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Orchideen für 16 Mädchen. 4 CDs: Ein Fall für Nero Wolfe [Audiobook, CD] [Audio CD]

Rex Stout , Walter Richter , Peer Schmidt , Ricarda Benndorf , Irmgard Först , Alf Marholm , Josef Meinertzhagen , Gerhard Becker , Werner Hessenland
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Kurzbeschreibung

15. Januar 2007
Drei Tote. Drei scheinbar zufällige Morde im Asphaltdschungel von New York. Privatdetektiv Nero Wolfe ist am mysteriösen Tod des Bürovorstehers Leonard Dyke zunächst nicht interessiert. Doch als er den Mord an einer jungen Frau untersucht, steht der Fall Dyke plötzlich im Mittelpunkt. Ihre letzte Verabredung hatte Joan mit einem Unbekannten, dessen Name auf der rätselhaften Liste steht, die man bei dem toten Dyke gefunden hatte. Mit seinem Assistenten Archie Goodwin bildet Nero Wolfe eines der originellsten Gespanne der Kriminalliteratur. Wenn der drei Zentner schwere Meisterdetektiv in den entscheidenden Stadien der Ermittlung stumm vor sich hin brütet, helfen auch dem gerissensten Verbrecher weder Winkelzüge noch Biedermannmaske.

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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Patmos; Auflage: 1 (15. Januar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3491912342
  • ISBN-13: 978-3491912342
  • Größe und/oder Gewicht: 14 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 808.592 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

3.2 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Dies ist, soweit ich weiß, das einzige Hörspiel von Rex Stout in deutscher Sprache, das es auf Audio-CDs gibt. - Zudem erhält man auch keine deutschsprachigen Hörbücher (englischsparachige jedoch schon). - Hoffentlich ändert sich das in baldiger Zukunft, denn Nero Wolfe und Archie Goodwin sind ein unschlagbares Detektivgespann.
- Die Romane von Rex Stout mit diesen beiden Protagonisten finden zwischen den beiden Polen - hohe Spannung und treffsicherer Humor in lebendigen Wortgefechten - statt.

Leider ist man hier im Hörspiel ziemlich weit von der "Romanrealität" abgewichen, aber aufgrund des "einsamen Daseins", das diese CD-Ausgabe bisher fristet, sollte man vielleicht "ein Auge zudrücken".

Die Geschichte des Originals wird im Wesentlichen rübergebracht, auch wenn sie natürlich geschnitten und hier und da "frisiert" ist, wie das bei Hörspielen eben üblich ist.

Die Dramaturgie ist gut, und den Machern ist ein unterhaltsames Stück gelungen, das man durchaus mehrmals anhören kann.

Leider fällt jedem Nero Wolfe-Fan sehr schnell auf, daß die Charaktere der drei - in (fast) allen Romanen auftauchenden - Hauptpersonen - Nero Wolfe, Archie Goodwin und Inspektor Cramer - stark verzerrt sind.

Aus dem mürrischen, meist ernsten und selten komischen Nero Wolfe wurde eine fast schon witzige Figur, der man das Einsiedler-Dasein bei seinen Orchideen kaum abzunemen bereit ist.

Archie Goodwin ist noch verzerrter. - Er kommt daher, wie ein "Schlaffi", der - völlig an der Romanpersönlichkeit vorbei - eher defensiv agiert und nicht gerade zu den intelligentesten zu gehören scheint. - Auch der Wortwitz ist ihm beinahe abhanden gekommen - was ja ein Hauptanreiz der Romane ist. - Dieser Archie Goodwin ist eine wirkliche Enttäuschung.

Inspektor Cramer wurde von einem energischen, aufbrausenden, zwar nicht immer richtig liegenden, aber dennoch ernstzunehmenden Mit- und manchmal auch Gegenstreiter zu einem tendenziell zu Senilität neigenden (Mit-)Helden, dem man seine kommissarische Identität nur glaubt, wenn man davon Kenntnis besitzt.

Und Fritz - Koch und Hausverwalter - wurde zu einem viel jüngeren Dienstgeist mit abscheulich schweizerischem Akzent.

Ausserdem werden einige "eiserne Regeln" des Nero Wolfschen Hauses gebrochen, ohne dass das irgendeines Kommentares bedürfte (was in den Romanen immer der Fall ist), zwei Beispiele:
1. es wird beim Essen über geschäftliche Dinge gesprochen und
2. Nero Wolfe verlässt das Haus - wie wenn es das normalste der Welt wäre. (Nero Wolfe-Kenner wissen um die Brisanz dieser scheinbaren "Nebensächlichkeiten".)

Noch ein Wort zum Schluß des Hörspiels: das Ende ist völlig verkorkst: plötzlich ist von Schrumpfköpfen die Rede! - Und hier frage ich mich, wie der Regisseur darauf kam, so ein komisches Ende zu fabrizieren. - Vielleicht wollte er lustig sein? Keine Ahnung.

Schlussbemerkung:
wer als Nero Wolfe-Fan eine möglichst originalgetreue Hörspiel-Umsetzung sucht, der lasse die Finger von diesem Werk, denn diesem Werk fehlt weitgehend die Atmosphäre der Romane.

