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Dieses Buch benutzt Dick als Mittel, um eine weitere alternative Geschichte zu entwickeln -- denn die Geschichte des Buches ist keineswegs die unsere. Chandler bildet zwar einen Knotenpunkt, auf den die meisten der zahlreichen Handlungsstränge früher oder später treffen, jedoch steht er keineswegs im Mittelpunkt. So beschäftigt sich Dick auch mit Mr. Togomi, einem hohen japanischen Beamten, der unfreiwillig in eine politisch überaus prekäre Lage gerät und für den schließlich auch eine Welt zusammenbricht.
In all dies eingebunden ist noch die verworrene Situation im Nazi-Deutschland nach dem Tod des Führers sowie innenpolitische Kämpfe, die das Schicksal der ganzen Welt beeinflussen können. Und wie so oft in Dicks Büchern lautet die Frage am Ende: Was ist Illusion und was Realität?
Urteil: Selten fiel mir die Bewertung eines Buches so schwer wie im vorliegenden Fall, denn obwohl der literarische Anspruch über jeden Zweifel erhaben ist, mangelt es Dick an der Fähigkeit, den Leser zu fesseln -- jedenfalls in meinem Fall.
Das immer wiederkehrende Motiv der in Frage gestellten Wirklichkeit sowie die teils seitenlangen philosophischen Passagen erschweren das Lesen, und auch die zeitweise recht künstlich wirkenden Dialoge tragen nicht gerade zum Lesefluß bei.
Auf der anderen Seite jedoch kann man dem Buch eine gewisse Faszination nicht abstreiten, zu plastisch und glaubwürdig schildert Dick die Zustände im unter japanischem Einfluß stehenden San Francisco, und zu geschickt verknüpft er die einzelnen Handlungsstränge. Sein Kunstgriff mit dem Buch im Buch, aber auch die Einbindung des I Ching verleihen dem Orakel vom Berge ein ganz besonderes Flair. Liebhaber der seichten Unterhaltung werden nicht auf ihre Kosten kommen -- allen anderen sei es aber ans Herz gelegt. --Oliver Faulhaber -- carpe.com
Dicks Roman erzählt meisterlich von vorgetäuschten Identitäten und gefälschten Fälschungen. Alles ist gleichzeitig sein eigenes Gegenteil und bleibt doch es selbst, da die Negation der Negation wieder die Identität ergibt. So liegt Dicks großartigem Buch eine taoistische Weltsicht zugrunde. Konstruiert wurde die Handlung übrigens mithilfe des I-Gings, des Buchs der Wandlungen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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