenschlichkeit der Vertreibung eingesetzt haben, verdient umso mehr hervorgehoben zu werden. Von einer geordneten und humanen ordnungsgemäßen Überführung konnte in den meisten Fällen nicht die Rede sein. Eine Vertreibung um ethnisch oder religiös einheitliche Staatsgebilde zu schaffen, läßt sich meines Erachtens auf keinen Fall rechtfertigen. Leider erhalten dadurch stets auch beutegierige Mitmenschen Gelegenheit, ihre Raubtiermentalität zu befriedigen. Vielleicht sollte ein weiterer Band auf die Vertreibung der Polen aus Ostpolen hingewiesen werden, um auch für diese, oft vergessene Geschichte, Verständnis zu wecken. Daß sich Benes auch für die Vertreibung antifaschistischer Sudetendeutscher eingesetzt hat, zeigt, daß er ein zutiefst verbohrter tschechischer Chauvinist war.
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5.0 von 5 Sternen Sehr gute Gesamtdarstellung
„Ordnungsgemäße Überführung – Die Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg“ von dem amerikanischen Historiker R.M. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von sofie veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Immer noch aktuell
Die Zeit wird zeigen welche Bedeutung diesem Buch zukommt. Leser die eine Beziehung zu dem Thema haben, egal von welcher Seite, werden es mit der wissenschaftlichen... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Ein Leser aus veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen "Ordnungsgemäße Überführung"- ein Muss...
Ein beeindruckendes Buch! Historiker R. M. Douglas hat faktenreich und ohne Gefühlsduselei die Vertreibung und Umsiedlung der "Volksdeutschen" und anderer... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Sabine Selbmann veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ordnungsgemäße Überführung
Ein nicht nur für Vertriebene wichtiges Dokumenbt, welches die Ursachen und viel zur Aufklärung der grausamen Vertreibung bringt. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Gerta Huber veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ordnungsgemäße Überführung
Eine historisch absolut neutrale und richtige Darstellung der Vertreibung nach 1945 von 13 Millionen Deutschen Ganz empfehlenswert von einem Zeitzeugen beurteilt, damals acht Jahre... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Dr.Feige veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein wichtiges Buch!
Ich habe lange Zeit Biografiearbeit mit Menschen in einem Pflegeheim gemacht und zahlreiche Interviews geführt. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Biene Maya 2013 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das man lesen sollte!
Die guten Rezensionen in der Financial Times Deutschland und anderswo haben mich dazu gebracht, dieses Buch zu kaufen. Ich war mit dieser Entscheidung gut beraten. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Dr. Hans N. Wolffgang veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen 'Ordnungsgemäße Überführung': Die Vertreibung der...
Sehr gute Zusammenfassung der Ereignisse nach dem zweiten Weltkrieg in Europa in Bezug auf die Situation von Vertriebenen und Flüchtlingen. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Wolfgang Gries veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ordnungsgemäße Überführung
Ein hervorragend recherchiertes, absolut aktuelles Buch. Ich habe bisher kein anderes derart gut strukturiertes Buch zum Thema Vertreibung gelesen. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von christine tayler veröffentlicht
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