Über Person und Werk von Hellinger ist ja wirklich schon ausreichend in mehr oder minder seriösen Medien geschrieben worden.
"Ordnungen der Liebe" beeinhaltet Protokolle und Diagramme von Familienaufstellungen, die Hellinger selbst durchgeführt hat, und somit die Möglichkeit, sich aus erster Hand mit Hellingers Gedankengebäude vertraut zu machen. Es geht hier viel um "Schuld" und "Sühne", um "Ordnung", und was man tun muß, um diese wiederherzustellen. Im Gegensatz zu vielen anderen Psychotherapien propagiert Hellinger also ein System absoluter Werte, die man entweder anerkennen muß oder so lange leiden, bis man dies schließlich doch tut. Eine echte Wahlfreiheit des Menschen ist also nicht vorgesehen. Beim Lesen dieser Thesen ist mir teilweise doch recht schwül geworden.
Was den praktischen Nutzen der Hellinger'schen Methode anbelangt, ist sicher eine interessante Frage, ob eine einmalige Aufstellung ausreichend ist, um ernste Probleme positiv zu verändern.