Wer jedoch bereit ist, den "Romanschatten" zu überwinden, und sich auf ein - auf 290 Minuten befristetes - Experiment einzulassen, der kann und sollte sich diese Hörspiel ruhig anhören, denn man hat etwas "Neues" daraus gemacht, das zwar anders (als die Romane) ist, aber trotzdem nicht unbedingt schlechter.

- Ein tolles Hörspiel (vom Schluß abgesehen) für Krimifans, und je nachdem auch für Nero Wolfe-Fans.
- Keine 5 Sterne, denn für Nero-Wolfe-Fans ist das Hörspiel nicht unbedingt ein Hochgenuß.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen WER IST DER SERIENTÄTER? 1. März 2008
Von Charlie
Format:Audio CD
Das Kriminal-Hörspiel ORCHIDEEN FÜR 16 MÄDCHEN entstand nach einer Romanvorlage von Rex Stout und erzählt die Geschichte einer Mordermittlung des New Yorker Privatdetektivs Nero Wolfe, sowie seines smarten Assistenten Archie Goodwin.
Der WDR sendete das Stück erstmals 1966, damals noch in mehrere Folgen unterteilt, der Patmos-Verlag bringt es hier als Gesamt-Edition heraus.

Worum geht's: Ein Klient namens John Wellmann bittet das Duo, den angeblichen Unfalltod seiner Tochter zu untersuchen und schon bald stößt Wolfe auf eine ganze Serie von ungeklärten Todesfällen und ein ganzes Dutzend undurchsichtiger Verdachtspersonen.

Um es kurz zu machen: Besonders originell wird die Geschichte bis zum Schluss nicht. Noch nach 4einhalb zähen Hörstunden will sich keine rechte Spannung einstellen, auch wenn es einen 30minütigen Showdown gibt, in dem Wolfe den Übeltäter gekonnt entlarvt.
Doch bis dahin gerät alles schlicht zu langatmig und leider völlig überraschungsfrei.

Vielleicht war das Hörspiel bei seiner Erstausstrahlung mal ein Hit, heute wirkt der Plot seltsam angestaubt und die spitzfindig gemeinten Dialoge völlig überholt. Dazu gesellen sich noch doofer Macho-Humor und ein paar logische Ungereimtheiten.
Und speziell als Nicht-Kenner der Romane (ich zähle mich dazu) fragt man sich: Was zum Teufel ist denn bitte so besonders an unserem Meisterdetektiv Nero Wolfe, dass ihn halb New York erzählter maßen kennt und seine Kombinationsgabe bewundert? Hier erscheint er als bräsiger Faulenzer, der seinen Appetit und sein Faible für Zuchtpflanzen ausgiebig auslebt, während seine 4 Assistenten permanent das tun, was eigentlich seine Aufgabe wäre: Ermitteln. Nun müssen nicht alle Romandetektive mit Lupe und übermenschlicher Cleverness ausgestattet sein, aber diese Anti-Figur, die Walter Richter hier verkörpert, ist vollkommen reizlos geraten. Ich ahne, dass die Buchvorlage hier besonders frei interpretiert wurde!

Und spätestens wenn unsere Helden darüber spekulieren, wie man denn das Honorar des gramgebeugten Wellmann am besten `verprassen` könne oder Detektiv Goodwin eine Zeugin wider besseren Wissens im Unklaren darüber lässt, dass er ihre Tochter soeben hat sterben sehen, zeigt das Hörspiel seine hässliche Seite: Wir erkennen, dass die Macher glaubten, dies sei besonders witzig.
Und noch ein Wort zum Thema Orchideen-Mädchen: es wirkt schon arg befremdlich, dass sämtliche im Stück auftauchenden Frauen als naive, dumme und vor allem sexuell unterforderte Schnepfen dargestellt werden. Auch dies ist lustig gemeint, ist es aber leider nicht.

Mein Fazit: Ein stilloses und vor allem spannungsarmes 60er-Hörspiel, das der Zahn der Zeit schon weggerafft hat. Trotz toller Besetzung mit Peer Schmidt, Walter Richter, Gerhard Becker, Irmgard Först, Werner Hessenland, Alf Marholm, Heinz von Cleve und Max Kellas bleibt die Geschichte höchst einfältig und bietet meiner Ansicht nach zu wenige Überraschungen für fast 5 Stunden Laufzeit. Schade!

Ich bin ein Fan von historischen Radiostücken aus der Glanzzeit des Kriminalhörspiels in Deutschland und würde an dieser Stelle lieber die tolle "Paul Temple"-Serie des WDR von Francis Durbridge (Audio- bzw. Hör-Verlag), die "Sherlock Holmes"-Fälle des Bayerischen Rundfunks nach Arthur Conan Doyle (Maritim- bzw. Audio-Verlag) oder die frühen "Gestatten, mein Name ist Cox!"-Krimis von Rolf und Alexandra Becker (Hör-Verlag) empfehlen.
Auch diese Reihen haben mit Sicherheit gehörig Patina angesetzt, aber sie sind trotz ihres Alters immer noch charmant, spannend und in mancher Hinsicht auch heute noch zeitgemäß. Und sie biedern sich nicht so plump dem Publikum an wie das hier vorliegende Nero-Wolfe-Abenteuer!

