Annwn war nach inselkeltischer Mythologie das Paradies, die Anderswelt; der Sage nach ein grünes Land unter der Erde oder dem Meer, wo ewige Jugend und Glückseligkeit herrschte.
Man spürt in der Musik, dass hier dieser keltische Geist präsent ist, diese Anderswelt, in der eindringlichen Melodie und der Reinheit und ungekünstelten Darbietung der einzelnen Stücke.
Fast kann man die grünen Hügel im morgenlichen Dunst vor seinem geistigen Auge sehen, und die Wellen, die sich an den Klippen brechen.
Wer sich auf eine Traumreise in die Vergangenheit begeben will, ist mit diesem Stück vertonter Poesie bestens beraten. Annwn versteht es exzellent vergangene Epochen, und nicht nur keltische, musikalisch wieder auferstehen zu lassen und fügt ihnen eine greifbare Präsenz bei, als ob sich das Tor der Zeit nie hinter ihnen geschlossen hätte.
Man darf hoffentlich weitere Werke von Annwn erwarten.