Oran - Algerische Nacht
Die Trägerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels erzählt Geschichten von Frauen, die - oft auf der Durchreise - Verfolgung, Tod und Folter ertragen müssen. Die aber auch Liebe und Zärtlichkeit, sexuelle Leidenschaft erfahren dürfen und daraus die Kraft schöpfen, der Härte des Lebens zwischen den Welten Europa und Maghreb eine Prise Zuversicht abzugewinnen: "Die Worte sind der Tropfen Licht, die man im tintenschwarzen Entsetzen noch empfangen kann. Gerade couragierte Autorinnen wie Assia Djebar zeigen, dass nichts fataler ist als die globale Verdammung der arabischen Welt. Die Menschen dort hatten und haben selbst oft am meisten unter den Auswüchsen des Fundamentalismus zu leiden, so wie der Algerier Ali: "Die beiden waren erschossen worden und wiesen deutliche Spuren von Folter auf. Außerdem gab es Beweise für eine Vergewaltigung an der jungen Frau. Das Kind, der Sohn (Ali mit sechs Jahren), stand schweigend vor den sterblichen Überresten seiner Eltern."