Savall ist seit Jahrzehnten im Bereich der alten Musik tätig. Nunmehr 70 hat er von seiner Vitalität nichts eingebüsst. Diese Aufnahme vom vorigen Jahr belegt dies.
Sie wurde begeistert aufgenommen:
"Die mediterrane Lesart Savalls und sein durch die jahrzehntelange Beschäftigung mit mittelalterlicher, außereuropäischer und improvisierter Musik geschärfter Instinkt lassen die Stücke ganz unverbraucht klingen. Auch wenn Rameau auf gewisse Weise für die letzte Verfeinerung des französischen Rokoko steht: Seine Musik ist doch mehr als ein Musterbuch vorklassischer Orchestrierungskünste. Sie ist auch mehr als die niveauvolle Zerstreuung für ein aristokratisches Publikum. ...Was für ein Elan! Was für eine Energie! Was für eine Farbenpracht (dass Savall in der Boreades- und Zoroastre-Ouvertüre die damals noch ganz neuartigen Klarinetten durch die konventionelleren Oboen vertreten lässt, ändert daran nichts)! Und was für ein opulentes Klangbild! So gelingt die Quadratur des Kreises: Die kleinteilige Faktur von Rameaus Musik erscheint plötzlich von großzügigem sinfonischem Atem erfüllt." meint Georg Henckel.
Christie und Minkowski haben sich ebenfalls sehr um Rameau verdient gemacht. In dieser Klasse spielt Savall nicht nur mit, er vermeidet auch Überspitzungen, wie man sie etwa bei Minokwski, etwa bei une symphonie imaginaire.
Savall lässt immer sehr inspiriert aufspielen, ihm gehen nie die Leidenschaften durch, dennoch ist seine Darstellung mitreissend.
Nicht für Fans von Savall,sondern auch für Menschen, die die ungeheuren Reichtümer der französischen Musik im 18ten Jahrhundert kennen lernen wollen.
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