Rezension
Moderne Technik ist was Feines: Brian Wilson, das Genie, das lang im psychischen Jammertal wandelte, kann so im Alleingang fast die Beach Boys mimen. Sein Partner ist Van Dyke Parks, einst bei den sagenumwobenen "Smile"-Sessions mit von der Partie. Das Resultat: mal Beach Boys meet Steely Dan ("My Hobo Heart"), mal "Zarathustra" ("Movies Is Magic"), grollende Rock-Grooves garniert mit Western-Flair ("San Francisco") oder ein orchestrales "Lullaby". Die leicht süßliche Glasur mag stören; dennoch ist die CD ein großes Werk!
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Wer mit den Beach Boys nur deren Hits und Sonne, Strand und Surfsound verbindet, hat die wichtigen, komplexen Werke des kalifornischen Familien-Unternehmens verschlafen. An "Pet Sounds" (1966) und das nur auszugsweise veröffentlichte "Smile" schließt "Orange Crate Art" an. Damals wie heute ist Komponist Van Dyke Parks Kreativpartner von Brian Wilson. Und unter dem Motto "Movies is magic/Real life is tragic" haben die Zwei ein wunderbares Kunstprodukt aus skurrilen bis kitschigen Orchester- und Vokalarrangements geschaffen, die so sehr Broadway (Gershwin) wie Hollywood ("The Wizard Of Oz") sind. Die Cooperation der zwei Querdenker ist mehr Musical als Popsong-Collektion
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Zu den großen Geheimnissen der Popmusik gehören die legendären "Smile-" Sessions von 1967. Während die Beach Boys in Europa tourten, tüftelte deren Kopf Brian Wilson daheim in Kalifornien mit Partner Van Dyke Parks an einem Werk, das bis zu vier Stunden orchestraler Musik mit surrealen Texten enthalten soll. Ob die Bänder später verbrannten, ob sie gestohlen oder einfach versteckt wurden, weiß niemand. Fast 30 Jahre später taten sich der exzentrische Beach-Boys-Sänger und der versponnene Kauz Parks erneut zusammen. Zwölf tiefschichtig produzierte Pop-Perlen entstanden - fast alle von Parks komponiert, getextet und mit raffinierten schwelgerischen Orchesterarrangements ausgestattet. Opulent bis bombastisch ist der Klang - ein eigenwilliger Trip durch die Weiten der Popmusik. Der Titelsong eröffnet den Reigen mit bizarrer Melodik und Harmonien, die an beste Beach-Boys-Momente erinnern. "Sail Away", ein Potpurri aus Calypso und westindischen Stimmungen, bezieht sich auf Randy Newmans gleichnamigen Song von 1972. "Palm Tree And Moon" besitzt die typisch Parks'sche Komplexität und verlangt Brian stimmlich alles ab. Auf "This Town Goes Down At Sunset" bellt gar Parks' Hund Clementine: ein Verweis auf das Beach-Boys-Meisterwerk "Pet Sounds" (1966), auf dem Brians Hunde Banana und Louie ihren Auftritt hatten. Womit sich ein großer Kreis schließt.
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Produktbeschreibungen