Schön, dass die ersten OMD-Alben seit einiger Zeit remastert vorliegen. Der Sound ist noch mal gründlich aufpoliert worden, so dass es nun noch leckerer ist, sich das Frühwerk von OMD anzuhören.
Bilder von damals (Anfang der Achtziger) zeigen McCluskey und Humphreys mit kurzen, ordentlichen Haaren, schmalen Krawatten und gebügelten Hemden. Sprich: nachgeahmt dem Look, den Kraftwerk ein paar Jahre zuvor auf "Mensch-Maschine" für sich verordnet hatten.
Und auch die Musik auf OMDs Erster (1980) orientiert sich klar an Kraftwerk, so dass man z.B. schmunzelnd feststellen muss, wie sehr "Electricity" doch an Kraftwerks "Radioaktivität" oder "Red Frame/White Light" an "Schaufensterpuppen" erinnert.
Klar waren OMD damals so begeistert von der elektronischen Musik aus Deutschland (Kraftwerk, Neu, La Düsseldorf), dass sie diese unbedingt selbst fortführen wollten.
Und das gelang ihnen nicht nur in der Nachahmung, denn bereits das Debüt zeigt die für OMD so eigentümlichen melancholischen Melodien und die damals noch vorhandene Experimentierfreude.
Kurzum: ein großartiges Album als Startschuss, das man wie auch die folgenden drei OMD-Releases haben sollte.
Phänomenaler Einstieg ins Album: "Bunker Soldiers".