Die Liebhaber der vorzüglichen Sprechergarde des "guten alten" WDRs kommen mit den ORCHIDEEN FÜR 16 MÄDCHEN natürlich trotzdem auf ihre Kosten. Und besonders denen wünsche ich Viel Vergnügen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen alt aber immer noch gut! 22. April 2010
Von Stefan Erlemann HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Audio CD
Der neue Klient von Nero Wolfe ist der verzweifelte John R. Wellman, Vater einer vor siebzehn Tagen ermordeten jungen Frau. Die einzige Spur ist ein Telefonat der Lektorin am Tag vor ihrer Ermordung. Sie wollte sich mit einem Autor treffen, dessen Manuskript sie abgelehnt hatte. Dieser Mann nannte sich Bert Archer, ist aber weder durch die Polizei noch die Nachforschungen von Nero Wolfes Hilfsdetektiven auffindbar.
Wolfe aber findet eine Verbindung zu einem Mordfall, den die Polizei als ungelöst zu den Akten gelegt hat. Der junge Anwalt Leonard Dykes war einige Monate zuvor ermordet und in einen Fluss geworfen worden. In seinem Notizbuch fand die Polizei eine Namensliste, die sich aber als nutzlos erwies, da keine Person real zu existieren schien. Ein Name auf der Liste lautete "Bert Archer". Archie Goodwin, der Gehilfe und Außendienstmann des zentnerschweren Nero Wolfe, findet die Spur des abgelehnten Romanmanuskripts. Doch Minuten bevor Goodwin die Mitarbeiterin eines kleinen Schreibbüros befragen kann, wird diese ermordet.
Drei Morde, ein Täter? Doch der Unbekannte hat nicht eine einzige Spur hinterlassen. Wolfe und Goodwin entschließen sich zu einem ungewöhnlichen Schritt. Goodwin lädt sämtliche weiblichen Angestellten der Anwaltskanzlei des zuerst Ermordeten zu einer "Orchideenparty" ein. Irgendeine Information hofft Wolfe durch diese "intime Ermittlung" zu erlangen und den Täter doch noch zu überführen.

Der Roman "Orchideen für 16 Mädchen" erschien 1951. Wie alle anderen Romane des berühmten Schriftstellers Rex Stout ist auch er eine intelligente Tätersuche durch den einmaligen Privatdetektiv Nero Wolfe. Der übergewichtige Orchideenliebhaber, der sein Haus niemals verlässt und nur durch seinen Gehilfen Archie Goodwin mit der Außenwelt in Kontakt tritt, ist einer der genialsten Kunstfiguren der Kriminalliteratur. Seine Ermittlungen sind ebenso unkonventionell wie schlüssig. Die Schlussfolgerungen, die er aus den oft spärlichen Informationen, die ihm Goodwin zuträgt, zieht, sind für den Leser nachvollziehbar und logisch. Moralisch nicht immer einwandfrei übernimmt Archie die Laufarbeit und Befragung, während Wolfe entweder grübelt, seine Orchideen umtopft oder die köstlichen Menus, die ihm sein Koch Fritz Brenner serviert, verschlingt.
Dieser Fall wurde 1966 vom WDR unter dem Titel "Die Orchideenparty" produziert und 1967 gesendet. So bekannte Stimmen wie die von Peer Schmidt, Walter Richter, Ricarda Benndorf, Irmgard Först, Alf Marholm, Josef Meinertzhagen und Max Kallas sind zu hören. Sie sind durchweg passend und geben der Geschichte eine sehr intensive Note. Einzig die Stimme von Archie Goodwin ist etwas gewöhnungsbedürftig, vor allem für diejenigen Hörer, die Peer Schmidt noch aus seinen zahlreichen Fernsehrollen kennen und nicht mit dem harten und smarten Detektiv in Verbindung bringen können.
Passend zu dieser doch schon recht alten Geschichte und ihrem etwas betulichen Ermittlungsstil ist die eingespielte Jazzmusik von Kurt Herrlinger, wenn diese auch manchmal etwas laut erklingt und die sehr leisen Stimmen der Sprecher übertönt.

Die 2007 im Patmos-Verlag neu erschienene Produktion ist auch nach über vierzig Jahren noch ein gelungenes Beispiel für ein spannendes, intelligentes Kriminalhörspiel. Auch wenn es keine "Action" gibt und die Ermittlungen eher im Verstand Nero Wolfes ablaufen, ist es ein Genuss, dem Fortgang dieser Gedankenspiele akustisch folgen zu können.
Seltsam unpassend ist nur das Coverbild zu erwähnen, das eine junge Schönheit mit Orchideenblüten und kirschroten Lippen zeigt. Mit dem Hörspiel hat dieses Bild bis auf die abgebildeten Blumen absolut nichts zu tun.

Stefan Erlemann
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