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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
MAN MUSS DURCHHALTEN, 29. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Orden. (Taschenbuch)
Mit dem Roman „Der Orden" versucht Baxter einen Spagat über die Jahrtausende Baxter beginnt die Handlung mit einem seiner Hauptprotagonisten, George Pool, in der Ich-Form. Vielleicht ist es gerade dieser, zugegebenermaßen sehr schwierige Erzählstil, der auf den ersten 250 Seiten nicht die richtige Spannung aufkommen lässt. Es fehlen einfach eindeutig herausgearbeitete Höhepunkte um einen durchgehenden Spannungsbogen aufzubauen. Ein des natürlichen Todes gestorbener Vater in der Gegenwart, ein Selbstmord und Mord zur Zeit der Römer, alle sehr kurz abgehandelt, bringen die Handlung nur schleppend voran. Auch Regina das römische Mädchen und zweite Hauptprotagonistin bleibt im Charakter etwas schwammig. Aber wer bis zum zweiten Teil durchhält, wird in weiterer Folge mit einer Geschichte belohnt, die sich von der Zeit des untergehenden Römischen Reiches mit Anleihen an der Artus Sage, durch das frühe und späte Mittelalter, bis in die unmittelbare Gegenwart und in eine ferne Zukunft in 20.000 Jahren zieht. Baxter konfrontiert den Leser in seinem Roman mit einigen Theorien die durchaus Anspruch auf Originalität haben. Baxter hat es dann doch geschafft mich ohne dramatische Höhepunkte bis zum Ende des Buches zu fesseln. Aber genau das ist es was einen guten Roman auszeichnet. Der Stoff soll den Leser fesseln ohne das der es bewusst bemerkt. Mein Fazit: Nach einem etwas langatmigem erstem Teil eine durchaus gelungene und empfehlenswerte Mischung aus Historischem Roman , Zeitgenössischem Krimi und ein wenig SF. Im ersten Kapitel durchhalten und dann die Kapitel 2 bis 4 genießen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Excellenter Roman, 26. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Orden. (Taschenbuch)
Zunächst war ich verwundert, das ein Baxter Roman nicht in der Abteilung SF Romane erschien. Dass es sich um den Beginn einer Trilogie handeln soll, hab ich auch nur durch Zufall herausgefunden. Aber all dies tut dem Roman keinen Abbruch, im Gegenteil. Die duale Erzählung in Vergangenheit und Gegenwart bzw. naher Zukunft (wobei die eine Ebene Geschehen in der anderen verständlich macht) ist ein häufiger Kunstgriff, in diesem Roman aber besonders gut gelungen. Diesen Roman habe ich in einem Rutsch durchgelesen, so sehr hat mich die Handlung fasziniert. Dabei vermag ich nicht zu entscheiden, ob die eher handlungsreich geschilderte Vergangenheit oder die hierauf aufbauende Gegenwart faszinierender war. Die Schilderung der Vergangenheit hätte allein schon einen wunderbaren historischen Roman abgegeben; die Gegenwartserzählung für sich allein wäre demgegenüber eher etwas fleischlos gewesen, beides zusammen macht aber gerade den Reiz dieses Romans aus. Einen Punkt Abzug nur für die mir gekünstelt erscheinende Überleitung zu den Erzählungen des Xeleen Zyklus. Zwei Kapitel weniger künstliche Überleitung (vermutlich zu den nächsten Romanen der Trilogie) und der Roman hätte von mir sogar 6 Sterne erhalten, wenn möglich. Leider sorgen diese beiden Kapitel dafür, das man diesen Roman notorischen SF Verweigerern nicht empfehlen kann und das ist ausserordentlich schade.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Episch und ein wenig unlogisch, 4. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Orden. (Taschenbuch)
Das kommt immer mehr in Mode, Heldengestalten aus der Frühzeit in erfundene Szenarien zu setzen und für die eigene Geschichte benutzen. Hier erzählt der Autor im Grunde zwei Romane gleichzeitig: Einen Historienschinken aus der Zeit, als Rom unterging, und eine mehr als locker damit verbundene Verschwörungs-Geschichte im Jetzt. Das alles ist episch breit erzählt mit dem aktuelle überall anzutreffenden Hang, auch noch die letzte Teetasse im Raum akribisch zu beschreiben, um die Seitenzahl zu schaffen. Dazwischen rütteln einen kleine, schlank erzählte Einschübe wie ein Blitzlicht wieder aus dem Tran. Insoweit ganz gut. Was ich jedoch vermisse, ist die innere Logik des Ganzen. Deutlich wird das, als es dem Autor offenbar dämmert, dass es diese Sache mit dem genetischen Auslese- und Zuchtprogramm schon mal in ganz übler Weise in Deutschland gegeben hat, und er noch schnell eine weitere Theorie draufsetzt, damit man das rasch wieder vergißt. Dann krankt die Story nur noch daran, daß es um einen Frauen-Orden geht, nur Frauen sind Protagonisten, der männliche Autor aber dennoch - ein wenig mit der Brechstange - einen männlichen Helden einbaut. Aber sonst ist es erstklassiges Lesefutter.
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