Bei diesem Soloprojekt von Metheny von Masturbation zu sprechen, halte ich für verfehlt.
Im Grunde könnte man dies jedem solistisch agierendem Musiker vorwerfen,egal ob Gitarrist,Pianist etc.
Aber Metheny selbst sagt ja,das entscheidend ist,was hinten rauskommt,nämlich die Musik.Und genau hier liegt der Hund begraben.Die Art und Weise wie hier Musik dargeboten wird, mag ja etwas neues sein,die Musik selbst ist gelinde gesagt,kalter Kaffee.Balladeskes, zigmal (von Metheny!) dargeboten,im Wechsel mit seiner Vorliebe für komplexe Unisonoläufe und Breaks,die auf Imaginary Day (Heat of the Day), Speaking of Now (Gathering Sky)und insbesondere auf The Way up bestens funktioniert haben.Hier nerven sie fast schon! (Titelstück Minute 9.14 bis 12.00)
Natürlich,der Mann ist ein begnadeter Gitarrist,aber mal ehrlich,schon seit Jahren spielt er nur noch (zugegebenermaßen SEINE)eigenen Licks,die Soli sind schon fast austauschbar.Mein Gott,warum hat Metheny nicht Kumpel Lyle Mays aus der Versenkung geholt,und mit ihm (nur Gitarre und Piano)eine Platte gemacht? Das Ergebnis wäre ein vielfaches besser gewesen,als dieses Solo-Ensemble-Experiment.
Nein,Pat Metheny ist auf den Zehnmeter-Turm geklettert, und wollte uns einen noch nie dargewesenen Sprung zeigen.
Herausgekommen ist leider nur ein Bauchplatscher.